Ein anstrengender Tag liegt hinter mir.
Wir hatten heute Weinlese, die Silvaner waren dran. Zunächst sah es so aus, als ob uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen wollte, aber nach ein paar vereinzelten Tropfen verzogen sich die dunklen Wolken und machten der goldenen Herbstsonne Platz.
Nach guten 3 Stunden waren wir fertig und konnten die Lese mit einer Brotzeit in den Weinbergen abschließen. Anschließend gab es noch Kaffee und Kuchen, bevor Petrus entschied, dass es jetzt genug sei und wieder graue Wolken vor die Sonne schob. Nach einer weiteren Viertelstunde wurde der Wind so heftig und eisig, dass auch die Hartgesottenen schließlich aufbrachen. Zuhause spülten wir das Geschirr und räumten auf, und anschließend konnte ich dann sogar noch schnell in mein Fitnessstudio und dort nach einer heißen Dusche noch bei einem Saunagang entspannen. Danach kurz noch bei Aldi und Edeka eingekauft und ab nach Hause.
Abgesehen von ein paar kleinen Sünden (eine Tafel Schokolade, ein Päckchen Lebkuchen und ein Glas Nutella) bin ich stolz darauf, was in meinem Einkaufswagen landete: Salat, Birnen, ein Pfirsich, Bananen, ein großer Becher Magerjoghurt, ein Päckchen zarte Haferflocken, TK-Obstmischung und zwei TK-Gemüsemischungen. Dann steht doch eigentlich einer gesunden Woche nichts entgegen ?!
Gerade eben habe ich noch mein schönes, elegantes, bisher sehr selten getragenes Trachtenkleid aufgebügelt, denn wir haben morgen gleich zwei Termine, am Morgen und am Abend. Abgesehen davon, dass das Kleid meine (schlechte) Figur besser kaschiert, ist es auch etwas wärmer - morgen soll es ja wieder kalt und stürmisch werden.
Jetzt zeigt die Arbeit an der frischen Luft ihre Folgen: ich bin müde und kaputt und meine Knochen fühlen sich an, als ob ich mindestens 20 Jahre älter wäre ;-) Habe es gerade noch so geschafft, mir einen leckeren Rooibos-Tee "Gebrannte Mandel" aufzubrühen. Der duftet so lecker ! (und ich hoffe, er stillt ein bisschen meinen Süßhunger, damit ich nur ein paar wenige Spekulatius dazu verspeise...).
Der morgige Tag verheißt leider keine Erholung, drei Termine, die im Grunde fast den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Aber danach geht es mit großen Schritten Richtung Advent, stille Zeit, und ich hoffe, bald auch Urlaub nehmen zu können.
Hm... was heißt da eigentlich : ... "Urlaub nehmen zu können" ? Ich muss endlich Urlaub nehmen (habe noch Resturlaub aus letztem Jahr und den vollen Urlaub aus diesem Jahr !) und ich darf auch Urlaub nehmen (habe schließlich während sämtlicher Ferien Vertretung für die Kollegen mit Kindern gemacht). Allein mein Perfektionismus lässt mich glauben, dass ich unbedingt erst mit meiner Arbeit auf dem Laufenden sein muss, bevor ich gehe. Dabei weiß ich doch ganz genau, dass dies bei unserer derzeitigen Arbeitsbelastung nicht mehr möglich ist. Und außerdem - was bringt es denn ? Wenn ich nach 2 oder 3 Wochen Urlaub zurückkomme, finde ich eh meinen Schreibtisch vor lauter Post und Arbeit nicht mehr, also kommt es auf zehn Poststücke mehr oder weniger auch nicht an.
Im Grunde ist es ja so: wir versuchen alle, das Unmögliche möglich zu machen. Aber erst wenn die Arbeit liegen bliebe und die Beschwerden sich häuften, würde unsere Leitung vielleicht endlich auf die aktuellen Zustände, auf die Arbeitsbelastung, aufmerksam werden. Aber solange jeder ackert und versucht, das ständig wachsende Arbeitspensum irgendwie - mehr schlecht als recht - noch zu bewältigen, ist ja alles in bester Ordnung... scheinbar. Das geht solange, bis die Mitarbeiter irgendwann krank und so zur Pause gezwungen werden - und mittlerweile hat es schon einige erwischt, die sonst immer fit und sehr leistungsfähig waren...
Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen,
ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.
Johann Wolfgang von Goethe
Und hin und wieder bloggen.
Samstag, 4. Oktober 2008
Ach ja...
... was schrieb ich da am 31.08.2008:
Da ich nun meine persönliche Schallgrenze von 100 kg wieder durchbrochen hatte (nach oben, wohlgemerkt), besuche ich seit 3 Wochen wieder ein WeightWatchers-Treffen in der Nähe und versuche - derzeit noch mit immensen Anlaufschwierigkeiten - meine Ernährung, mein Leben, wieder am Programm zu orientieren (was mir bei meiner ersten Abnahme wesentlich leichter gefallen ist).
In der Zeitung hatte ich gelesen, dass in unmittelbarer Nähe eine Gruppenleiterin ein Treffen anbietet, die ich damals kennengelernt hatte, wenn ich nicht am gewöhnlichen Tag zum Treffen gehen konnte, sondern auf ein anderes in der Nähe ausweichen musste. Sympathisch war mir die Dame damals schon, und nachdem ich jetzt ihre Treffen besuche, ist sie mir noch sympathischer geworden, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie ebenfalls bloggt :-) u.a. auch zum Thema WeightWatchers (bzw. wie sie selbst damit lebt).
Bin am Überlegen, ob ich nicht meine Erfolge & Misserfolge, meine Erfahrungen, Gedanken bei meinem zweiten Start ins leichtere Leben hier im Blog niederschreiben soll. Bin ja sonst niemand, der gerne über sich und seine Gedanken & Gefühle redet. Aber andererseits hat das Bloggen auch eine gewisse Kontrollfunktion, weil man sich immer mal wieder durchlesen und vor Augen führen kann, was man geschrieben hat, weil man sich beim Durchblättern nochmal vergegenwärtigt, was einem weniger gut getan hat und wovon man profitiert.
Und schon mischt sich wieder mein kleiner Perfektionsteufel ein: "wenn du das machst, dann muss es auch gut sein, interessant geschrieben, schöne Bilder, übersichtlich, angenehm zu lesen". Man sollte meinen, ich werde für's Bloggen bezahlt. Werde ich aber nicht.
Halt die Klappe, Perfektionsteufel !
Ich würde sagen: das hat wohl nicht viel genützt !...und um die Verlockung, noch nachlässiger in Sachen Ernährung zu werden, im Keim zu bekämpfen, hielt ich es für eine gute Idee, mir diese Klamotten noch einmal vor Augen zu führen.
Da ich nun meine persönliche Schallgrenze von 100 kg wieder durchbrochen hatte (nach oben, wohlgemerkt), besuche ich seit 3 Wochen wieder ein WeightWatchers-Treffen in der Nähe und versuche - derzeit noch mit immensen Anlaufschwierigkeiten - meine Ernährung, mein Leben, wieder am Programm zu orientieren (was mir bei meiner ersten Abnahme wesentlich leichter gefallen ist).
In der Zeitung hatte ich gelesen, dass in unmittelbarer Nähe eine Gruppenleiterin ein Treffen anbietet, die ich damals kennengelernt hatte, wenn ich nicht am gewöhnlichen Tag zum Treffen gehen konnte, sondern auf ein anderes in der Nähe ausweichen musste. Sympathisch war mir die Dame damals schon, und nachdem ich jetzt ihre Treffen besuche, ist sie mir noch sympathischer geworden, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie ebenfalls bloggt :-) u.a. auch zum Thema WeightWatchers (bzw. wie sie selbst damit lebt).
Bin am Überlegen, ob ich nicht meine Erfolge & Misserfolge, meine Erfahrungen, Gedanken bei meinem zweiten Start ins leichtere Leben hier im Blog niederschreiben soll. Bin ja sonst niemand, der gerne über sich und seine Gedanken & Gefühle redet. Aber andererseits hat das Bloggen auch eine gewisse Kontrollfunktion, weil man sich immer mal wieder durchlesen und vor Augen führen kann, was man geschrieben hat, weil man sich beim Durchblättern nochmal vergegenwärtigt, was einem weniger gut getan hat und wovon man profitiert.
Und schon mischt sich wieder mein kleiner Perfektionsteufel ein: "wenn du das machst, dann muss es auch gut sein, interessant geschrieben, schöne Bilder, übersichtlich, angenehm zu lesen". Man sollte meinen, ich werde für's Bloggen bezahlt. Werde ich aber nicht.
Halt die Klappe, Perfektionsteufel !
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