Samstag, 27. Dezember 2014

Eigentlich - aber

Eigentlich liebe ich Schnee über alles. Ich kann es meist kaum erwarten, dass es zum ersten Mal schneit, und wenn dann die ersten Schneeflocken, die man zurecht als solche bezeichnen kann, fallen, steigt meine Laune unvermittelt und ich gehe freiwillig mehrmals am Tag Schnee schippen, nutze das als sportliche Betätigung, Gelegenheit zum Nachdenken und Durchatmen (im wörtlichen und übertragenen Sinn)
Aber heute ... ich kann keinen Schnee mehr sehen. Mich nervt das gerade gewaltig, die Kombination aus Schnee und Wind, der einem dieses Zeug überall hin weht, ins Gesicht, in den Kragen, in den Nacken, ins Auto, wenn man die Türen nicht schnell genug schließt bzw. etwas ein-/ausräumen muss, bäh! bäh! bäh!

Eigentlich mag ich auch Kälte. Aber momentan - ich bibbere vor mich hin, habe eiskalte Hände, wünschte mir eine eigene Sauna im Keller, wo ich den überwiegenden Teil der letzten Tage verbracht hätte!

Eigentlich wollte ich gestern ins Kino. Aber als ich mich dann mit einer Bekannten verabredet hatte, war mir plötzlich das gesamte Programm zuwider: 120+x min und 10+x EUR investieren, um mich noch ins Kino zu schleppen und dort wahrscheinlich während der Vorstellung einzuschlafen - nee, echt nicht. Glücklicherweise war die Bekannte nicht sauer und wir haben den Abend dann quatschend über je zwei Tassen Kaffee verbracht.

Eigentlich würde ich heute, jetzt, gerne nochmal weggehen, irgendwohin, irgendwas machen, z.B. ins Kino (ja-haa, jetzt plötzlich, gell...). Aber jetzt steht das Auto im Trockenen, und die Aussicht bei diesen (schon eingetretenen bzw. für die Nacht angekündigten) Straßenverhältnissen - weiterhin Schnee, gefrorener Schneematsch, Glatteis - unterwegs zu sein ist auch nicht gerade prickelnd (tja, gestern Nacht war es noch trocken, aber da wollte ich ja plötzlich nicht mehr).

 Eigentlich wollte und will ich schon seit Tagen die Gelegenheit nutzen um die Wohnung aufzuräumen und Papierkram zu erledigen. Aber ich kann mich nicht aufraffen, sortiere zwar hier und da halbherzig einen Stapel, aber Fortschritte bzw. Ergebnisse sind nicht zu erkennen.

 Eigentlich wollte ich endlich mal wieder bloggen. - Okay, das habe ich erledigt. Ist ja auch immer schön, wenn einem eine Beschäftigung einfällt, mit der man sich vor wichtigeren Dingen drücken kann. ;-)

 Habe gerade mal zum Fenster rausgeschaut. Es schneit!

Sonntag, 26. Oktober 2014

Arztbesuche, Antibiotikum und Allergie

Eigentlich war ich bisher ja eher ein Glücksgriff für meine Krankenkasse: gehe selten bis gar nicht zum Arzt, nur wenn's eben gar nicht mehr anders geht, nehme auch empfohlene (Vorsorge-)Termine bei FachärztInnen erst wahr, wenn mich mein Gewissen dazu drängt (das Wohlergehen meines Körpers hat für mich oft eher untergeordnete Bedeutung), und der einzige Arzt, den ich regelmäßig aufsuche, ist ausgerechnet mein Zahnarzt. Alles in allem also eine ziemlich "günstige" Versicherte. Das hat sich in den letzten Tagen mal vorübergehend geändert. Mittwoch vor einer Woche sehr früh morgens aufgewacht, erhebliche Schmerzen im Bein und in der Leiste. Nachdem ich vergeblich versucht hatte nochmal einzuschlafen, raus aus dem Bett und als brave, verlässliche Arbeitnehmerin tapfer ins Büro nach dem Motto "Arbeit lenkt ab". Dort vom Kollegen mit einem nett gemeinten "Du siehst heute irgendwie sch... aus, geht's dir nicht gut?" empfangen worden. An konzentrierte Arbeit war nicht zu denken, konnte irgendwie keinen klaren Gedanken fassen, deshalb ca. eine halbe Stunde abgewogen, ob ich in der Stadt zu irgendeinem Arzt gehe oder nach Hause fahre, bevor es noch schlimmer wird, und dann dort meine Hausärztin aufsuche. Für Letzteres entschieden. Etwa eine Stunde später dann im glücklicherweise bis auf zwei weitere Patienten leeren Wartezimmer, bereits nach 20min bei der Ärztin, welche mir attestierte, dass ich mir da eine fette Entzündung eingefangen hätte, Blut abzapfte und mich mit AU-Bescheinigung und Rezept für Antibiotikum entließ. In den beiden Tagen im Bett und auf dem Sofa, das Bein mit kalten, nassen Handtüchern kühlend, habe ich festgestellt, dass ich a) eine neue Matratze brauche, denn das ungewohnte Liegen über die übliche Nachtruhe hinaus führte zu Rückenschmerzen b) eine geregelte Tagesstruktur aka Arbeit (wie sinnlos und abgestumpft sie auch sein mag) besser als das TV-Programm ist. Die Blutuntersuchung bestätigte mit 21.000 statt ca. 9.000 Leukozyten pro Mikroliter die sowieso schon offensichtliche Tatsache, dass mein Unterschenkel und der Lymphknoten in der Leiste aus mysteriösen Gründen massiv entzündet waren. Nun denn, ich nahm das Antibiotikum, entschied mich am Freitag gegen eine weitere Krankschreibung und aus Pflichtgefühl für's Büro (mit der Folge, dass ich am Abend wieder ungefähr genauso viele Stunden mit Hochlegen und Kühlen des Beines verbrachte, wie ich gearbeitet hatte), aber so nach und nach wurde es besser und nach 8 Tagen war dann letzten Donnerstag auch die nach 2 Tagen wegen oben erwähnter Leukozyten-Zahlen nochmal höher dosierte Antibiose vorbei. Aber, so dachte sich wohl mein Körper, wenn ich jetzt schon mal verrückt spiele, dann lege ich doch noch eines drauf, und schmückte sich, ab Freitag Vormittag am Hals beginnend, mit einem Ausschlag. Da ich im Büro Stress und Ärger hatte, dachte ich zunächst, dass das wohl nur "hektische Flecken" seien und nach der Arbeit schon wieder verschwinden würden. Im Laufe des Freitag Abends breiteten sich jedoch über Dekolleté, Arme, Armbeugen, Kniekehlen, Rücken / Bauch weiter aus, so dass ich am späten Abend einen recht lustigen Anblick bot, so über und über mit roten Pusteln übersät, im Gesicht waren die Pusteln mittlerweile zu einer flächigen Schwellung ineinander übergegangen. Glücklicherweise waren Mund, Augen, Schleimhäute und vor allem Atemwege nicht betroffen. Am Samstag Morgen habe ich dann zum ersten Mal in ca. 4 Lebensjahrzehnten den Ärztlichen Bereitschaftsdienst konsultiert (und war von der kompetenten telefonischen Abwicklung durch das Callcenter incl. Vermittlung zum diensthabenden Arzt mit Terminvergabe äußert positiv überrascht!), dessen Praxis ich mit Rezept für 3 weitere Arzneimittel gegen die allergische Reaktion, das fiese Jucken etc.) sowie dem Hinweis, dass ich bei weiterer Verstärkung der Symptome oder gar Atemnot am Wochenende doch bitte nicht zögern möge den Notarzt zu rufen, wieder verließ. Verkompliziert wird die ganze Situation durch den Umstand, dass ich zwar einerseits das Antibiotikum genommen und einigen Kommentaren im Internet entnommen hatte, dass die allergische Reaktion bei manchen erst NACH Absetzen dieses Medikaments aufgetreten war (ja, ich gehöre leider zu den dummen Leuten, die im Krankheitsfall manchmal die HorrorErfahrungsberichte anderer Patienten im Internet lesen - ich führe das auf den Umstand zurück, dass ich einfach zu selten krank bin um eigene Erfahrungen zu haben), ich mir aber andererseits im Laufe der Woche erstmals die Haare mit Pflanzenhaarfarben hatte colorieren lassen, die ja auch ein nicht zu unterschätzendes Allergiepotential haben sollen. Deshalb konnten wir (der Arzt bzw. ich) nun schlecht einschätzen, was diese Allergie ausgelöst haben könnte, wobei die allergischen Hautreaktionen auf das Antibiotikum, die ich im Netz gefunden habe, den bei mir aufgetretenen doch sehr, sehr ähneln. Nun hoffe ich, dass die Medikamente ihren Dienst tun und sich zumindest die Haut im Gesicht und am Hals bis morgen wieder soweit normalisiert, dass die Leute draußen keinen Bogen um mich machen ... denn bislang kann ich noch keine großartige Wirkung der Medikamente (immerhin Cortisonpräparate) registrieren, und da jetzt Herbst-/Allerheiligenferien sind, haben leider auch einige Allgemeinarztpraxen, auch die meiner Hausärztin, geschlossen. So, nun hatte ich auch mal Krankheitscontent für mein Blog zu bieten, damit kann ich ja sonst eher nicht aufwarten. Aber selbst bei so verhältnismäßig harmlosen Problemchen weiß man Gesundheit wieder umso mehr zu schätzen. Als die Sache mit dem Fuß abgeklungen war, brannte ich z.B. darauf, endlich wieder zum Sport zu gehen ... dann kamen ein paar stressige, lange Tage im Job und schon war der Ausschlag da, mit dem ich mich dann auch nicht gerade in der Umkleide des Studios oder gar im Schwimmbad präsentieren wollte. Aber sobald ich nicht mehr aussehe, als ob ich Masern und Windpocken gleichzeitig hätte, ist endlich Sport und Sauna angesagt! P.S. Warum werden die von mir eingefügten Absätze nicht dargestellt? Ich bitte den unübersichtlichen Textblock zu entschuldigen ...

Sonntag, 5. Oktober 2014

Zunächst mal: Überschrift gibt's heute nicht. Habe nämlich gerade festgestellt, dass ich einfach zu lange überlege und darauf warte, ob mir eine interessant klingende, zum Thema des Textes passende (dabei schreibe ich doch meist wild drauf los und habe kein konkretes Thema), möglichst kreative Überschrift einfällt. Oft fällt mir keine ein, was mich frustriert und ausbremst. Deshalb lasse ich es heute nicht daran scheitern, dass es keine Überschrift gibt. Gescheitert wäre das Bloggen heute allerdings fast daran, dass Blogger gerade spinnt oder mein Netbook sich weigert mit Blogger zu kooperieren - ich weiß es nicht. Erst hat das Eingabefenster vom Editor komplett gestreikt, lediglich in der Zeile für den Posttitel hat der Cursor reagiert und ich hatte schon vermutet, dass mein Netbook Gedanken lesen kann und nun bösartig darauf besteht, dass ich mir eine Überschrift einfallen lasse, bevor es mich weiterschreiben lässt. Aber nach mehreren Versuchen und Ändern diverser Einstellungen lässt der Editor mich schreiben. Letzer Blogpost im Juli, seither ist viel Zeit vergangen, aber nicht viel passiert. Eine Woche Urlaub, ganz nett, im Urlaub auch wohlgefühlt, aber nicht in den (Arbeits-)Alltag hinüber retten können. Spätestens am zweiten Arbeitstag war alles wie immer und der Urlaub weit weg. Seither, wie vor dem Urlaub, in die Arbeit vergraben, meistens ohne Mittagspause und wenn, dann bewusst so spät, dass es in den umliegenden Bäckereien schon ruhiger, der Strom der Schüler/-innen und Studenten/-innen abgeebbt ist. Mittagspausenverabredungen sind eher nicht so mein Fall - wenn ich rausgehe, möchte ich diese halbe Stunde ganz bewusst in absoluter Ruhe genießen, eine halbe Stunde, in der mich eben niemand anspricht, anruft, per Messenger kontaktiert, eine Mail schickt o.ä. Wer mich gut kennt, weiß um diese meine "Eigenart" und auch, dass ich für ein gemeinsames Abendessen mit Kollegen nach der Arbeit, neudeutsch after-work-dinner, (fast) immer zu haben bin (und wie der Zufall es so will, fallen diese spontanen Abende dann meistens auf die Tage, an denen ich sogar meine Sporttasche im Auto habe, weil ich endlich wieder mal zum Training gehen wollte...). Im Gegensatz zu den letzten Tagen - dichter Nebel am Morgen, der sich im Laufe des Vormittags für strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel lichtete - scheint es heute konsequent trüb und kühl zu bleiben. Für mich okay. Werde heute vielleicht in die Stadt fahren und mich mit einem Buch in ein Café setzen, bei dem ich für eine Freundin einen Geschenkgutschein holen möchte. Das Schöne an diesem Café ist nämlich, dass man dort häufig Gäste alleine sitzen sieht und folglich nicht "auffällt", wenn man alleine zu Gast ist - was ja in der Stadt generell nichts Ungewöhnliches ist, hier auf dem Land hingegen schon eher. Und außerdem sind die dort so herrlich entspannt (manchmal auch entsprechend langsam im Service ;-), dass man auch selbst etwas zur Ruhe kommt. Dort kann ich mir dann auch - organisatorische und somit vielleicht tendenziell positive - Gedanken über meinen Geburtstag machen. Das Netbook kommt jetzt erst mal ans Ladekabel, damit es heute Abend wieder frisch ist. Es muss nämlich zur Zeit den PC ersetzen - manchmal etwas mühselig, hat aber auch den Vorteil, dass man nicht der Versuchung erliegt noch hierhin und dorthin zu surfen, sondern lieber früher ins Bett geht :-)

Donnerstag, 3. Juli 2014

And it burns, burns, burns...

... vielleicht nicht ganz "like fire", aber mir ist schon ganz ordentlich warm.
Sonnenbrand. Ein einziger, erster Sonnenbrand ereilt mich doch irgendwie jedes Jahr, trotz Sonnencreme. Und da ich diese Urlaubswoche nun schon zum dritten Mal für einen Besuch im Freibad genutzt und heute die Kraft der Sonne angesichts vormittäglicher Kühle einfach unterschätzt habe, glühe ich heute Nacht ein bisschen vor mich hin.
Ansonsten entwickle ich mich gerade zum großen Fan unserer kommunalen Freibäder. Eintritt regulär 2,50€ (ohne Zeitbegrenzung) und abends ab 18.00 Uhr (und früher schaffe ich es, wenn ich arbeite, sowieso nicht dorthin) bis ca. 19.45 Uhr 1,50€. Jahrelang habe ich öffentliche Freibäder gemieden: zu laut, zu nervig, zu voll und überhaupt bäh. Aber am Abend und außerhalb der Ferien ist es wirklich okay - werde mir beim nächsten Besuch dann gleich eine Zehnerkarte kaufen, was mich wiederum zwingt, dann auch regelmäßig schwimmen zu gehen, und zwar jeweils mind. 1000m. Weiteres Ziel: bei einem Schwimmverein o.ä. Schwimmunterricht für Erwachsene buchen, denn mein Rückenkraulen ist stark verbesserungswürdig und das Kraulen - nun ja, das verdient eigentlich nicht diesen Namen.

Nach dem Freibad entspannt durch die Altstadt gebummelt, einen Eiskaffee getrunken und zwei Kugeln Eis vom Konditor genossen (das Eis dort hat mir deutlich besser geschmeckt als die Einheits- bzw. Mode-Eissorten so mancher Eisdiele - wobei ich da sicherlich nicht alle über einen Kamm scheren möchte und kann). 

Am frühen Abend noch zum Gießen im Garten gewesen und mit Freude beobachtet, wie sich dort, wo die Pflanzen bzw. Beete schon gegossen waren, zahlreiche Schmetterlinge einfanden. Die Sauerkirschen, die ich eigentlich überhaupt nicht mag, sind süß wie selten zuvor - vielleicht schaue ich morgen mal nach einem Rezept für Likör oder Gelee... sofern nicht, wie so oft, die Vögel schneller sind mit der Ernte ;-)

Nun freue ich mich auf morgen Abend: während sehr viele Fußball schauen werden, genieße ich ... hm... ein leeres Schwimmbad... oder leere, ruhige Geschäfte... mal sehen :-)

Samstag, 28. Juni 2014

Smoother Start ins Wochenende

Urlaub! Ab sofort, obwohl Wochenende im eigentlichen Sinne nicht zum Urlaub gehört, okay, dann also ab Montag. Eine Woche. Eigentlich auch nur um den Resturlaub zu verbraten, den ich auf keine andere Weise konservieren bzw. verbrauchen konnte oder musste.
Urlaub. Das sind in meinem Fall selten aufregende, erfreuliche Aussichten. Es ist halt so wie immer, nur ohne Arbeit. Für meine Kolleginnen und Kollegen muss es schon langsam müßig werden mich in Verbindung mit lieben Urlaubswünschen nach meinen Plänen zu fragen. "Fährst du weg?", "Hast du denn was Schönes vor?".... "Äähh...nein. Mal die Wohnung etwas gründlicher aufräumen und putzen. Sonst nix. Naja, vielleicht mal bisschen Sport." ... "Ahhhja. ... ja... ja dann erhol' dich gut. ôô". Genau.
Soweit man sich erholt, wenn man vor dem Urlaub rotiert um drohende Katastrophen, die natürlich genau im Urlaub hereinbrechen und andere Kollegen belasten werden, abzuwenden und weiß, dass nach dem Urlaub die Erholung in just diesem Moment verpufft, in dem man der liegengebliebenen Arbeit ansichtig wird.
Aber dank jahrelanger Übung werde ich das auch dieses Mal hinter mich bringen und höre jetzt mit dem Jammern auf. ;-)

Heute Morgen fand der erste Schritt der Küchengrundreinigung statt: herumliegendes, mehr oder weniger dem Anschein, aber nicht dem Geschmack nach (über)reifes Obst verbrauchen bzw. entsorgen. Vor gut zwei Jahren hatte ich mir einen doch schon etwas tatkräftigeren Mixer Blender gekauft und dann sehr eifrig begonnen Smoothies herzustellen - ca. eine Woche lang. Danach stand der Blender protzig in der Küche, wurde aber selten benutzt, und heute Morgen war's wieder mal soweit.
Vier Nektarinen gehäutet (sie waren nicht bio und die Haut zu entfernen schien mir zumindest eine kleine Schadensbegrenzung), ein Bio-Apfel ohne Kerngehäuse, aber mit Schale, eine reife Banane (die ich in diesem Zustand - braune Fleckchen auf der Schale -  bereits nie und nimmer essen würde), ein guter Esslöffel geschrotete Leinsamen und der Saft vom Viertel einer Limette und dazu ein Eiswürfel in den Mixer. Zunächst mit der Pulse-Taste angeschreddert, bis alles kleingehäckselt war, etwas Wasser zwecks trinkbarer Konsistenz dazu (sonst hat man einen wunderbaren Babybrei ;-)) und den Blender dann noch ein paar Sekunden auf Stufe 1 oder 2 (von 6 verfügbaren) laufen lassen. Fertig.
Geschmack: naja, man ist halt ein anderes, künstliches "Süß" gewohnt, glaube ich. Es schmeckte (noch) gesund (bin gerade beim zweiten Glas).
Gestern Abend habe ich mir ein kleines Buch über grüne Smoothies bestellt, das scheint zur Zeit eine große Mode zu sein/werden, die aus den USA zu uns herübergeschwappt (im wahrsten Sinne des Wortes *g*) ist. Da diese grünen Smoothies zwar superdupergesund sein sollen, aber geschmacklich wohl etwas gewöhnungsbedürftiger sind, weil sie zu 50% aus grünem Blattwerk (Salat oder Blätter von Gemüse) bestehen müssen, taste (haha, "taste" (n) = engl. Geschmack) ich mich mittels Obst-Smoothies langsam wieder an das (in Maßen, nicht in Massen) gesunde Gebräu ran.

Heute Mittag ist dann Sport angesagt oder eher: zugesagt. Ich hab's halt jemandem versprochen, dass ich hingehe. Was auch gut so ist, denn sonst wird das in diesem Sommer oder Jahr nix mehr ... und ich weiß nun mal, dass ich mich durchaus wohler fühle, wenn ich hin und wieder trainiere - schließlich bin ich (mein Rücken v.a.) auch nicht mehr die Jüngste, und die Sauna im Anschluss ans Training ist auch ein Argument.

Jetzt muss ich erstmal aufpassen, wann der/die Post- u. Paketbote/in kommt und diese/n abfangen, weil die Packstation mein Paket mit Kleidern nicht rausrückt :-( (wenn es nicht bereits zurückgeschickt worden ist, was sehr blöd wäre, weil einige der Teile schon recht ausverkauft waren und ich genau DIE und keine anderen will ... - wenn ich schon mal Kleider einkaufe, was ansonsten so gar nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört).

Sonntag, 4. Mai 2014

Azzurro

... ist mein erster Gedanke, wenn ich hier vom PC aus schräg nach links oben aus dem Fenster schaue und einen Ausschnitt tiefblauen Himmels sehe. Und es bleibt natürlich auch nicht bei einer Betrachtung von der Wohnung aus, aber bevor ich raus gehe, schreibe ich heute, endlich, nach vielen Wochen, ja Monaten, mal wieder ein paar Zeilen ins Blog.

War vorhin schon kurz draußen, denn ich war heute -ebenfalls zum ersten Mal seit Wochen- wieder mal schön zeitig wach und habe deshalb die Gelegenheit genutzt um zwei Brötchen und ein süßes Teilchen beim Bäcker zu holen. Eigentlich sollten es ja nur Brötchen sein, das Süßzeug lacht mich derzeit gar nicht so an, aber dann hatten sie diese Streuselchen mit Rhabarber, und Rhabarber... nun ja... *seufz* ... da werde ich schnell schwach! Und als ob mich der Zufall bekräftigen wollte, hat mir die Verkäuferin auch noch versehentlich zwei Stück in die Tüte gepackt - was ich aber leider erst zu Hause bemerkt habe. Ich meine mich zu erinnern, dass sie den Betrag für ein Stück in die Kasse getippt hat... oder vielleicht ein Angebot, das ich nicht bemerkt hatte? - Wenn ich das nächste Mal dort einkaufe, werde ich das klären und ggf. das zweite Teilchen nachbezahlen. Jedenfalls bringe ich es dann gleich bei meinen Eltern vorbei, wenn ich mein Auto aus der Garage hole, so haben die beiden auch was von meinem unverhofften Frühstücksglück ;-)

Treffe mich heute mit zwei guten, "alten" Bekannten (alt im Sinne von langjährig, wenn die beiden auch tatsächlich ein paar Jährchen älter sind als ich) in unserer Kreissstadt. Schon lange haben wir ein Treffen geplant und irgendwie hat es nie klappen wollen; es ist ja heutzutage schon schwierig, für nur drei Personen einen gemeinsamen, allen passenden Termin zu finden. Aber nun ist es soweit und ich freue mich wie ein Schneekönig! Meine Zeit floss bzw. strömte in den letzten Wochen und Monaten eher ereignislos dahin, nur bestimmt vom Stress auf Arbeit und diversen Terminen, die eher von Verpflichtung als von Vorfreude gekennzeichnet waren, Aber heute ... wie soll ich es beschreiben ... da habe ich mal wieder dieses "überquellende" Gefühl in der Brust, ein gar-nicht-mehr-erwarten-Können und ein "es-wird-schön-werden", das nicht davon abhängig ist, was wir heute machen werden, sondern alleine davon, dass wir zusammen sind. Das ist umso erstaunlicher, als wir uns zwar seit vielen Jahren virtuell "kennen" (die Bekanntschaft entstand aus einem Chat heraus) und auch schon öfter getroffen haben, aber keine (engen) Freunde im eigentlichen Sinn sind. Ach - ich freu' mich (aber das sagte ich schon, nicht?! ;-)).

Das Sahnehäubchen ist das Wetter, sonnig (macht gute Laune und bietet sich für schöne Fotos an), aber angenehm kühl - so mag ich das. Bleibt nur zu hoffen, dass die Gaststätte, in der ich für das Mittagessen einen Tisch reserviert habe, so gut wie sonst ist - ich selbst war schon öfter dort und denke, die Karte bietet für jeden Geschmack etwas. Allerdings ist momentan die Zeit des "Weißen Sonntags", und so hat auch die Gaststätte heute zwei Kommuniongesellschaften im Haus, was - je nach Größe der Gesellschaft und Art der Bestellung - schon eine gastronomische Herausforderung sein kann! Naja - wir werden bestimmt nicht verhungern ;-)

PC aus - ab in den Tag :-)

Montag, 6. Januar 2014

Stöckchen-Premiere

Stöckchen habe ich schon öfter von Blog zu Blog fliegen sehen und lese gerne mit, wie sie auf  unterschiedliche Art und Weise beantwortet werden. Selbst habe ich jedoch noch keines aufgefangen (weil mir keines zugeworfen wurde) oder aufgehoben (mein alter Blog-Komplex: "Wen interessiert das denn, wenn ich darüber schreibe ?!"). Dank (doch) noch rudimentär vorhandener Neujahrs-Euphorie also heute mal was Neues !

Das Stöckchen habe ich im Blog von oachkatz liegen sehen. Für den Anfang ist es ein wirklich überschaubares Stöckchen - bitteschön.

Schnee
... mag ich sehr und durchaus auch in größeren Mengen (d.h. solange nicht der Notstand ausgerufen werden muss). Sogar Schnee schippen nehme ich in Kauf und macht mir - gewissermaßen als sportliche Betätigung zwischendurch - Spaß. Wir hatten diesen Winter leider noch keinen, ich hoffe sehr, dass sich das im Januar und Februar noch ändert.

Freundschaft
... ist etwas Besonderes. Ich habe viele Bekannte, und manche davon sehe ich ziemlich oft und wir kennen uns gut. Aber bis jemand mein(e) Freund(in) wird bzw. ist, braucht es (manchmal viel) Zeit, aber vor allem eine tiefe Vertrautheit und Sicherheit - und die fühl(t)e ich nur bei sehr, sehr wenigen Menschen.

Unordnung
... ist bei mir leider häufig vorzufinden. Das bedeutet nicht, dass es dreckig oder unhygienisch ist, darauf achte ich sehr. Aber meine Wohnung gleicht zuweilen eher einem großen Schreibtisch, Unterlagen hier, Dokumente da, eine Zeitschrift dort etc. Wenn ich dann kurzfristig und dringend etwas Bestimmtes suche (und nach geraumer Zeit finde), schwöre ich mir regelmäßig, dass ich am nächsten Abend anfange aufzuräumen ...

Graues Haar
Wenn es nur eines wäre ! Leider rotten sich bei mir immer mehr von diesen Biestern zusammen und aufgrund meiner üppigen Haarpracht und des Aufwands, den ich betreiben müsste (Freundin zu Hilfe holen o.ä.) töne / färbe ich nicht selbst, sondern gönne mir einen Besuch bei meinem Haarkünstler :-) Ich weiß, dass Haarfarben nicht besonders gesund sind, aber noch fühle ich mich zu jung, um sie rauswachsen zu lassen, und außerdem sind sie dazu noch zu uneinheitlich - dann müsste ich sie alle grau färben lassen ;-)

Rote Bete
... liebe ich! Meine Mutter baut regelmäßig Rote Bete im Garten an und macht sie dann ein, daraus gibt es im Winter leckeren Salat. Aktuell habe ich 4 vakuumierte Knollen in der Küche liegen, mit denen ich mal etwas anderes ausprobieren will als Salat, muss aber erst noch ein Rezept suchen, was sich als schnelles Feierabendgericht eignet - jemand eine Idee ?

Fernweh
... hält sich bei mir in Grenzen, weil ich Koffer packen hasse. Nichtsdestotrotz liebe ich es zu verreisen, wenn ich erst mal am Bahnhof / Flughafen / auf der Autobahn bin. Aber daheim ist es auch schön, wenn ich frei habe und einfach in den Tag hinein leben kann.

Zucker
... ersetze ich lediglich beim Kaffee durch Süßstofftabletten, weil ich sonst zuviel Zucker bräuchte, damit mir der Kaffee schmeckt ;-) Ansonsten habe ich ein unverkrampftes Verhältnis zum (puren) Zucker. In Form von Süßigkeiten aller Art sieht's da schon etwas anders aus ;-)

Kinder
... habe ich (leider) nicht.

Berlin
... will ich bald besuchen, wenn es sich einrichten lässt. 

Lieblingslied 
... ist von meiner Stimmung und den Umständen abhängig. Von Abba mit "The winner takes it all" bis zu Tiesto mit "Adagio for strings", von Bach und Beethoven bis zu Wagner, aktuelle Charts - da gibt's viele (was daran liegen kann, dass Musik im Allgemeinen eine meiner größten Leidenschaften ist).

So, das Stöckchen liegt hier mit folgenden zehn Begriffen zur Abholung bereit:
Smartphone, Feiertage, Christbaum, Geschenkpapier, Glühwein, Oberflächlichkeit, Vertrauen, Karneval, Zahnarztbesuch, Stress.