Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen,
ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.
Johann Wolfgang von Goethe
Und hin und wieder bloggen.
Samstag, 31. Dezember 2011
Geschafft.
Gestern Anträge auf Altersvorsorge-Zulage und Wohnbauprämie für das Jahr 2009 weggefaxt, heute die Steuererklärung 2007 (ähem...) direkt beim Finanzamt eingeworfen. Sowas mache ich ja leider immer auf den letzten Drücker. Schon seltsam, da arbeitet man im Büro, müsste das bisschen Schreib- und Formularkram mit links erledigen, aber man schiebt es auf die lange Bank bis kurz vor Fristablauf. Die geänderte Gesetzeslage, was die Abgabefrist für Steuererklärungen angeht (deutlich längere Fristen), kommt mir und meinen prokrastinatorischen Tendenzen (leider !) entgegen.
Gerade eben bin ich noch mit dem Staubsauger durch die Wohnung gedüst, was den sowieso schon arg gestressten Kater (ich sag' nur: Silvesterböllerei) auf die Palme bzw. den Schrank getrieben hat. Dafür habe ich dem Kater jetzt ein "Bollwerk gegen die Böller" errichtet: jetzt schon gefüttert, weil er später eh nix mehr anrührt, in allen kater-bewohnten Zimmern die Rollos runtergelassen und ein paar zusätzliche Handtücher in seine Höhle gestopft, in die er sich spätestens dann zurückziehen wird, wenn die Kinder draußen anfangen zu zündeln und zu knallen, und die er nicht vor morgen Mittag 12.00 Uhr verlassen wird.
Mein Auto ist in der Scheune geparkt (denn wenn eine Rakete den Lack beschädigt, zahlt es mir keiner, aber wenn eine Rakete die Scheune in Brand steckt und sie mitsamt Auto abbrennt, zahlt die Brandversicherung *g*).
Ich werde mich nun gleich in die Badewanne versenken, ein bisschen "Glückliche Auszeit" im duftenden heißen Wasser nehmen, und wenn ich und meine Haare wieder trocken und das Bad sauber ist, wird die Küche, oder zumindest die Arbeitsfläche, aufgeräumt.
Für heute Abend habe ich gebratene Nudeln mit in Sojasauce und viel "hot"-Zeugs mariniertem Tofu, Paprika, Chili und Knoblauch geplant.
Danach spülen, PC, rumgammeln - und vielleicht schon vor Zwölf ins Bett gehen, denn Silvester gibt mir nichts, erst recht nicht alleine.
Ich glaube nicht daran, dass sich was ändert, wenn das Datum vom 31.12. auf den 01.01. bzw. die Uhr von 23:59:59 auf 00:00:00 springt. Veränderung liegt im Wesentlichen in einem selbst, sagt man doch so, oder ? Die Menschen mögen halt gerne ihre Rituale, okay. Die Menschen mögen ja eigentlich alles, was mit ordentlich Alkohol sowie viel und lecker Essen, heute zusätzlich noch Feuerwerk, verbunden ist. Okay, das Feuerwerk mag ich auch. Aber das schaue ich mir auch gerne oder sogar viel lieber bei anderen Anlässen an (nämlich dann, wenn es ausschließlich professionell geplant und gezündet wird), auf die Laienböllerei kann ich echt verzichten.
"Brot statt Böller" - da antworte ich mit einem entschiedenen Jein. Ja, was diese unsinnigen und oft gefährlichen Böller betrifft, die nur Krach machen (und oftmals zur Sachbeschädigung genutzt werden). Nein, was das Feuerwerk an sich betrifft. Wenn alle, die sich für viel Geld Feuerwerksartikel in den Supermärkten kaufen, diesen Betrag (sagen wir mal nur) zur Hälfte spenden und die andere Hälfte als Kostenbeitrag für ein professionelles Feuerwerk durch einen Pyrotechnik-Firma entrichten würden, käme ordentlich Geld für einen guten Zweck zusammen, und man könnte sich darüber bei einem wirklich schönen Feuerwerk (das auch bei regnerischem Wetter wie heute funktioniert !) freuen.
Ansonsten war der Höhepunkt des vergangenen Jahres mein Urlaub auf Mallorca: zum ersten Mal seit über 10 Jahren länger als zwei oder drei Tage weg, per Flugzeug, für meine Verhältnisse richtig "weit" ;-) Im Urlaub gute Freunde noch besser kennen gelernt, und neue Bekanntschaften gemacht, die dank Facebook & Co. noch Bestand haben.
Leider wird das vergangene Jahr aber stark von ein paar herben Enttäuschungen in den letzten Monaten geprägt, weshalb es mir schwer fällt, heiter mit dem alten Jahr abzuschließen.
In diesem Sinn hier mein "Goodbye 2011"-Song. Der komplette Inhalt bzw. die Intention des Songtextes ist in diesem Zusammenhang nicht von Bedeutung, sondern lediglich der Titel, denn das ist mein Fazit für das Jahr 2011 :-)
Und für die, die es nicht so hart mögen:
CU in 2012.
Sonntag, 25. Dezember 2011
Glückliche Weihnachten
Fröhliche, gemütliche Weihnachtstage
mit viel Zeit für euch selbst, eure Lieben und alles das, was ihr gerne tut,
und einen guten Start in ein glückliches Jahr 2012,
das für uns alle Gesundheit und Wohlergehen bereit halten mag.
Ich für meinen Teil werde an den Weihnachtstagen, abgesehen von der Teilnahme an den üblichen "Veranstaltungen", häufig im Internet herumstöbern und -lesen, wobei ich u.a. die digitale Weihnachtsgeschichte via facebook und youtube gefunden habe. :-)
Nachtrag:
Hier noch ein Fundstück über die Weihnachtsgeschichte á la social media.
Donnerstag, 22. Dezember 2011
Fremdlesen
Aber billig muss es sein (nicht preiswert), klar.
Und ist es nicht unverschämt, dass die Tomaten so ganz und gar nicht aromatisch sind,
wie soll man denn da Caprese für's Silvesterbuffet zaubern, bitteschön ?!
Außerdem kam ich über Anke Gröner zu diesem Text im Blog von Ragen.
Montag, 31. Oktober 2011
... and on and on
Mehr gibt's nicht zu schreiben.
Samstag, 8. Oktober 2011
Simon's got a kitten !
(verlinkt, da das mit dem Einbetten des Videos irgendwie nicht mehr so klappt wie früher... )
Samstag, 17. September 2011
Bäh
Ich weiß nicht, wie lange das Gerät schon defekt ist, aber dem Geruch nach zu urteilen länger als 24 Stunden. Die Kühlung ist jetzt zwar wieder angesprungen, so dass sich der Inhalt der TK-Fächer hoffentlich wieder anfrosten lässt (zwecks angenehmerer Entsorgung), aber ob es sich lohnt, das Gerät noch reparieren zu lassen ? Ich weiß nicht.
Gnarf.
Samstag, 3. September 2011
Gestern Abend leicht unwohl gefühlt, deshalb nach einem Besuch in der Pizzeria mit einer Bekannten schon kurz nach Mitternacht schlafen gelegt. Heute Morgen gegen 8.00 Uhr raus, zum Bäcker, wo es um diese Zeit bei uns auf dem Dorf schon rege zugeht. Die ältere Generation hier (zu der ich mal alles ab 55 aufwärts rechne) hat um diese Zeit schon den Haushalt geschmissen, kauft beim Bäcker Brot für's Wochenende ein (Croissants für's Frühstück ? um diese Zeit, wo man schon rechtschaffen arbeitet ? doch nicht bei uns nüchternen, sparsamen und karg vor sich hin darbenden Franken.) um im Anschluss entweder das Rindfleisch für die Sonntagssuppe abzukochen, die spätsommerliche Gartenausbeute in Marmelade zu verarbeiten (ja. ich weiß. Marmelade nennt man das Zeugs aus Zitrusfrüchten. Und alles andere ist Konfitüre. Das interessiert hier aber keinen. Alles, was süß ist und auf's Brot kommt, ob es nun korrekt Marmelade, Mus, Gelee oder "Fruchtaufstrich mit mind. xy % Fruchtanteil" heißen müsste, ist einfach Marmelade. Im Übrigen bezeichnen Franken Gegenstände auch mal gern und ganz pragmatisch mit dem dazugehörigen substantiviertem Verb, in diesem Fall: [die] Schmier.) oder sich um Haus, Hof und Garten zu kümmern.
Ich habe mir jedenfalls ein paar Brötchen geholt, um dann daheim am PC bei einer großen Tasse Kaffee und frischen, knusprigen Brötchen(hälften) vom Bäcker, der das Handwerk noch gelernt hat, bestrichen mit (dieser verdammten englischen) Orangen-Mango-Marmelade (die einfach nicht leer werden will, aber hier ist wenigstens Marmelade korrekt) , Himbeergelee und Waldhonig, mich durch die Blogs zu lesen, die ich unter der Woche nicht verfolgen konnte.
Vorher alle Fenster der Wohnung weit geöffnet, um Luft und Licht herein zu lassen, erfreut festgestellt, dass ich momentan sogar in der Laune zum Putzen wäre., und meinem (zugegebenermaßen sehr spärlichen) Pflanzenbestand Wasser & Zuwendung gegönnt.
Zunächst hatte ich überlegt, ob ich heute mal zum blau-gelben Möbel-Dealer fahre, diese Idee dann aber verworfen. Hier sind noch Ferien, also bieten sich Wochenenden noch für (Groß-)Familieneinkäufe an, vor ein paar Tagen lag der neue Katalog im Briefkasten, also ist dort vermutlich richtig was los. Dann lieber mal nach der Arbeit, so zwischen 19.00 Uhr und 20.00 Uhr. Kommt es mir nur so vor, oder kaufen arbeitende Singles generell gerne zu solchen Zeiten ein ?
Ein richtiges Mittagessen wird es nicht geben, zumal ich ja nun ausführlich gefrühstückt (und im Anschluss noch zwei sooo leckere Cookies verspeist) habe. Am frühen Nachmittag gehe ich dann zum Sport, heute vielleicht sogar zwei Kurse und anschließend ein Gang in die Sauna (oder auch nicht, das hängt von gewissen Faktoren ab).
Vielleicht koche ich mir heute Abend was.... die Zucchini-Ernte ist gut ;-) ich habe noch braune Champignons im Kühlschrank, Mutters Tomaten wollen verarbeitet werden... da kann man doch was draus machen. Ob's dann Fleisch oder eher Kohlenhydrate dazu gibt, wird sich weisen.
Montag, 15. August 2011
Café Milchstern
Dabei gibt es das Café Milchstern, welches sich in den Räumen eines ehemaligen fränkischen Winzer- bzw. Gasthofs mit Metzgerei befindet, den die neuen Besitzer Zug um Zug liebevoll renovieren und dabei für ein gelungenes Miteinander alter Bausubstanz mit modernen architektonischen Elementen sorgen, bereits seit Herbst 2009.
Weitere Informationen zur Renovierung des denkmalgeschützten Anwesens finden sich
- auf der Homepage des Bezirk Unterfranken, der dem Objekt den Förderpreis des Bezirks Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz 2006 verliehen hat (scrollen bis zu Landkreis Würzburg), dort auch zwei Bilder vom Zustand vor Renovierung
- im Notizbuch von BR2
- und natürlich berichten die Besitzer auch selbst vom Alten Stern und dessen Sanierung.
Neben dem Café befindet sich im Anwesen eine Galerie des Forums Botanische Kunst Würzburg mit wechselnden Ausstellungen.
Wir schlenderten also erst durch die Galerieräume und bewunderten aufwändige und detailgetreue Bildnisse von Pflanzen, Gemüse und Obst, um dann anschließend noch über eine Stunde im ruhigen Innenhof bei Milchkaffee und selbstgebackener Heidelbeer- bzw. Mandel-Zitronen-Tarte zu veweilen. Es fühlte sich fast ein bisschen wie Urlaub an :-)
Nota bene: die Amarettini, welche mit dem Kaffee gereicht wurden, waren selbstgebacken, und das schmeckte man sofort !
Sonntag, 14. August 2011
Was für ein schönes Wetter !
(Momentan kommt alle gefühlte 10min ein neuer Regenschauer, die Luft ist kühl und der Himmel grau. Herrlich. Endlich ist diese schwüle, drückende Wärme weg. Überflüssig zu erwähnen, dass ich mich auf den Herbst und erst recht auf den Winter freue, oder ? :-))
Mittwoch, 3. August 2011
Seit Freitag zurück...
Bisher weder dazu gekommen, alle Urlaubsbilder von Kamera und iPhone durchzusehen, an einem Ort zu speichern und doppelte sowie unscharfe Bilder zu löschen geschweige denn dazu, hier ein paar Zeilen über den Urlaub zu bloggen.
Nur Arbeit, Alltag, Stress, Müdigkeit.
Während ich mich gestern noch ganz tapfer durch den ersten Arbeitstag rettete, gewann heute der Frust endgültig die Oberhand. Das ging dann soweit, dass mir der Gedanke "wäre ich bloß nicht in Urlaub gefahren, dann wäre jetzt nicht alles umso schlimmer" durch den Kopf ging. Shame on me. Dabei war der Urlaub wirklich wunder-wunder-schön. Aber dazu (hoffentlich ?) ein andermal mehr.
Sonntag, 24. Juli 2011
Bloggen am Pool
In Kürze, wenn - ich sag' mal - mehr als 50% wach sind, wird es auch Frühstück geben, H. & A. decken gerade schon den Tisch auf der Veranda. Ich war wohl als erste wach, nämlich um 6.35 Uhr und habe um 7.00 Uhr meine Runde bei den Ziegen, Vögeln, Hängebauchschweinen und durch den Garten gemacht. Dann habe ich Freundschaft mit der jüngsten Katzen-Diva hier geschlossen. Unser Verhältnis ist nach wie vor zwar distanziert, aber sie lässt sich nun dazu herab, von mir gestreichelt zu werden :-)
Mittwoch, 20. Juli 2011
Morgen...
Aktueller Stand jetzt:
- Koffer liegt gepackt im Flur und, ich fasse es ja selbst nicht, es sind "nur" 17kg (davon 5kg Koffer)
- Handgepäck-Köfferchen ist halb gepackt, die restlichen Sachen liegen drum herum und müssen nur noch reingeworfen werden
- Zugverbindungen nochmal ausgedruckt; bei Reisekrankenversicherung rückversichert, dass der Online-Abschluss funktioniert hat, da noch nichts abgebucht wurde
- heute noch schnell ein zusätzliches Konto bei der Bank eröffnet und darauf Geld transferiert, damit auf dem Konto, über das ich mit der ec-Karte verfüge, kein sooo großer Betrag mehr ist - wahrscheinlich übervorsichtig, aber man weiß ja nicht, ob man an einem manipulierten Automaten abhebt...
- Wecker mit 7 Weckzeiten ab 4.30 Uhr gestellt
Jetzt muss ich aber nur noch die Picture-Cards leeren und dann ist alles fertig.
Montag, 18. Juli 2011
Noch 3 Tage...
Aktueller Stand:
- leerer Koffer steht im Flur
- Sonnenlotion LSF 30, Sonnenschutz-Spray LSF 30, Lippenstift LSF 50
und - ganz wichtig - Panthenol-Schaumspray für den Sonnenbrand
(Leute wie ich schaffen es sogar an der Nordseeküste, sich einen Sonnenbrand mit Blasenbildung zu holen. Das bedeutet im Grunde: 1 Stunde Sonne, und dann am Besten ab in einen geschlossenen Raum, oder nur noch hochgeschlossen gekleidet umher laufen.) - hier und da ein Häufchen zusammengetragener "das muss unbedingt mit"-Dinge
- noch kein Plan, welche Kleider ich brauche, mitnehmen will etc.
- Wahnsinnig wichtige Gedanken wie "Mein Koffer wiegt leer 5kg und darf nicht mehr als 20kg insgesamt wiegen.", "Hoffentlich passt mein dicker Hintern in den Flugzeugsitz" etc.
Samstag, 9. Juli 2011
Noch 12 Tage...
Zum ersten Mal "richtiger" Urlaub seit ... 1999 oder 2000.
Also so mit dem Flugzeug. Und länger als 3-4 Tage. Und überhaupt. Ohje, bin aufgeregt.
Wahrscheinlich werde ich meine Spontaneität noch ein paar Mal verfluchen, bis es (endlich ?) soweit ist.
Mallorca. "Nur" Mallorca. Aber habe nur Gutes davon gehört ("Mallorca ist - abseits vom Ballermann - toll, bietet für jeden etwas, eine wunderschöne Insel.")
Wir werden im Süden sein, in der Nähe der Stadt Llucmajor.
Ein kleines Haus mit Swimming-Pool, die Stadt ca. 10min zu Fuß entfernt, so ist also auch für das tägliche Sport-Pensum gesorgt, denn: "Öffentliche Verkehrsmittel ? Bis der Bus kommt, bis du auch in die Stadt gelaufen."
Muss nachher mal den großen Koffer bei den Eltern holen und wiegen. Habe nämlich keinen eigenen Hartschalenkoffer und überlege mir - wenn es ein Angebot gibt und die heutigen Koffer viel leichter sind - lieber einen eigenen zu kaufen... möchte nicht schon durch den Koffer zuviel von den 20kg Höchstgewicht verschenken.
Dann wird der im Wohnzimmer auf dem Boden ausgebreitet und über die nächsten 10 Tage hinweg befüllt und wieder umgeräumt etc., will ja alles wohl überlegt sein ;-)
Jetzt brauche ich erst mal neue Sonnenlotion und ein Strandtuch - möglichst aus Mikrofaser, weil: weniger Gewicht und Volumen ! Ein Strandkleid habe ich bestellt, welches im Geschäft zur Abholung bereit liegt. Heute oder am Montag kommen die bestellten Bücher, Reiseführer Mallorca, Strandlektüre. Dann muss ich mich in Sachen "Handy im Ausland" schlau machen, damit ich nicht in die viel zitierte Kostenfalle tappe. Und noch viele andere Dinge mehr...
Sonntag, 17. April 2011
So ändern sich die Zeiten
Angezogen und schon mal den PC hochgefahren, dann langsam auf den Fußweg Richtung Bäcker gemacht, der um 8.00 Uhr öffnet. Auf dem Rückweg ein paar süße Kleinigkeiten bei den Eltern auf dem Frühstückstisch deponiert und gedacht: so ändern sich die Zeiten. Früher wurde mir zum Vorwurf gemacht, dass ich Sonntag morgens immer sooo lange im Bett rumlungern würde. Jetzt bringe ich meinen Eltern das Frühstück, während sie noch selig (und verdient, ja) schlummern. Als ich im Übrigen eine gute Stunde später nochmal kurz in deren Haus musste, um etwas zu holen, haben sie noch immer geschlafen, während ich hellwach und aktiv war.
Kurz nach Neun dann zwecks Teilnahme an der palmsonntäglichen Prozession aus dem Haus, beim Treffpunkt einem Gespräch zweier Väter kleiner Kinder gelauscht - über Kinderserien. Tja, früher unterhielten sich die Männer über Fußball, Box-Kämpfe oder Formel1, heutzutage erfreuen sie sich an Geschichten von wilden Mohrrüben, die Angst vor dem Häschen haben, das dann seinerseits Mitleid mit der ängstlichen Mohrrübe bekommt. Häschen verschont Rübe, alle haben sich lieb, alles ist gut. *seufz*
Ansonsten: Sonntag, durchwachsenes Wetter mit Tendenz zu Sonne (bricht gerade durch), und jetzt gibt's Kaffee und Brötchen mit Himbeerkonfitüre, weil die englische Orangen-Mango-Konfitüre, an der ich gestern im Geschäft (leider) nicht vorbeigehen konnte, meine Hoffnungen ganz und gar nicht erfüllt hat: pappig-schmierig süß, alles andere als fruchtig.
Später, nach dem Mittagessen, dann Kinobesuch - Kokowääh. Ziemlich spät dran, deshalb gibt's kaum noch Vorstellungen, obwohl dieser Nachmittagstermin mir ziemlich entgegen kommt, dann bleibt der Abend wenigstens frei. Allerdings fehlt mir - wie so oft - eigentlich die Lust ... möchte eigentlich nur meine Ruhe haben, aber bin mir andererseits bewusst, dass ich mich zu einem Mindestmaß sozialer Interaktion zwingen sollte.
Samstag, 12. März 2011
Clean-your-fridge-Day...
Also habe ich gerade mein schlechtes Gewissen im TK-Fach eingeschlossen, (blickdichte) Tüten vollgepackt und ab in die Tonne. Und schon wird's licht und sauber im Kühlschrank. Jetzt heißt es: bewusst einkaufen und nur das, was ich wirklich (ver-)brauche.
* * *
Wohnzimmer penibel gereinigt, in allen Ecken und Ritzen Staub gewischt und aufgewaschen. Dummerweise vergessen, auch das Sofa abzusaugen / auszuklopfen. Das werde ich morgen noch nachholen und bei der Gelegenheit gleich testen, ob es noch gästebetttauglich ist (beim Transport von der früheren in die jetzige Wohnung war irgendwas gebrochen, wurde aber wieder zusammengeschraubt - hoffe, das hält).
Auch in der Küche gewischt, Esszimmer, Flur, Badezimmer sind morgen dran.
Draußen von der Straße aus sehr stolz auf meine glänzenden Fenster gewesen ;-)
* * *
Am Nachmittag zum ersten Mal seit vier oder fünf Wochen wieder meinen Kurs im Fitnessstudio besucht. Ich glaube, ich habe mich ziemlich gut geschlagen. Bin dann mal auf die Intensität des Muskelkaters gespannt, falls er mich heimsucht.
Zu Hause 5 Happen Trockenobst gegessen. Bleibt aber eine Ausnahme, da ich auch Trockenobst als Süßigkeit(en-Ersatz) einordne. Wurde mir aber empfohlen, um den Süß-Heißhunger zu stillen (und irgendwann reicht's mir dann auch mal mit Äpfeln ;-)).
Freitag, 11. März 2011
Freitag, 11. März 2011
Frühstück mit einem Becher Kaffee und Knuspermüsli in Apfel-Kiwi-Joghurt, dabei am Netbook gesessen, bisschen rumgesurft, anschließend Frühstücksgeschirr gleich abgespült. Sehr schön.
Weniger schön der erste Anruf des Tages: die Autowerkstatt, wo sich mein Auto seit gestern zur Inspektion befindet. Gestern habe ich mich noch gefreut, dass sich niemand gemeldet hat und war davon ausgegangen, dass wohl am ersten Tag alles durchgeschaut wird, ob noch weitere Mängel festzustellen sind, so dass man dann rechtzeitig Ersatzteile bestellen kann. Schließlich stand mein Wunschtermin für die Abholung fest: heute 15.00 Uhr.
Gerade eben also der Anruf, dass es da noch zwei, drei weitere Sachen gäben, die zu beheben wären... und man wisse auch nicht, ob man das Teil noch rechtzeitig bekäme, und wenn man es nicht bekäme, würde das Auto auch erst am Montag Mittag fertig. Ähem ?!
Nun, habe meinem Serviceberater dann höflich erklärt, dass ich ohne Auto nicht zur Arbeit komme (für diese beiden Tage hatte ich mir ja extra Urlaub genommen, weil die Fahrt mit ÖPNV zu meiner Arbeitsstelle einer 1,5stündigen Odyssee - und das dann 2x/Tag - gleicht).
Im Übrigen werden durch die "Kleinigkeit" (so hat man es mir am Telefon angekündigt) die veranschlagten Kosten in Höhe von ca. 1.000 EUR nochmals um 260,00 EUR steigen (und dabei habe ich die Reparatur schon auf die sicherheitsrelevanten "Kleinigkeiten" beschränkt - vielleicht lasse ich den ebenfalls defekten Auspuff-Endtopf im Zuge des Reifenwechsels bei einer anderen Werkstatt reparieren).
Jedenfalls ist das ein supertoller Start ins Wochenende :-( (stelle gerade fest, dass auch meine Motivation für den Wohnungsputz deutlich gesunken ist).
* * *
So langsam scheint der Hunger auf "süß" tatsächlich nachzulassen - mein Weg durch die Wohnung führte heute schon mehrfach an den Süßigkeiten vorbei und es kam kaum Wehmut auf; kann aber auch daran liegen, dass ich grundsätzlich (mal abgesehen von der Sache mit dem Auto) gut gelaunt bin. Lediglich im Supermarkt habe ich mich fast verlocken lassen, weil ich dort eine sehr lecker aussehende neue Schokoladensorte entdeckte. Dann fiel mir aber sofort ein: nein ! Auch beim Oster-Schokoladensortiment vor der Kasse habe ich zwar das eine oder andere in die Hand genommen und genauer inspiziert, mich dann aber doch entschlossen, noch keine Süßigkeiten für Osternester zu kaufen. Wenn ich jemandem zu Ostern was schenken möchte, kommen da sowieso nur ein paar wenige Personen in Betracht, und für die könnte ich vielleicht auch eine Kleinigkeit backen.
* * *
Alle Fenster geputzt. Die Frühlingssonne kann kommen !
(und der eventuelle Besuch nächstes Wochenende auch :-))
Mein Auto habe ich auch wieder und die Rechnung lag sogar gute 150,00 EUR unter dem befürchteten Betrag. Zwar immer noch teuer genug, aber mit der gezahlten Rechnung kann ich leben - und mein Auto hoffentlich auch noch ein bis zwei Jahre...
Donnerstag, 10. März 2011
Obst statt Schokolade
Zum Anderen war (und bin) ich der Meinung, dass jeder Tag ein guter Tag sein kann, um sich und sein Verhalten - in welcher Hinsicht auch immer - zu verändern, da braucht's dann nicht unbedingt den Rahmen "Fastenzeit" dazu.
Da ich aber immer wieder der Prokrastination anheim falle, hielt ich dann den Aschermittwoch und Beginn der Fastenzeit für eine gute Gelegenheit, für eine gewisse Zeit komplett auf Süßes zu verzichten, wobei gilt:
- keine zwingende Beschränkung auf die Dauer der Fastenzeit, wenn ich es nicht durchhalte ist das ebenso okay wie wenn ich freiwillig verlängere (was im Hinblick auf die Osterfeiertage aber eher unglaubwürdig erscheint...)
- am Sonntag sind Ausnahmen erlaubt, insbesondere werde ich nicht stur auf meinem Vorhaben beharren, wenn ich irgendwo zum Kaffee eingeladen bin und der / die Gastgeber/-in hat extra Kuchen gebacken oder Backwerk besorgt
- sich etwas Süßes
a) bewusst und
b) in Gemeinschaft mit anderen
gönnen ist erlaubt.
Naja, was soll ich sagen - das war gestern ein verdammt harter Tag. Wie der Zufall so will (von wegen Zufall, im Radio hieß es, dass die Deutschen in erster Linie auf Alkohol und an zweiter Stelle auf Süßigkeiten verzichten wollen), hat meine Zimmerkollegin im Büro den gleichen Vorsatz. So quälten wir uns gemeinsam durch den Tag und gefühlte 100x begegneten sich unsere Blicke, die sagten: "Wenn ich nicht sofort Schokolade bekomme, werfe ich das Telefon an die Wand oder gehe senkrecht an die Decke". Aber wir haben den Tag geschafft.
Heute fällt es mir - obwohl ich Urlaub habe und die Gedanken ständig um Essen und Süßes kreisen können - sogar ein ganz kleines bisschen leichter. Ich könnte zwar immer noch ständig essen, bin aber standhaft, was Süßigkeiten angeht, obwohl der Vorrat noch gut gefüllt ist - umso besser, denn wenn nix da ist, verzichtet es sich natürlich leichter. Statt Schokolade mampfe ich im Viertelstundentakt ein paar Mini-Gürkchen. Wie viele Essiggurken darf man pro Tag essen, bevor der Magen übersäuert ?! Außerdem habe ich mir Apfel-Feige-Dattel-Tee gekocht, der ist von Natur aus süß und stillt ein bisschen die Lust auf Süßes. Und gleich ist Mittagessen, puh, damit wäre der halbe Tag dann durchgestanden ;-)
Sonntag, 6. März 2011
Guten Morgen Sonnenschein...
Dazu gab's eine(n) irgendwie ziemlich künstliche(n) Karamell-Latte-Macchiato für die Pad-Kaffeemaschine. Also erst ein Tütchen Milchpulver mit Karamellgeschmack mit dem heißen Wasser für eine Tasse auflösen, das fängt dann gleich mal schön zu schäumen an (yippeh Chemie !) und dann per Kaffeepad eine Tasse Kaffee drauf.
Im Ergebnis schmeckt das ... karamell-milchig-süß, der Schaum war in Menge und Geschmack schon fast penetrant... aber von Kaffee war da eigentlich nicht viel zu erahnen. Hatte dafür wahrscheinlich den Nährwert eines ganzen Frühstücks, denn obwohl ich heute schon seit 7.20 Uhr wach bin (ich glaube, ich werde alt !), habe ich noch immer keinen Hunger. Außerdem habe ich meine unbearbeiteten Poststapel in der Küche verteilt, damit ich - bevor ich Frühstück richten kann - gezwungen bin, diese erst zu sortieren und abzuhefte bzw. ggf. zu beantworten. Und damit mache ich jetzt auch weiter.
Samstag, 12. Februar 2011
Das Internet....
Da werde ich am Samstag mal um 7.00 Uhr wach, mir tut der Rücken vom Liegen weh, und während ich mühsam meine Augen öffne, lausche ich dem inneren Dialog.
Die Antriebslosigkeit (aka Faulheit aka Schweinhund usw.) schnurrt:
"Och nööö, ist doch so schön warm hier, noch 5 Minuten, am Wochenende kannst du doch liegen bleiben...".
Die Vernunft (aka Motivation o.ä.) gibt vom schmerzenden Rücken her zu bedenken:
"Ach was, der Rücken tut ja jetzt schon weh, du hast ausgeschlafen und wenn dich die Müdigkeit übermannt, legst du dich eben im Laufe des Tages mal fünf Minuten hin... wenn du jetzt aufstehst, hast du am meisten vom Tag und kannst schön frühstücken..." aber der Rest geht schon im Schnarchen vom Schweinehund unter.
Also bis 8.51 Uhr im Bett geblieben, um dann endlich gerädert aus dem Bett ins Bad zu wanken, wo ich im Spiegel feststelle, dass ich mind. 10 Jahre älter aussehe als ich bin.
Computer an, Messenger an, e-mails abrufen. Keine wirklich wichtigen e-mails, dafür ein Online-Bekannter online.
Hm, der Satz klingt blöd. Wie bezeichnet man denn korrekt und unmissverständlich solche "Bekannte" oder "Freunde", zu denen man (bisher) ausschließlich online Kontakt hat, mit denen man aber einen solch intensiven Austausch pflegt, dass sie einen in mancherlei Hinsicht besser kennen als die Leute im herkömmlichen, konventionell "realen" Umfeld ?
Diese Unterscheidung in "reale" und "virtuelle" Bekanntschaften mache ich nämlich ungern: es gibt in meinem Umfeld genügend "reale" Bekannte, denen ich nur sehr ausgewählte und gefilterte Information über mich preisgebe, weil ich mich nicht wirklich mit ihnen verbunden fühle. Diese Bekanntschaften beruhen nur auf gemeinsamen Interessen, Tätigkeiten o.ä. , aber es gibt keine "emotionale" Schnittmenge.
Andererseits habe ich einige, z.T. langjährige Online-Kontakte, die meine Gedanken, meine Sorgen und meine Wünsche besser kennen als mein persönliches "reales" Umfeld, die mehr von mir wissen als meine "realen" (engen) Verwandten und Freunde. Sind diese Online-Kontakte weniger wert, weil man dem Menschen dahinter (seltener) von Angesicht zu Angesicht begegnet ? Schließlich sitzt letztlich auch ein Mensch hinter dem anderen PC. Früher hat man telefoniert, wenn man weit voneinander entfernt war, heute benutzt man eben einen Messenger (und kann dort zugleich auch Bilder zeigen o.ä.).
Natürlich, beim "virtuellen" Gespräch fehlen nicht nur Mimik und Gestik, sondern - im Vergleich zum Telefonat - auch noch die Modulation.
Andererseits bleibt dann nichts mehr übrig als reine, pure Sprache... und gerade die Tatsache, dass Sprache ohne Mimik, Gestik und Modulation missverständlich sein kann, bietet erst recht Anlass und Inhalt für weiter führende Gespräche.
Jedenfalls habe ich dann ein angenehmes Gespräch im Messenger geführt, unterbrochen von einem kurzen Besuch beim Bäcker (was ich mir an einem Samstagmorgen ausgesprochen selten gönne), in aller Ruhe gefrühstückt (ich mache gerade eine ausgeprägte Honig-Phase durch) und als dann besagter Bekannter offline ging, klopfte mir die Motivation auf die Schulter und meinte: "Hey, jetzt hast du entspannt gechattet, schön gefrühstückt... wollen wir nicht mal schauen, ob wir ein bisschen Papierkram aufräumen könnten ? Oder irgendetwas anderes, was effektiver ist als online zu sein ?", aber da saß mir schon der Schweinehund zu Füßen und meinte augenzwinkernd: "Du hast schon lange nicht mehr gebloggt !"