Montag, 31. Dezember 2012

31. Dezember 2012

I'm not amused.
Nächste Woche verbringe ich mit einer Bekannten 3 Tage (bzw. 2 Nächte) in einem nicht allzu weit entfernten Wellness-Hotel. In der Nacht von Freitag auf Samstag träume ich, es brenne im Hotel, wir müssten aus dem Fenster springen (was insofern beunruhigend ist, dass ich höchst selten Träume habe, an die ich mich erinnere, manchmal jahrelang nicht). Unterhalte ich mich nun gestern mit einer anderen Bekannten nach dem Sport, die sich häufiger Wellness-Aufenthalte gönnt, u.a. auch schon häufiger in besagtem Hotel, und erfahre von ihr, dass es dort vor nicht allzu langer Zeit gebrannt habe und deshalb einige Räumlichkeiten frisch renoviert seien. Zwar hatte ich auch gelesen, dass die Räume "neu gestaltet" sind, aber dass der Anlass ein Brand war, hinterlässt nun - in Zusammenhang mit dem Traum - doch ein komisches Gefühl ;-)

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 Am Samstag Nachmittag beim Einkaufen: hinter mir ein Vater mit Baby (vielleicht knapp ein Jahr ?) auf dem Einkaufswagen. Zwei Kassen weiter eine Mutter mit Baby, etwa gleichaltrig, auf dem Einkaufswagen. Plötzlich sehen sich die beiden Kleinen, strecken im selben Moment ihre niedlichen Patschehändchen aus, zeigen mit dem Finger auf den bzw. die jeweils andere(n) und lachen so herzallerliebst, wie das kleine Kinder eben tun. Das war... eine willkommene Ablenkung beim in-der-Schlange-Stehen und einfach schön :-)

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Und überhaupt: Einkaufen am Samstag vor Silvester / Neujahr bzw. heute Morgen (Silvester). Die Hölle. Eigentlich - hätte ich ja nicht mehr unbedingt in den Supermarkt gehen müssen... wenn nur das Andererseits nicht wäre - ach, bring' mal noch die leeren Flaschen im Kofferraum weg, und ich habe gerade sooolche Lust auf roten Heringssalat.... und so fand ich mich unversehens in der Einkaufshölle wieder. :-)
Apropos roter Salat: sollte für Verwandte roten Blattsalat besorgen, für deren Silvesterfeier-Buffet. Aber nirgendwo roter Eichblatt / Lollo rosso o.ä. zu bekommen, außer im "Mix-Pack", schon leicht welk und stellenweise angefault. Bäh. Was lernen wir daraus: saisonal essen, Krautsalat wäre eine Alternative ...
Im Gegensatz zu den Einkäufen unter der Woche, die ich in Märkten erledige, die auf dem Heimweg von der Arbeitsstelle liegen, fahre ich am Samstag zu einem anderen Supermarkt, dessen Fleisch- und Käsetheke ich sehr schätze ob ihrer reichhaltigen, leckeren Auswahl. Nun ein weiterer Pluspunkt: man zieht Nummern, in deren Reihenfolge man bedient wird. Funktioniert wunderbar und es kommt nicht mehr vor, dass rücksichtslose Kunden den Andrang an der Theke nutzen, um sich irgendwo mittendrin schnell dazwischen zu schieben und dann tatsächlich bedient zu werden, weil die gestresste Verkäuferin hinter der Theke natürlich auch nicht den Überblick behalten kann. Wenn mir das in einem kleinen Laden passiert, wo man die Theke und die weiteren Kunden überblicken kann, erlaube ich es mir dann durchaus, auf die Reihenfolge hinzuweisen, aber in diesem Markt würde auch ich nicht den Überblick behalten können, wer nun vor bzw. nach mir dran ist.


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Gestern Mittag mit der Familie essen gewesen. Ich bin es ja schon gewohnt, dass in der "durchschnittlichen" Gastronomie jegliche Schnitzelvariation auf einem panierten Schnitzel basiert, auch wenn es einfach nicht passt und zuviel des Guten ist (also z.B. paniertes Schnitzel unter Pilzrahmsauce oder Schnitzel "Hawaii", für das ein paniertes Schnitzel mit Schinken, Ananas und Käse überbacken wird) - Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und über die "richtige" Zubereitungsart kann man sicherlich streiten. Aber wenn ich ich nun ein Schnitzel "Hawaii" bestelle, bei dem m.E. Schinken, Ananas und Käse die wesentliche Rolle spielen, und ich auch dabei wieder auf ein paniertes Schnitzel stoße, das zu allem Überfluss ( im wahrsten Sinne des Wortes !) auch noch mit einer Flut von Rahmsauce ertränkt wurde, dann zweifle ich schon ein bisschen der Küche des Hauses. Was ich dann der (freundlichen) Bedienung auch gesagt habe. Geschmacklich war's ja okay, weshalb ich es auch nicht habe zurückgehen lassen, und einen so gut vorgewärmten Teller wie dort hatte ich schon lange nicht mehr, aber die Kombination war dann doch etwas too much.

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Heute morgen zwischen 9.30 Uhr und 11.00 Uhr dann noch schnell meine Steuererklärung für 2008 fertig gemacht und beim Finanzamt eingeworfen. Just in time. :-)

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Dann wünsche ich allen, die hier (gelegentlich) mitlesen, einen schönen, vergnüglichen Silvesterabend und einen guten Start in das neue Jahr, das allen die besten Voraussetzungen für persönliches und berufliches Wohlergehen bringen möge !

Dienstag, 25. Dezember 2012

SelbstWertschätzung

Sich selbst nicht immer oder nicht genügend wertzuschätzen, ist eine Sache.
Diese mangelnde Wertschätzung für sich selbst und seine Gedanken aber auch gleich an erster Stelle im Blog nach der Überschrift, in Form der Blog-Beschreibung, kund zu tun, ist eine andere Sache (da stand etwas in der Art wie "was eh niemand wissen / lesen will" ...  muss ja auch keiner ! So what ?)

Damit ist heute Schluss - weg damit.

Auch wenn mir jetzt gerade noch keine alternative Beschreibung einfällt, weil mein Blog unter keinem Motto steht bzw. keine klar umrissenen Themen hat - aber muss es ja auch nicht.

Sonntag, 23. Dezember 2012

23. Dezember 2012

Sommerregen - das war mein Gedanke, als ich mich kurz vor Acht auf den Weg Richtung Bäcker machte, um meine Single-Portion Backwaren einzukaufen. Mittlerweile fast schon ein kleines Ritual geworden, gewissermaßen als Belohnung für das frühe Aufstehen. Auch wenn ich nicht ganz so früh aufstehen müsste, aber ich habe das Gefühl - liegt's am Alter, beginnende senile Bettflucht ? - dass mein ganzer Tag angenehmer und entspannter ist, wenn ich nicht bis in den späten Vormittag hinein schlafe. Ganz davon abgesehen, dass meine Knochen bzw. mein Rücken anfangen rumzuzicken, wenn ich zu lange im Bett liegen bleibe. Vielleicht komme ich dann auch unter der Woche wieder mal früher raus, wenn die Differenz zu den Zeiten, zu denen ich am Wochenende zu Bett gehe bzw. aufstehe, nicht allzu groß ist.
Aber zurück zu heute Morgen - draußen erwarteten mich nasse, gefühlte 15°C. Lt. Wettervorhersage werden es zwar "nur" max. 13°C, gepaart mit 100% Niederschlagswahrscheinlichkeit - jawoll, es regnete Bindfäden.

Wenn ich dann vom Bäcker zurückkomme, bin ich wach und vermisse das warme Bett nicht mehr. PC hochfahren, Kaffeemaschine aufheizen, klamme Jacke zum Trocknen aufhängen ... und nach kurzem Zögern entscheiden, dass die Christbaumbeleuchtung aus bleibt und erst am 24.12. aufleuchtet, denn noch ist nicht Weihnachten. Gewöhnlich wird der Baum bei mir erst am 24.12. aufgestellt und geschmückt, aber dieses Jahr, mit dem Wochenende direkt vor Heilig Abend, wollte ich am Wochenende alles geputzt haben und nicht nochmal am Montag anfangen Nadeln und Schmutz beseitigen zu müssen.

Im Hinterkopf habe ich noch drei nicht allzu aufwändige Plätzchenrezepte - vielleicht backe ich heute noch ein bisschen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Ist bei mir ja immer so 'ne Sache mit dem Backen. Letztlich wird's dann vielleicht doch nix, weil ich mich nicht dazu aufraffe(n kann). Und schließlich ist es ja viel einfacher sich einfach bei Mama den Plätzchenteller mit den bekannt-bewährt-leckeren Plätzchen zu füllen als selbst welche zu backen. Würde aber gerne für ein paar liebe Freunde noch einen Plätzchenteller herrichten und verschenken, und da wäre es schon schöner, auch was Selbstgebackenes präsentieren zu können.

PC und Social Media sind Zeitfresser. Fängt man erst mal an zu lesen & schreiben, vergeht die Zeit wie im Flug. Um 7.35 Uhr aufgestanden, jetzt ist 10.00 Uhr und nicht wirklich etwas Sinnvolles getan.
Deshalb: abschalten !

Freitag, 21. Dezember 2012

Das wär' geschafft

Zwei Tage Urlaub, zwei Tage straffes Programm. Geschenke besorgen, einpacken, dies & das einkaufen, hier- und dahin fahren, der ein oder andere Termin. Kurzer Besuch beim großen Kaufhaus mit den 4 Buchstaben incl. Hackfleischbällchenverzehr. Kurz ? - Ja, kurz ! Nicht weil es so voll gewesen wäre (war okay) oder weil ich dort nichts gefunden hätte (wie z.B. die zwanzigste Rolle Geschenkpapier, Geschirr-Einzelteile, die ja soooo hübsch sind, dann aber eine freud- und gebrauchslose, jahrelange Einzelhaft im Schrank verbringen oder Kerzen, weil ich ja überhaupt keine mehr auf Vorrat im Schrank, im Keller, eigentlich überall in der Wohnung habe...), sondern weil ich in Begleitung meiner Eltern dort war. Also, mein Tipp gegen unkontrollierte Kram-Käufe in diesem Laden: Eltern mitnehmen. Schon alleine meinen mittlerweile über 70 Jahre alten, von der Größe und Organisation dieses Einkaufshauses immer wieder begeisterten Vater durch die endlosen Gänge und vor allem durch das System des "Restaurants" zu schleusen, erfordert meine ganze Aufmerksamkeit und Energie. Naja, ist ja auch irgendwie... süß.
Aber jetzt: alles geschafft - die "stade Zeit" und vor allem: Weihnachten ! kann kommen.
Denn bislang war die Adventszeit alles andere als besinnlich und friedvoll, sondern ziemlich nervig.

Gerade eben noch einen Geistesblitz im Vorbeifahren an einem Geschäft gehabt, abgebogen und für den Bruder dort eine Kleinigkeit mitgenommen, die er sicherlich gut gebrauchen (oder - wenn nicht - auch umtauschen ...) kann. Alle Lebensmitteleinkäufe sind getätigt, und was nicht da ist, gibt's eben nicht. Im Zweifelsfall tun's auch Spaghetti aglio e olio oder eine Nudelsauce aus dem Glas. Und wenn alle Stricke reißen: Pizzaservice oder fast-food-Restaurant. Pfeif' auf perfekt.

Jetzt gönne ich mir gerade erst mal einen Kaffee am PC, dann noch ein paar Karten schreiben und anschließend in der Wohnung rumputzen, weil morgen Freunde zum Kochen vorbeischauen werden.
Morgen vormittag ein paar kleine Präsente & Grußkarten verteilen, dann zum Sport und anschließend lecker kochen & essen. Ich freu' mich :-)

Aktualisierung:
Ganz entspanntes Putzen, denn der Besuch und das gemeinsame Kochen sind gecancelt. 

Sonntag, 9. Dezember 2012

9. Dezember 2012

Und auch am zweiten Advent fällt Schnee, wenig zwar, aber wenn das den ganzen Tag so weitergehen sollte - und Schneefall ist ja angekündigt - wird der Weg zur Arbeit morgen wieder ein Heidenspaß !

Während sich der Schnee am letzten Sonntag gegen Mittag in Schneeregen und das Wetter allgemein in ein ziemlich widerliches wandelte, ist es heute klirrend kalt und der Schnee der letzten Tage bleibt liegen. Gestern bei strahlendem Sonnenschein lud das gerade zu zum Spaziergang durch's "winter wonderland" ein, nur fehlte wieder mal die Zeit dazu. Und heute - keine Zeit und außerdem auch keine Lust, alleine draußen rumzustapfen.

Das ist auch gewissermaßen der emotionale basso continuo dieser Tage.
Weihnachtsmarkt ? - Nö, was soll ich da, mir ist nicht nach überteuertem, erwärmten Glühfusel.
Geschenke kaufen ? - Och nööö, bloß nicht in das hektische Gewusel der Stadt.
Weihnachtsdeko in Wohnung ? -
Wozu das denn, bin ja eh den ganzen Tag in der Arbeit und nur zum Schlafen hier.
Plätzchen backen ? -
Ach ja, das wollte ich eigentlich schon machen, aber soviel Stress und Termine, und zum Plätzchen backen brauche ich Muße und Zeit, und es wäre sowieso besser, wenn ich keine Süßigkeiten esse (zu Hause habe) und überhaupt....
Weihnachten ? -
Schön, wenn man diese Tage mit seinen Lieben genießen kann.
Nicht schön, wenn man das ganze Spektakel im Bewusstsein der eigenen Einsamkeit ertragen muss.

Und weil es (leider) sehr viele Menschen gibt, denen es dieser Tage oder generell - aus welchen Gründen und in welcher Hinsicht auch immer - noch (viel) schlechter geht, wird der Weihnachtsblues noch von einem latenten schlechten Gewissen gekrönt ("Jammern auf hohem Niveau"; "könnte mich ja an den Weihnachtstagen irgendwo sozial engagieren ... ? - oh nein, denn über Jahre hinweg viel Zeit mit intensivem ehrenamtlichen Engagement statt mit seinen Freunden (Freunden ?) verbracht zu haben ist eine nicht unwesentliche Ursache für die jetzige Situation).

Da freue ich mich doch auf die Arbeit, deren Menge mich von diesem ganzen Klimbim und süßer-die-scheinheiligen-Freundschafts- & Zuneigungsbekundungen-nie-klingen-Gesäusel gut ablenkt.

Sonntag, 2. Dezember 2012

2. Dezember 2012

Es hat geschneit, pünktlich zum ersten Advent. Und ich würde mal sagen, da geht noch was - sieht für meine Begriffe sehr nach Schneehimmel aus (und riecht wie Schneeluft).
Apropos Schneeluft: früh wach gewesen und glücklicherweise schon gelüftet - gerade eben hat Nachbar oberhalb das Holzfeuer angefacht und der Rauch legt sich in die Straße *hüstel* aber was soll's, das ist auch heimelig, solange tatsächlich Holz und nicht Kunststoff im heimischen Ofen verbrannt wird...

Jetzt erst mal raus an die frische Luft, Brötchen beim Bäcker holen, und danach - falls nötig - den Gehsteig abkehren.

Samstag, 20. Oktober 2012

Risikozone Wartezimmer

Ich gehöre bisher eher zu den Leuten, die ungern Arztpraxen aufsuchen. Zunächst mal geht man ja meistens dorthin, wenn der Gesundheitszustand sich schleichend oder plötzlich verschlechtert (hat), was generell nichts Gutes ist (abgesehen vielleicht von morgendlicher Übelkeit aufgrund Schwangerschaft). Was die Sache mit den Vorsorgeuntersuchungen (wichtig, ganz ohne Frage !), die uns das Gesundheitswesen offeriert und finanziert, anbelangt, war ich bisher altersbedingt noch nicht so sehr betroffen, das fängt jetzt erst an. Und Schutzimpfungen brauche ich nur sporadisch, so das Übliche halt, Tetanus oder so, alle 10 Jahre. Hepatitis, Malaria & Co. brauche ich nicht - mir fehlt das Geld für Urlaube in Ländern, für deren Besuch spezielle Impfungen empfohlen werden. Ansonsten sah mich mein Hausarzt die letzten Jahre also eher selten.

Nun gibt es meine Hausarztpraxis nicht mehr und ich dachte mir, hm, auch wenn du dich seit Jahren bester Gesundheit erfreust (obwohl gemäß BMI und auch sichtbar übergewichtig), solltest du dich vielleicht vor der Erkältungs- und Grippesaison um eine(n) neue(n) Medizinmann/-frau kümmern. Also Adressen rausgesucht, nach Fachgebieten gefiltert, mich bei Bekannten nach deren Meinungen und Empfehlungen umgehört und mich nun für eine Ärztin entschieden, deren Praxis a) auf meinem täglichen Arbeitsweg liegt und die ich b) ggf. auch per ÖPNV erreichen könnte, zumal sie sich c) im 5 km entfernten Nachbarort befindet; außerdem hat diese Ärztin neben dem Fachgebiet Allgemeinmedizin noch d) Naturheilverfahren als weiteren Schwerpunkt.im Angebot und e) für berufstätige Menschen optimale abendliche Sprechstundenzeiten.

Also Sprechstunde aufgesucht, mich vorgestellt, einen Termin für eine Blutabnahme vereinbart, um wieder mal die Werte zu checken (das letzte Mal ist über 5 Jahre her gewesen). Zuvor musste ich kurz im Wartezimmer Platz nehmen, wo bereits eine andere Patientin schniefend, hustend, keuchend und niesend wartete... und vor meinem geistigen Auge entstand ein Bild von durch die Luft fliegenden und über den Fußboden kriechenden, fiesen Hustenbazillen, die sich auf uns andere Patienten stürzten.

Tja - wie nicht anders zu erwarten war kratze es am folgenden Abend schon auf's Übelste im Hals, in der Nacht lag ich dann drei Stunden wach mit Halsschmerzen und Reizhusten, und dann nahm die 3tägige Erkältung ihren Lauf. Krank zu Hause bleiben war arbeitsmengenbedingt und wegen diverser anstehender Besprechungen nicht möglich, also wurde ich im Büro von meinen Kolleginnen rührend mit allem versorgt, was die Pharmaindustrie an frei verkäuflichen Mittelchen wie Lutschpastillen, Kapseln, Tabletten, Tropfen und Brausetabletten zu bieten hat. Heute war ich dann auch selbst in der Apotheke und habe einen Vorrat für den Winter angelegt, den ich vermutlich wieder - wie immer - nach 4 Jahren unangerührt verklappen muss, aber seit ein paar Stunden habe ich das Gefühl, es wird besser. Hat man die Arzneimittel erst mal im Haus, wird bzw. bleibt man offensichtlich automatisch gesund.  :-)

Mittwoch, 17. Oktober 2012

2013 kann kommen

Heuer habe ich es nicht versäumt, mich rechtzeitig mit Terminplanern einzudecken, und zwar mit solchen, die mir gefallen und nicht mit denen, die im Geschäft eben noch übrig waren.
Musste nämlich im letzten Jahr feststellen, dass die Terminplaner gewisser Hersteller so gefragt sind, dass man schon Ende Okt. / Anf. Nov. vor leer gefegten Regalen steht und auch nicht nachbestellen kann, weil nichts mehr nachproduziert wird (klar, braucht im neuen Jahr dann auch keiner mehr - es sei denn, er / sie war zu spät dran so wie ich im letzten Jahr).

Auch wenn ich mein Smartphone (intensiv) nutze, ist und bleibt mir ein schöner Taschenkalender wichtig (was zuweilen Erstaunen bei den Mitmenschen hervorruft).

Nach Stöbern im Internet sowie Einkauf bei Buchhandlung und Schreibwarenladen ist meine Sammlung für 2013 komplett:
Einer, der auch in die kleinste Tasche passt: der türkisfarbene ganz vorne. Einer zum Mitnehmen, in den ich unterwegs Termine, Geburtstage etc ein- und dann zu Hause in andere (Termin)Kalender übertragen kann (es gibt z.B. Situationen, da finde ich es unschön, auf dem Smartphone rumzutippen, oder habe es schlicht und einfach nicht dabei): der graue mit den Ornamenten. Einer dient mir in gewisser Weise als strukturiertes Tagebuch, in den bzw. das ich am Ende des Tages eintrage, was ich getan habe, wo ich war, welche Erlebnisse / Begegnungen des vergangenen Tages schön oder weniger schön waren und noch einiges mehr: der große kunterbunte ganz hinten. Und zu guter Letzt einer als stille Reserve, denn ich habe noch für jeden Kalender einen guten Zweck gefunden: der ockerfarbene.

Freitag, 5. Oktober 2012

Schusters Rappen

Seit heute wieder im Besitz amtlicher Wanderschuhe. Eventuell steht noch Ende Oktober ein (verlängertes Wander-)Wochenende mit Freunden an, sofern wir noch eine Unterkunft bekommen. Der Empfehlung des Verkäufers (oder besser gesagt: Orthopädieschuhtechnikermeister, was wohl die sehr gute Beratung erklärt) gemäß werde ich meinen Sonntagsspaziergang dann mit diesen beiden hier antreten (die grottige Qualität von Bild & Bildbearbeitung zwecks Entfernung von Marken-/Firmennamen bitte ich zu entschuldigen):




Mittwoch, 3. Oktober 2012

F(r)eiertag

Für den heutigen Feiertag habe ich mir nur eine Stunde länger im Bett zugestanden als an normalen Werktagen. Und damit ich nicht der Versuchung erliege doch nochmal unter die warme Decke zu schlüpfen, habe ich unmittelbar nach der Katzenwäsche sämtliche Fenster aufgerissen - es roch in der Wohnung noch nach meinem Abendessen von gestern, einem Hähnchencurry aus Hähnchenbrust, gelber Paprika, Zwiebel, Ingwer, Joghurt und einmal-quer-durch-den-Gewürzschrank aka Salz & Pfeffer, Bockshornkleesamen, Kreuzkümmel, Schwarzkümmel, Kurkuma (für die Farbe, viel Eigengeschmack hat das Zeug ja irgendwie nicht), Currypulver, roter Currypaste und etwas Soja-Sauce. Schmeckte gestern Abend sehr lecker, aber das abgestandene Odeur eines am Vortag gekochten Essens lässt am nächsten Morgen doch sehr zu wünschen und den Wunsch nach frischer Luft übrig ...

Eigentlich schon angezogen für meinen sonn- und feiertäglichen 8.00-Uhr-Besuch bei der örtlichen Bäckerei entschied ich mich dann doch gegen frische Brötchen (und Süßkram...) und nahm mit dem altbackenen Inhalt meiner Brotschublade Vorlieb. Nun gut, Kaffee gekocht, ein Brötchen mit Marmelade geschmiert, PC angeschalten (erst mal gegoogled, ob es nun "angeschaltet" oder "angeschalten" heißen muss und gelernt, dass mein Bauchgefühl für "angeschalten" nicht falsch war, es sich dabei aber um eine veraltete Form handelt und "schalten" mittlerweile schwach konjugiert wird, also "ich habe angeschaltet"; als Liebhaberin veralteter Ausdrücke bleibe ich aber lieber bei der alten Form), ersten Rundgang zu meinen bevorzugten Ecken des Internets gemacht, Mails abgerufen. Erster Biss ins Brötchen - hmmppffrrgg - auf dem Bissen vorsichtig herumgekaut und den Geschmack für etwas sonderbar empfunden, das Brötchen einer genaueren Prüfung unterzogen... und einen winzigen Schimmelfleck entdeckt. Übersehen :-( Nun ja, man weiß ja mittlerweile, dass bei Brot der Schimmelpilz eigentlich schon überall ist, wenn er irgendwo sichtbar wird. Mahlzeit.Ich werd's überleben :-). Brötchen also entsorgt und somit einen Grund gehabt, DOCH zum Bäcker zu gehen :-)
So kam ich doch noch zu meinem Morgenspaziergang, widerstand beim Bäcker trotzdem dem Süßkram und frühstückte im zweiten Anlauf eine Laugenbrezel und einen Apfel mit dem restlichen Joghurt, der beim Kochen am Vorabend übrig geblieben war.

Der Unzufriedenheits-Flash, der sich im letzten Post niedergeschlagen hatte, ist halbwegs überwunden. Gestern einen guten Tag im Büro gehabt, deshalb auch für Donnerstag und Freitag motiviert. Vielleicht ist mein Problem weniger der Stress an den Arbeitstagen (der bleibt einfach nicht aus und die Möglichkeiten, den Umgang damit zu verändern, sind begrenzt) als vielmehr der fehlende Gegenpol an den Wochenenden und Feiertagen. Vielleicht müsste ich mich zu mehr "Freizeit(stress)" zwingen ?
Rudimentäre Erinnerungsfetzen an den Chemie-Unterricht vor einer halben Ewigkeit: manch exotherme Reaktionen benötigen zunächst eine gewisse Aktivierungsenergie, damit die Reaktion überhaupt anläuft (so war das doch ?).
Vielleicht muss ich mich zu (Freizeit-)Aktivitäten (außerhalb der Arbeit) zwingen (Selbstüberwindung als Aktivierungsenergie), damit ich (dann doch) Freude daran empfinde und einen positiven Effekt, einen Gewinn daraus ziehe (also Erholung und Stressabbau als exotherme Reaktion), statt zu Hause zu bleiben, weil ich nicht zusätzlich Freizeitstress haben möchte ?

Gestern rief mir ein guter Freund aus dem Internet in Erinnerung, einfach mal "ich muss" und "ich soll(te)" in meinem Sprachgebrauch durch "ich möchte", "ich kann" oder "ich darf" zu ersetzen.
Okay, ich reagiere zuweilen etwas allergisch, wenn man mir mit irgendwelchen oberflächlichen Motivations-Tricks und positiv-Denken-Floskeln kommt, aber das hängt auch immer davon ab, von wem mir das gesagt wird (im Falle dieses Freundes kann ich es akzeptieren).
Und ja... das lässt manches in einem anderen Licht erscheinen:
  • Ich muss heute Mittag nicht zu Termin X (weil ich eine Einladung bekommen und zugesagt habe, obwohl ich befürchte, dass es nicht besonders unterhaltsam sein wird), sondern ich darf (weil die Einladung zeigt, dass man mich wertschätzt und gerne dabei haben möchte) und kann dorthin laufen (weil ich zwei gesunde Beine, einen gesunden Körper habe und gehen kann wohin und wann ich will, ohne z.B. auf andere Menschen angewiesen zu sein).
  • Zwar muss ich auch, aber vor allem kann ich morgen zur Arbeit (weil ich, im Gegensatz zu vielen Menschen in unserem Land bzw. auf der ganzen Welt, die Möglichkeit und Chance habe, in einem halbwegs gut bezahlten Job unter akzeptablen Arbeitsbedingungen zu arbeiten, ohne ausgebeutet zu werden) und darf in diesem Job ziemlich eigenverantwortlich arbeiten, weil ich weiß, dass mein (direkter) Vorgesetzter mir vertraut und mich schätzt.
Wenn man dann noch beruflich tagtäglich mit Menschen in sehr schwierigen Lebenssituationen konfrontiert wird, verschwinden die eigenen Sorgen & Probleme zwar nicht, aber man gewinnt doch eine andere Perspektive.

So, Müslischüssel (Apfel / Joghurt) leer, jetzt darf / kann ich spülen, weil bei uns fließend kaltes und warmes Wasser zu erschwinglichem Preis eine Selbstverständlichkeit ist (wenn dir / Ihnen der Wasserpreis zu hoch erscheint, empfehle ich eine Besichtigung der örtlichen Wasserförderungs-/aufbereitungsanlagen mit fachkundiger Führung, evtl. auch der Abwasserreinigungs-/kläranlage).
Wenn's um Urlaub oder die allerneueste Technologie geht, spielt Geld für viele keine (große) Rolle, aber bei der Grundversorgung, z.B. mit Lebensmitteln oder eben Trinkwasser, kommt's manchen auf Cent-Beträge an. Verkehrte Welt.


Samstag, 29. September 2012

Und jetzt ?

Bin gerade mit allem unzufrieden.
Mit mir. Mit meinem Alltag. Mit meiner Arbeit(sleistung).
Ach ja, und auch mit meinem Blog.
Das ist doch sowas von gewöhnlich, von trivial hier.
Schon "Frau Alessa" - wieso habe ich mir damals nicht was Besseres einfallen lassen ?
(Naja, vermutlich ist mir eben damals nichts Bessseres eingefallen...).
Überhaupt die Aufmachung des Blogs (nun, ich meine mich zu erinnern, das Layout mal auf "ganz neutral" zurückgestellt zu haben in der Absicht, etwas Neues zu kreieren - wie man sieht, nix draus geworden).
Muss später mal schauen, was man hier überhaupt wie ändern kann.
Später (wie war das mit den Zielen, konkret terminiert sollten sie sein, nicht ?).
Also dann, bis später.

Sonntag, 9. September 2012

What a wonderful morning !

Das ist ja jetzt schon eine ziemlich blöde Überschrift für ein Blogpost. Klingt so übertrieben nach positiv-denken-die-Welt-ist-schön-Motivationsgedöns. Aber wenn man um 7.45 Uhr aus dem Haus geht und der Weg zum Bäcker einen geradewegs in Richtung der aufgehenden Sonne führt, man die Straße noch alleine für sich hat und sie überqueren kann ohne auf seinen Weg zu achten, denn ein herannahendes Auto, ja selbst ein Fahrrad würde man in dieser Stille hören, wenn die Vögel sich die Seele aus dem Leib zwitschern, und das Licht und alle Geräusche diese goldene Färbung angenommen haben, die einem signalisiert: jetzt kommt ein fulminanter Herbst.... dann ist das genau das Richtige für mich.

Hoffe nun sehr, dass der Rest des Tages genauso weiter geht, wie er begonnen hat. Schließlich hat er die besten Chancen dazu bzw. ich habe die besten Chancen, ihn zu einem wundervollen Tag zu machen !
(Mist, das klingt schon wieder nach Motivationscoach ... hmpf.)
Aber es stimmt schon, nicht die Dinge und Umstände sind schlecht, sondern die Gedanken, die ich ihnen möglicherweise zuordne, und die Art und Weise, wie ich sie empfinde bzw. damit umgehe.
Die Aussichten für diesen Tag sind besser als ich sie in den letzten Monaten jeweils hatte, also werde ich heute gefälligst meinen breiten Hintern, das Doppelkinn und die Mundwinkel hochkriegen, jawoll ! :-)


Am Freitag Abend mit Freunden (in den letzten Monaten war ich mir nicht mehr so sicher, ob "Freunde" wirklich noch die passende Bezeichnung sei, aber es geht aufwärts) in einem schnuckeligen Bistro. Nach einer Käseauswahl mit Baguette, Trauben und Oliven gab's Quiche Lorraine, eine französische Pizza (was auch immer daran französisch war...) und Flammkuchen mit Schmand, Zwiebeln, Champignons und Kräutern, anschließend ein Baguette mit Schinken und Käse (für die Begleiter) und einen mit Schmand, Zucker und Birnenscheiben belegten und mit Williamsbrand flambierten Flammkuchen für mich... mmmhh :-)
Danach waren wir dann satt und zufrieden und hatten uns vor allem auch gut unterhalten, ein paar (v.a. meiner) Missverständnisse der letzten Wochen und Monate haben sich aufgelöst. Heute Nachmittag sehen wir uns nochmal zu "Gutes-aus-Mamas-Garten-statt-Kaffee": es gibt Caprese von Mamas herrlich aromatischen (und zahlreichen) Strauch-, Eier- und Cocktailtomaten, Wasser- & Honigmelone aus Eigenbau (ja, das geht hier bei uns, und es geht sehr gut, die Melonen wachsen zwar nicht auf Medizinball-Größe wie die aus dem Supermarkt, sondern bleiben etwas kleiner, schmecken aber ungleich aromatischer !) mit luftgetrocknetem Schinken und scharfer Salami dazu, vier Sorten Käse (sehr pikanten Vierwaldstätter, Dijonsenf-Käse, eher süßlich-milden Feigensenf-Käse und dazu noch eine Weichkäserolle mit grünem Pfeffer) und diverse Olivensorten, dazu Baguette. Ach, da fällt mir ein, ich muss noch den Wein kühl stellen.

Vorher machen wir einem Biergarten in der Nähe unsere Aufwartung, der in diesem Jahr von einem neuen Pächter übernommen wurde, in dessen ehem. Lokal wir früher gerne und gut(bürgerlich) gegessen haben.

Und ehe man sich versieht, ist dann der Sonntag wieder rum und es geht morgen ins Büro.

Kurz vor Zehn packe ich dann meine Sporttasche ins Auto, fahre zum Studio, mache Sport gehe unter die Dusche und danach evtl. noch kurz in die Sauna oder lege mich auf dem Balkon in die Sonne (habe ja hier keinen Balkon).

Manchmal  Eigentlich geht's mir schon recht gut.
Es gibt (viele) Menschen, die haben größere (richtige !) Probleme.
Deshalb: enjoy !

Freitag, 17. August 2012

Wieder zu Hause. Gestern Abend gelandet, nachts noch die dreckige Wäsche aus dem Koffer gekramt und dann erst ins Bett gefallen. Heute im Büro den dicken Poststapel in Augenschein genommen - und fünf Telefonat später gewusst, dass ich heute vermutlich auch gar nicht erst werde beginnen können ihn abzuarbeiten. Lange im Büro geblieben, anschließend bisschen Körperertüchtigung. Bei der lieben Mutter Reste vom Abendessen vertilgt, dann mit dem Auseinanderklauben und Aufräumen der einzelnen Handgepäckbestandteile weitergemacht, aber zu müde. An den PC, Mails abrufen, bisschen rumsurfen - und dabei eine sehr freudige Überraschung erlebt, dir noch von einem "zu-schön-um-wahr-zu-sein"-Gefühl überlagert ist. Aber ich bin immer noch happy :-)
Den Tag morgen werde ich auch noch schaffen, dann wird ein bisschen was eingekauft - der Kühlschrank ist noch urlaubsbedingt leer - und das restliche Gepäck bzw. die Koffer endgültig geleert und aufgeräumt.
Plan für's Wochenende: Schwimmen gehen (es soll 35°C heiß werden, aber hey ! wir hatten letzte Woche im Urlaub 39°C, das wäre doch gelacht...).
Jaja, ganz triviales Befindlichkeitsbloggen heute wieder.
Aber vielleicht reicht am Wochenende Zeit und v.a. Kraft, um ein bisschen vom Urlaub zu berichten.

Montag, 6. August 2012

Angekommen !

Hat ja alles geklappt wie am Schnürchen. Auf die Minute genau abgeflogen, im Flugzeug mit Kaffee, Soft-Drink und Brötchen (naja, Bäcker-Handwerkskunst ist was anderes, aber einem geschenkten Gaul schaut man net ins Maul...) mit schmackhaftem rohen Schinken, Parmesanspänen und Rucola verwöhnt worden, fast pünktlich gelandet, binnen 10 min das Gepäck bekommen und 10 min später hatten wir auch unseren (sauberen und hübschen) Mietwagen. Alles super ! Bei unserer Ankunft (und auch beim Frühstücken im Ferienhaus) regnete es, aber seit heute Mittag scheint wieder die Sonne :-) wir haben uns im Supermarkt für die ersten Tage mit Getränken, Obst und Süßkram eingedeckt, sündig-süßes Gebäck genascht, waren mehrmals im bzw. liegen am Pool. Läuft :-)

Und tschüss !

Noch ein paar Zeilen, während ich mit meiner Müslischüssel am PC sitze. Habe gerade noch 4 Din-A4-Seiten Catalá rausgelassen. Normalerweise kann ich mir Sprachen / Wörter gut merken, musste in der Schule auch nie Vokabeln lernen, weil sich die alleine durch's Lesen der Texte bei mir einprägten. Vor etlichen Jahren habe ich dann mal 7 Semester VHS-Spanisch absolviert, wovon zwar nicht viel, aber doch ein paar Brocken hängen geblieben sind - was mir aber auf Mallorca nur bedingt nutzt, denn dort spricht man ja Katalanisch und das finde ich schon deutlich anders ("französischer").

Hatte gestern nach dem Mittagessen noch ein bisschen geputzt und die Wohnung halbwegs ordentlich gemacht und mich dann kurz nach Vier ins Bett gelegt. Dann muss ich wohl zunächst bis Sieben, dann nochmal bis Neun geschlafen haben. Aber danach war's vorbei - bis halb Zwölf war ich mehr oder weniger wach, bin höchstens mal ein bisschen weggeschlummert. Hoffe, ich habe trotzdem genug Schlaf bekommen. Jetzt spüle ich noch schnell die Müslischüssel (Müsli mit Joghurt... das ist genau die richtige Konsistenz, falls der Flug wider Erwarten unruhig werden sollte... *harhar*), dann lade ich mein Gepäck ins Auto und hole den jungen Mann ab ;-) Ich hoffe sehr, dass er mit seiner knapp bemessenen Einschätzung, was Fahrtzeit und Check-in anbelangt, richtig liegt - sonst dürfen wir sprinten ;-)

Adéu !

Samstag, 4. August 2012

Abgehakt

Die letzten Tage wurden mehr oder weniger vom Abarbeiten diverser Listen bestimmt. Im Büro hatte ich mir die Angelegenheiten notiert, die ich auf jeden Fall noch vor dem Urlaub abschließen oder in irgendeiner Form voranbringen oder angehen musste. Verkehrsbedingt kam ich am Donnerstag sehr verspätet ins Büro (1,5h später als sonst) und um am Abend nicht an der gleichen Stelle, nur in Gegenrichtung, im Stau zu stehen, hatte ich mir wohlweislich schon meine Sporttasche mitgenommen, blieb lange im Büro, ging im Anschluss direkt zur Leibesertüchtigung, und konnte dann frisch geduscht und gestriegelt auf ruhigen Straßen nach Hause fahren.
Am Freitag stand ich, motiviert vom Bewusstsein, dass das mein letzter Arbeitstag vor dem Urlaub ist, sehr früh auf, überraschte meine Zimmerkollegin mit meinem zeitigen Erscheinen und nahm mir vor, dieses Mal nicht erst am späten Abend mega-gestresst das Büro zu verlassen. Ich war dann zwar doch ein bisschen länger als geplant, aber so entspannt wie am Freitag habe ich schon lange nicht mehr vor dem Urlaub das Büro verlassen.

Gestern dann doch noch den neuen Koffer umgetauscht (siehe vorheriger Eintrag), weil sich beim "Probe-Packen" herausgestellt hatte, dass ich ihn nicht so voll bekommen würde, dass er zwecks Stabilität wirklich prall gefüllt sein würde. Jetzt habe ich einen geringfügig kleineren, dafür m.E. wesentlich stabileren Koffer gewählt, und obwohl ich es hasse, mit Verkäufern zu verhandeln und das in der Regel auch nicht tue, bekam ich den Koffer 20,00 EUR günstiger (es handelte sich eigentlich um ein Missverständnis, welches der sympathische Chef des Hauses zu meinen Gunsten auslegte und mir den Koffer zu dem Preis gab, von dem ich annahm, dass es der Preis des Koffers sei - tatsächlich lag der Koffer bei 20,00 EUR mehr).
Zu Hause angekommen gleich den (neuen) Koffer (neu) gepackt, jetzt muss nur noch das Handgepäck incl. Netbook ordentlich und gut gepolstert im kleinen Köfferchen verstaut werden.

Heute ging dann noch die Eitelkeit mit mir durch, denn ich möchte die Gelegenheit im Urlaub nutzen um meine Fingernägel in eine schöne Form wachsen zu lassen. Habe deshalb noch einen Abstecher in die Drogerie gemacht (die sehen mich sonst fast das ganze Jahr nicht, aber wegen des Urlaubs war ich nun schon 4x dort) und mir 2 Fläschchen Nagellack (einen zeitlosen, aber eleganten Beige-Braun-Ton und ein eher modisches, kühles Grau) zzgl. Nagellackentferner-Pads, einen Lippenstift (irgendwas zwischen Rosenholz und Beige, passend zum Nagellack) sowie ein Lidschatten-Trio in Beige- u. Brauntönen gekauft. Irgendwie habe ich so eine doofe Überzeugung, es sei lächerlich, wenn ich mich versuche etwas schick zu machen, obwohl ich nun mal (zu) dick bin. Blödsinn, eigentlich.

Jetzt werde ich noch mein Handgepäck fertig packen und wiegen. Morgen Mittagessen mit Familie, anschließend ab in die Dusche, gegen 15.00 Uhr ins Bett und ca. um Mitternacht raus aus den Federn. Gegen halb Zwei fahre ich dann los, hole meinen Reisebegleiter ab ("junger Mann zum Mitreisen gesucht" bzw. gefunden *g*) und dann ab zum Flughafen. Schön. <3 br="br">

Montag, 23. Juli 2012

Wenn eine(r) eine Reise tut ...

... dann kann er oder sie danach viel(leicht) erzählen; vorher muss er oder sie aber erst mal seinen bzw. ihren Koffer packen. Und bevor man den Koffer packt, muss man sich erst mal überlegen, was man im Urlaub so brauchen wird bzw. was man alles mitnehmen möchte. Und vielleicht braucht man auch erst mal einen Koffer, den man packen kann.

Da ich zwischen dem Jahr 2000 und 2011 überhaupt keine nennenswerten Reisen gemacht habe - von 2 Tagen Wildschönau (Österreich) und gelegentlich einer Übernachtung in Bad Brückenau oder Bad Kissingen zwecks Wellness abgesehen - bin ich in Sachen Urlaubsvorbereitungen nicht so routiniert. Für die vorgenannten Kurzurlaube musste ich mir entweder keine Gedanken über Gewicht und Menge der Gepäckstücke machen, weil wir sowieso mit dem Auto fuhren (Österreich) oder es reichte eine kleine Tasche, weil man im Spa-Bereich sowieso den ganzen Tag im Bademantel herumlungert und nur zu Frühstück und Abendessen bzw. anschließendem Besuch in der Bar vernünftige Kleidung braucht.
Für meinen ersten Flug seit vielen Jahren im Jahr 2011 hatte ich mir also den schon fast antiken Hartschalenkoffer meiner Eltern ausgeliehen, ein Ungetüm auf Rollen, an dem es noch keinen Haltegriff mit Teleskopstange gab, so dass man den Koffer immer leicht seitlich gebeugt hinter sich herzieht, von 360°-drehbaren Rollen ganz zu schweigen. Nun gut, seinen Zweck hat er dennoch erfüllt.
Da meine neue Sonnenbrille sowie Kontaktlinsen beim Optiker zur Abholung bereit lagen, der alteingesessene Lederwarenhändler im gleichen Städtchen dieser Tage aber auch einige verlockende Angebote hatte und ich sowieso noch eine Strandtasche brauchte (die hatte ich mir nämlich letztes Jahr, als ich mich recht kurzfristig zum Urlaub entschlossen hatte - 3 Wochen vor Abflug gebucht - noch schnell von einer Kollegin geliehen), bin ich also nach der Arbeit dorthin gefahren und habe einen grooooßen Koffer erstanden: 93l Volumen, 4,5kg Gewicht - angeblich - und mit der Möglichkeit, ihn nach einem Probe-Packen-und-Wiegen noch zurückzugeben, solange ich ihn bis dahin pfleglich behandle (sehr entgegenkommend und ein guter Grund, diesem Geschäft auch weiterhin die Treue zu halten). Außerdem ein wahres Schnäppchen von Strandtasche und als Dreingabe vom Chef des Hauses noch eine "Apfeltasche" aus Filz für mein Smartphone. - Also nein, eigentlich mag ich Shopping ja so gaaaar nicht, aber wenn's mich dann erst mal erwischt - hach :-)
Jetzt befürchte ich nur, dass es mit den höchstzulässigem 20kg deshalb nicht hinhauen könnte, weil der Koffer - wie im Laden nochmal betont - gut gefüllt sein muss, damit er beim Gepäcktransport am Flughafen auch sicher keinen Schaden erleidet. Nächstes Wochenende ist also vergleichendes Doppel-Kofferpacken angesagt (mit dem neuen Koffer und dem alten Koffer der Eltern).
Und während ich so schreibe, denke ich mir: ach ja, ich hab' vielleicht "Luxusprobleme"...

Heute einen guten Tag auf Arbeit gehabt, obwohl immer viel zu tun war und ich nicht all das geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe. Aber es lief einfach gut - obwohl heute sowohl die Fensterputzer im Haus herumwienerten und nebenan auf dem Flachdach die gesamte Begrünung abgetragen und die Dichtungsfolien etc. entfernt wurden. Leider keine hübschen Bauarbeiter ;-) aber Respekt, was ihre Arbeit angeht, möchte ich nicht mit ihnen tauschen. Da geht's mir am Schreibtisch doch noch recht gut.

Morgen Abend ist Sport geplant - StepAerobic. Ganz tolle Idee, wo doch schon heute für den Rest der Woche Temperaturen an die 30°C oder darüber angekündigt wurden. Ich gehörte ja früher schon zu den Irren, die bei 35°C Außentemperatur auch noch zwei Stunden Spinning o.ä. machten. Allerdings hatte ich da ca. 20kg weniger auf den Rippen. Da schwingt wohl auch ein trotziges "ja, Mädels, auch eine dicke Frau schafft das !" mit.Bleibt nur zu hoffen, dass ich die sportliche Aktivität nicht am späten Abend gleich wieder mit Naschen kompensiere ...

Samstag, 21. Juli 2012

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen...

... wird wohl die Devise für die restliche bis zum Urlaub noch verbleibende Zeit sein.

Gestern von einer dreitägigen Fortbildung nach Hause gekommen. Die Fortbildung ist "heiß begehrt", es gibt nicht viele Plätze und ich hatte mich schon seit ca. zehn Jahren darum beworben ohne bisher zum Zug gekommen zu sein. Dieses Jahr, endlich, bekam ich einen Platz, wenn auch der Zeitpunkt sehr ungünstig war, da im Büro zur Zeit generell "Land [bzw. Schreibtisch] unter" ist. Tja, was soll ich sagen - schade um die drei Tage. Der fachliche Teil der Schulung war schlecht organisiert, die Dozenten ließen eine didaktische Aufbereitung ihres Stoffs mehr oder minder vermissen, die Inhalte waren nicht aufeinander abgestimmt. Einem der Dozenten war nicht einmal klar, in welcher Funktion / welchem Aufgabenbereich wir (die Teilnehmer) eingesetzt sind und wozu wir die Schulung brauchen (was aus der Kursbeschreibung sehr wohl explizit entnommen werden konnte), folglich setzte er zunächst ganz unpassende Schwerpunkte, bis er von einer Kursteilnehmerin dann mit recht deutlichen Worten "eingespurt" wurde. Die Unterbringung / Verflegung hingegen war gewohnt gut, da gab's nichts zu meckern, und die Gruppe war auch okay - aber den (Haupt-)Zweck Fortbildung erfüllte der Kurs leider nicht..
Fazit: hätte ich mir ein gutes Buch zum Thema gekauft und zu Hause gelesen statt drei Arbeitstage auf Fortbildung zu vergeuden, müsste ich nun im Büro das Versäumte nicht wieder aufholen (was voraussichtlich deutlich mehr als 3 Tage in Anspruch nehmen wird). Meine "Fortbildungsfreude" ist ziemlich getrübt.

Meinen Besuch in München, wo ich zu einer Feier eingeladen war und von Samstag auf Sonntag übernachten wollte, habe ich dann am Freitag Morgen kurzerhand abgesagt und werde stattdessen im Büro sitzen. Und obwohl ich mir jetzt noch vornehme, dass ich diesen Samstag nicht so lange bleibe wie beim letzten Mal, glaube ich, dass ich mich nicht an diesen Vorsatz halten werde.
Ich wäre gerne nach München gefahren und bin sehr enttäuscht, dass ich mich nicht mit (m)einer ehem. Studienkollegin und Freundin dort treffen kann.
Werde morgen noch eine Karte kaufen und ihr darin die Gründe etwas ausführlicher schildern.

Der Lesestoff für den Urlaub ist nun vollständig, Schuhe habe ich auch gekauft, morgen hole ich bei einem Geschäft in der Stadt noch eine Bluse, die ich dort habe zurücklegen lassen. Ich hatte mir die Bluse bereits in einer anderen Farbkombination gekauft und festgestellt, dass sie sich sehr angenehm trägt und ganz leicht ist. So habe ich zwei hübsche, aber leichte Blusen (wir erinnern uns: Koffer max. 20 kg), mit denen ich auch mal schicker essen gehen kann - ich mag nicht überall mit schlabberigen Strandklamotten rumlaufen.
Auch die Kontaktlinsen sind endlich eingetroffen, so dass ich am Montag Abend die Linsen sowie die neue Sonnenbrille beim Optiker abholen kann.
Die Urlaubsvorbereitungen laufen also ganz gut - wenn nur die Arbeit nicht wäre. Hmpf.

Sonntag, 15. Juli 2012

Der Countdown hat begonnen

Ab sofort werden die Tage bis zum Abflug gezählt. Und nicht erst seit heute zieht bei mir endlich auch die Vorfreude ein. Auch wenn ich es bis zum Urlaub vermutlich nicht geschafft haben werde, soviel abzunehmen wie ich abnehmen wollte - da pfeif' ich jetzt mal drauf ! (Okay, ich weiß, morgen werde ich bestimmt wieder einen Anflug von hach, hättest du dieses nicht gegessen oder jenes nicht gefressen und überhaupt dich besser im Griff gehabt und jetzt gibt's unter der Woche nur noch Salat und außerdem gehe ich so oft es geht zum Sport aber es ist nun so wie es ist und wenn meine Figur bis zum Urlaub noch einen Hauch strandtauglicher wird, freut es mich, wenn nicht, ist es jetzt auch gelaufen !).

Bereits letzte Woche hatte ich eine neue Sonnenbrille in Auftrag gegeben (welche ich auch unabhängig von der Reise gebraucht hätte, weil ich die Sonnenbrille auch beim Auto fahren benutze und meine alte nicht mehr ganz meiner aktuellen Sehstärke entsprach) und außerdem Kontaktlinsen bestellt. Desweiteren hatte ich Urlaubslektüre geordert, nämlich Arthur Schnitzlers Traumnovelle, Jane Austens Stolz und Vorurteil sowie Hermann Hesses Siddhartha - allesamt in handlichen und vor allem leichten Formaten (Koffer max. 20kg !).

Heute dann noch ergänzend online geordert: The Magic von Rhonda Byrne in der engl. TB-Ausgabe (mal sehen, ob ich mit dieser Art von ... hm... spiritueller Literatur etwas anfangen kann, ist mein erstes Buch dieser Art), Hans-Ulrich Grimms Die Suppe lügt: Die schöne neue Welt des Essens sowie Friedrich Schorbs Dick, doof und arm: Die große Lüge vom Übergewicht und wer von ihr profitiert. Wenn dann alle Bücher bei mir eingetroffen sind, werde ich die ersten Seiten überfliegen und entscheiden, welche drei bis vier Bücher mitfliegen dürfen. Da ich zusätzlich am Flughafen noch eine Wochenzeitung kaufen werde, bin ich dann mit Lektüre mehr als eingedeckt, und wenn alle Stricke reißen sollten, kann ich immer noch 10 Tage lang Blogs auf dem Smartphone mitverfolgen. Oder mir eine spanische Tageszeitung kaufen und versuchen zu lesen... habe in irgendeinem Roman gelesen, dass dies auch eine Möglichkeit sei eine fremde Sprache zu erlernen.

Die kommende Woche ist stressig, morgen hoffe ich nicht allzu lange im Büro festzuhängen, damit ich meine Kontaktlinsen und Bücher abholen und evtl. noch nach urlaubstauglichem Schuhwerk schauen kann (ich hasse einkaufen, und ich hasse ganz besonders Kleidung / Schuhe einkaufen....). Anschließend muss ich mein Köfferchen fertig packen, da ich von Dienstag morgen bis Donnerstag Abend auf einer Fortbildung bin. Am Freitag nach dem Büro schnell nach Hause, umziehen, wieder zurück in die Stadt, Konzert spielen.
Samstag Abend bin ich eigentlich zu einer ehem. Studienkollegin und lieben Freundin zur Geburtstagsfeier eingeladen, was allerdings eine An- und Rückreise von jeweils ca. 350km bedeutet, und ob ich im günstig gelegenen Hotel noch ein Zimmer ergattern kann, klärt sich erst am Mittwoch oder Donnerstag. Wenn ich also fahre und erst am späten Sonntag-Nachmittag wieder zurück komme, schließt sich unmittelbar die Einladung zu einer (Binnen-)Schifffahrt am Sonntag Abend an, da heißt es um 19.00 Uhr "anchors away" - wenn ich bis dahin nicht zur Anlegestelle gehetzt bin, muss ich wohl hinterherschwimmen :-)
Alles in allem freue ich mich also fast darauf, Montag in einer Woche einfach nur wieder im Büro zu sitzen und zu arbeiten. ;-)

Freitag, 6. Juli 2012

Von wegen früher Vogel und so

Heute ist mein vorletzter Urlaubstag. Da ich leider in den letzten Tagen zuviel herumgegammelt habe, sind noch einige Dinge zu erledigen, die ich im Laufe der Woche, mit ein bisschen mehr Motivation, schön gemächlich und wohl dosiert, eines nach dem anderen, hätte erledigen können. Aber solange die Woche noch lang ist, kann man's ja verschieben, auf den nächsten Tag oder auch auf den übernächsten. Ist ja schließlich Urlaub, hey, im Urlaub solls willst du dich doch erholen und ihn nicht minutiös verplanen.
Andererseits weiß ich aber ganz genau, dass ich nach diesem Urlaubstagen mind. bis zum Monatsende keine Gelegenheit haben werde, diese Erledigungen zu machen. Denn ich werde von Montag bis Samstag im Büro sein, und ich werde am Morgen ins Büro fahren, wenn noch kein Geschäft geöffnet hat, und ich werde vermutlich um ca. 19.00 Uhr aus dem Büro gehen und - außer im absoluten Notfall, worunter z.B. Kleidungseinkauf nicht fällt - dann weder Nerven noch Lust haben, auch noch ein Geschäft aufzusuchen (mal davon abgesehen, dass diese Gegend noch bei weitem nicht so urban ist, dass alle Geschäfte an jedem Wochentag bis 20.00 Uhr geöffnet hätten).

Ich habe heute und die letzten Tage also nicht nur noch nicht viel getan, ich habe für heute noch nicht einmal einen richtigen Plan, was mich zusätzlich davon abhält, beschwingt aus dem Haus heraus und in den Tag hinein zu gehen. Genauer gesagt würde ich mich am liebsten in den Wohnzimmersessel setzen und lesen, zwischendurch gelegentlich mal an den PC schauen, essen & trinken, mehr nicht. Nein, das geht nicht. Kleiner Trost: im nächsten Urlaub sind 10 Tage dolce far niente angesagt.

[seuft]

Na gut, dann raffe ich mich mal auf. Zunächst treffe ich mich mit einer Bekannten auf einen Kaffee (in ihrer Mittagspause). Da die Bäckerei bzw. das Café gegenüber einer Apotheke liegt, werde ich dann noch die Reiseapotheke vervollständigen. Dann evtl. Fahrt in die Stadt, dort Bekleidungs- und Schuheinkauf. Wenn ich etwas hasse, dann Kleider bzw. Schuhe kaufen. Wenigstens ist es (noch ?) nicht so schwül wie gestern, da klebten die Klamotten förmlich am Körper wie eine zweite Haut.

Schluss jetzt. Los geht's.

Samstag, 30. Juni 2012

Onion goggles

Ich wusste ja gar nicht, welch' stylische Augenmode es für sensible Hobbyköche und -köchinnen gibt (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Menschen, die berufsbedingt in der Küche stehen bzw. ab und an Zwiebeln schneiden, sich nicht der Lächerlichkeit preisgeben, "onion goggles" zu tragen ?). Jedenfalls habe ich vorhin die zweite Runde meines Samstag-Nachmittag-Wochenende-Einkaufs erledigt und bin dabei kurz an einem der non-food-Regale hängen geblieben... nicht bei der 1-EUR-Ware, sondern dort, wo es jede Woche ein anderes Thema, eine andere "Einkaufswelt" gibt. Aktell: quietschbunte Küchenutensilien, und eben unter anderem diese onion-goggles, bei deren Anblick ich mich erst gewundert habe, wieso denn die Schwimmbrille beim Küchenzubehör hängt. Bis ich die Beschriftung las.
Onion goggles. Zwiebel(schneide)brille. Ahja.
Dann wurde mir aber bewusst: wer sich heutzutage ohne geeignete Schutzkleidung in der Gefahrenzone Küche aufhält, handelt grob fahrlässig wider seine eigene Gesundheit ! Deshalb eine Zwiebelbrille, klar. Handschuhe verstehen sich dann von selbst. Aber man sollte schon auf Nummer Sicher gehen, sprich: unter einem Abzug arbeiten wie im Chemielabor... man weiß ja nie... die reizenden Dämpfe (es heißt doch, es läge an den reizenden Zwiebeldämpfen, die man einatmet ?). Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen wären sicherlich auch keine schlechte Idee, falls einem angesichts dieser Gefahren für Leib und Leben schwummrig werden und das Messer aus der Hand gleiten sollte, um sich pfeilgerade durch den Vorderfuß zu bohren und diesen an den Boden zu heften.
Nun gut, man kann über Sinn und Erfordernis solcher Küchenhilfsmittel streiten - mir ist mein Geld dafür zu schade.

Nächste Station: das Wein- und Sektregal auf der Suche nach einem guten moussierenden Schlückchen aus der Region, einem Sekt b.A. (eines bestimmten Anbaugebietes). I(n diese)m Supermarkt wohl eher schwierig. Der Sekt sei hergestellt aus deutschem Wein, mehr gaben die rückseitigen Etiketten fast aller Flaschen nicht preis. Subba. Das hatte ich eigentlich auch erwartet. Vorsatz: beim nächsten Besuch einer Winzergenossenschaft in der Nähe die dort angebotenen Sekte verkosten und dann ggf. dort ein, zwei Flaschen mitnehmen. Für besondere Gelegenheiten darf's auch was Besonderes sein.

Aus dem klimatisierten Supermarkt raus, draußen immer noch schwül-heiße 32°C. Schnell nach Hause, Einkäufe verräumt, Auto untergestellt. Am Himmel zieht ein vergilbtes Blaugrau auf, die Landschaft draußen schaut aus wie auf diesen alten Fotos.... nennt man das nicht "sepiafarben" ? - Vielleicht kommt also doch noch das große Gewitter. Ich werde dann mal was lesen.Oder meine Gepäckliste für den Urlaub erstellen (noch 5 Wochen und 1 Tag !). Ach ja, nach einem Badeanzug / Tankini wollte ich noch schauen und meine Wünsche einer Bekannten zwecks gemeinsamer Bestellung mailen. Bin dann mal weg.

Sonntag, 17. Juni 2012

Und sonst so

Eigentlich gibt's ja nichts zu schreiben.
Eigentlich habe ich diese Woche schon überlegt, das Blog "einzustampfen", zu löschen (auch wenn es vermutlich dennoch irgendwo in den Tiefen des Netzes, oder auf irgendeinem Datenträger, weiter existieren wird ?).
Eigentlich ist und war alles, was hier so geschrieben steht, überflüssig.
Dann doch lieber ein persönliches, privates Tagebuch, das man niemandem zeigt und schon gar nicht aufdrängt - ist ein Blog nicht irgendwie eine Aufforderung, die man den "Vorbeisurfenden" zuruft: "schau mal her, was ich geschrieben habe" ?
Weiß gar nicht so recht, wieso ich überhaupt blogge.

Zum Einen aus folgendem ganz praktischen Grund: weil ich schneller schreiben kann, wenn ich tippe. Mit der Hand schreibend kann ich nicht ausreichend schnell meine wirbelnden Gedanken protokollieren. Während ich noch an einem Satz schreibe, bin ich gedanklich schon weit vorausgeeilt, muss mich dann wieder zurück besinnen.... das verwirrt und verstört mich. Deshalb lieber am PC. Und seine Gedanken in eine Textverarbeitungs-Software zu hacken, ist irgendwie... naja... doof  (hm, warum eigentlich ?).
Zum Anderen ist das Bloggen vielleicht der Ersatz für das entspannte Gespräch am Abend, am Wochenende, am Telefon, das man mit seinen Freunden und Vertrauten führt (im Gegensatz zum oberflächlichen und obligatorischen Smalltalk mit den vielen Menschen, die einem aus den verschiedensten Gründen und Anlässen unter der Woche begegnen). Wenn man diese Art vertrauter, inniger Kommunikation nicht hat / kennt, muss man sich andere Gelegenheiten, Kommunikationsmöglichkeiten schaffen, um nicht zu verstummen: ein Haustier, mit dem man sprechen kann, wenn's einem danach ist, ein Coach / Berater / Psychotherapeut, Spiritualität in Form von Meditationen oder Gebeten, "Kontakte" im Netz.oder eben ein Tagebuch bzw. Blog.
Ach papperlapapp, genug davon.

Ich freue mich darauf, morgen wieder arbeiten zu können. Arbeit lenkt ab, Arbeit beschäftigt, und überhaupt habe ich so viel Arbeit, dass ich mich über jede Stunde und jeden Tag freue, den ich im Büro nutzen kann. Nachdem ich nun seit Ostern fast jeden Samstag im Büro war, empfand ich den gestrigen Tag als unangenehmen Leerlauf - im Büro fand eine EDV-Umstellung statt, so dass nicht gearbeitet werden konnte. Dabei hätte ich den gestrigen Tag gut gebrauchen können, da mich eine am Donnerstag vormittag eingegangene Angelegenheit dann den gesamten restlichen Donnerstag und Freitag in Anspruch nahm, so dass die ganze andere Arbeit wieder liegen blieb. Allgemein würde ich den restlichen Donnerstag und Freitag und auch den Samstag als "Idiotentage" verbuchen wollen, das ist die Art von Tagen, an denen man nur idiotische Anfragen bekommt und sich auf Schritt und Tritt, auf der Arbeit, im Straßenverkehr, beim Einkaufen von Idioten umgeben fühlt.
Klingt arrogant, ist aber nur das subjektive Empfinden der Auswirkungen von murphy's law.
In der Schlange vor der Supermarktkasse z.B.: wenn dort eine Dame fortgeschrittenen Alters mit 'ner Flasche Bier und einem leicht angewelkten Salatkopf in der Hand vor einem steht, sichtlich unruhig ein "wo issen der jetzt scho widda hin" vor sich hin murmelnd, die gesuchte Person dann hinter der Kasse erblickend in ein gedämpftes Schreien und Schimpfen ausbrechend: "wieso bistn du schon drauße, komm her, komm jetzt sofort her, und bring noch e Päckle Spargelsuppe mit!", während die gesuchte Person sich durch das Labyrinth der Supermarktregale auf der Suche nach Fertigsuppe mit Spargelgeschmack macht weiterhin grummelnd "wo bleibter denn, wo bleibter denn, des kann doch nit wahr sei, mein Gott nääh", dann mit entschuldigend-gehetztem Blick an mich gerichtet "darf ich mei Sach mal bei ihne in den Wagen lech, i muss guck wo der bleibt" ihr Bier und den Salat, ohne meine Antwort abzuwarten,in meinen Wagen legend und hinweg eilend, doch kurz darauf zurück kehrend mit nun entschuldigend-erleichtertem Blick wieder ihre Waren ergreifend und sich bei mir nochmal entschuldigend, während von hinten die gesuchte Person - der ca. 40jährige, schon leicht ergraute, vom Bierbauchansatz abgesehen optisch gar nicht mal soooo unattraktive, solarium-gebräunte, brusthaarpräsentierende Sohn im werbegesponsorten Fußballtrikot mit weißer Shorts und Zehensandalen - mit der gewünschten Spargelsuppenbeute dahergelatscht kommt.
Während andere Kundschaft weiter vorne, eine vier(erwachsen)köpfige Familie den Aushilfskassierer verwirrt, indem sie einen Einkauf mit 3 diversen Zahlungs-, Rabatt- und sonstigen Karten tätigt und zu allem Überfluss dann noch fast die "Schlumpfpunkte" vergisst, die man momentan bekommt für einen gewissen Einkaufswert bekommt. Die Schlumpfpunkte lehne ich dankend ab - die Premium-Fußball-Sammelbilder hingegen nehme ich mit. Am Ausgang oder auf dem Parkplatz lasse ich meinen Blick dann über die anderen Kunden schweifen, ob ich eine(n) Mutti / Vati mit Nachwuchs sehe, der diese Bildchen auch in Händen trägt und biete denen meine Sammelbilder an. Kommt meistens ganz gut an ;-)

Wenn ich schon sonst niemandem Grund zur Freude bin, dann möchte ich zumindest gerne kleine Freuden bereiten.

P.S. Meine Statistik erwähnt zwei Seitenzugriffe per iPad - wer das wohl ist ? Ich kenne niemanden, der ein iPad sein Eigen nennt. Ach ja, und herzlich willkommen dem Besucher aus Indien ;-) - allen anderen natürlich auch !

Montag, 28. Mai 2012

Nix Wichtiges

Es gibt in diesem Moment, heute, zur Zeit nichts Wichtiges, Bedeutsames, Wissenswertes oder Interessantes, was ich zu verbloggen hätte. Was aber auch nicht weiter wichtig ist, weil mein Blog nicht mehr als eines dieser sowohl in den herkömmlichen als auch digitalen Medien belächelten "Befindlichkeitsblogs" ist, in dem irgendjemand schreibt, was er oder sie gefrühstückt hat, welche Wetterverhältnisse draußen vor der Tür herrschen und manchmal auch, ob der emotionale Horizont gerade wolkenlos und heiter ist, ob tiefgraue Wolkenberge aufziehen oder schon seit Tagen ein Tief seine Ausläufer in alle Ecken der Seele und Synapsen erstreckt und diese fest im Griff hat.

Heute ist mal wieder ein Tag, an dem alles passt. Der blaue Himmel ist fast wolkenlos, die durch die Rollo-Ritzen blitzende Sonne hat mich vor Acht geweckt. Ich bin ja sonst nicht so der Sommerwetter-Typ, aber heute: perfekt. Schnell angezogen und zum Bäcker gelaufen, dabei die erfrischende Kombination aus Morgensonne und noch kühler, unverbrauchter Luft genossen. Abgesehen vom Nachbarn, der oberhalb meiner Straße sein Auto putzt und dabei einen ganz schrecklichen Radiosender für alle anderen Nachbarn hörbar laufen lässt, ist es noch ziemlich still. Und sogar besagter Nachbar stört mich an einem Tag wie heute nicht.

An solchen Tagen gehe ich viel aufmerksamer durch die Straßen, habe ja auch mehr Zeit. Bemerke, welche Blumen schon abgeblüht sind bzw. welche Pflanzen sich gerade zu voller Blüte aufrüschen. Lese Ankündigungen und Plakate örtlicher Vereine und Interessengruppen in Schaufenstern. Ja, dörfliche Gemeinschaft mag einerseits spießig und kleinbürgerlich sein, andererseits braucht es hier keinen Bildungsgutschein, um Kindern mit knappen finanziellen Mitteln die Teilhabe an der Gemeinschaft zu gewährleisten (womit ich nicht in Abrede stellen will, dass es sinnvoll ist, die Teilnahme an anderen, kostenintensiveren Angeboten finanziell zu unterstützen). Wobei ich mich persönlich aus dem Ehrenamts-Engagement vorerst sehr massiv zurückgezogen habe - 20 Jahre sind genug, jetzt können und sollen andere ran, ich achte jetzt mal verstärkt auf mich.

Jetzt werden erst mal Mails beantwortet, deren Verfasser schon viel zu lange auf eine Rückantwort warten mussten. Für heute Nachmittag ist unverbindlich ein Besuch im Café geplant. Aber: alles kann, nichts muss. :-)

Freitag, 25. Mai 2012

Französischer Abend

Mittlerweile schon wieder etwas gesellschaftsfähiger habe ich heute Abend einem französischen Kabarettisten (in deutscher Sprache) gelauscht; anschließend Besuch im Flammkuchen-Bistro, wo meine Bekannte und ich uns jeweils gemeinsam zunächst einen pikanten Flammkuchen, dann noch einen süßen Flammkuchen teilten und den Abend mit einem Cappucino (naja, eine Schale Milchkaffee hätte nicht mehr reingepasst ;-)) abschlossen.

War dann doch ganz nett und entspannend, sogar der vorgeschaltete offizielle Teil vor dem Kabarett mit Sektempfang und Smalltalk. Und das mit den Flammkuchen muss ich unbedingt wiederholen, könnte mich dort glatt 4 Stunden aufhalten und durch die Karte essen :-)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Ruhe

Da reduziert man seine Hobbys und Verpflichtungen, um mehr Zeit zu haben, aber irgendwie rutschen ständig Termine nach. Oberflächlichkeiten. Einladungen zu Geburtstagsfeiern, bei denen man zwar die Hauptperson und seine Partnerin sehr schätzt, aber es einem vor dem ganzen Rest drum rum, vor den anderen Leuten graust. Gemeinsam essen gehen mit Bekannten und dabei einen ganzen Abend auf oberflächliches Gerede zu verschwenden, im schlimmsten Fall dem Geläster der anderen zu lauschen und weder Lust noch Kraft für Widerworte zu haben, sondern resigniert schweigen (noch habe ich nicht zugesagt...).
Irgendwie möchte ich gerade nur noch meine Ruhe haben.
Gewisse Menschen, die mir jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde wert gewesen wären, sind eh passé; sie waren die ihnen gewidmete Aufmerksamkeit, die Gedanken, die Zeit, die ihnen entgegen gebrachte Zuneigung und Wertschätzung, das in sie gesetzte Vertrauen wohl auch nicht wert. Man lernt nie aus.
 Ich möchte konzentriert meiner Arbeit nachgehen können und ansonsten nur noch meine Ruhe haben. 

Sonntag, 29. April 2012

Momentan wenig Zeit & Lust zum Bloggen. Freitag vor einer Woche einen Unfall gehabt (aber nicht selbst schuld gewesen, das einzige Positive ...), Totalschaden, Termine / Schriftverkehr mit Versicherung, Rechtsanwalt, Autohaus, Leihwagen, Suche nach einem neuen (gebrauchten) Auto zu einem vertretbaren Preis, Abwägen verschiedener Möglichkeiten der Finanzierung, Arzttermine (nix Schlimmes passiert, aber unumgänglich, da Wegeunfall auf der Fahrt zur Arbeit).
Schon seit Wochen im Büro kein Land in Sicht, Arbeit von Montag bis Samstag (wobei der Samstag auch der einzige Tag ist, an dem man wirklich gut vorwärts kommt), dennoch erinnert es an Sisyphos - hast du einen Stapel weg, hast du zwei Tage später einen neuen, noch höheren angehäuft.
Kurzum - ein entspannendes, angenehmes Privatleben als Abwechslung zu Arbeit und Terminen gibt es zur Zeit nicht. 

Samstag, 31. März 2012

Perpetuum Jazzile

Bei der Vorbereitung für die Moderation eines Konzerts vor zwei oder drei Jahren war ich auf der Suche nach Information zu "Africa" von Toto und stieß bei meinen Recherchen im Internet auf Perpetuum Jazzile und deren Darbietung des Liedes:



Später begeisterte mich, die ich viele Jahre lang auch traditionelle Musik gespielt habe, Perpetuum Jazzile besonders mit dieser Interpretation, oder fast schon chormusikalischem "happening":



Wer das Stück schon mal selbst gespielt hat, dürfte bestätigen können, dass der Charakter der einzelnen Instrumente durch die Stimmen sehr passend umgesetzt wird (der antreibende Rhythmus der Gitarre, das hohe Kreischen der Klarinette).Man kann diesen Musikstil ("Oberkrainer-Sound") mögen oder auch nicht, aber die Freude und Begeisterung am Singen kommt rüber und scheint sich insbesondere auch auf das Publikum zu übertragen, wenn ich die Hintergrundgeräusche und den anschließenden Applaus richtig deute ;-) (auch bei "Africa"). Im Übrigen finde ich es sehr sympathisch, wie der Dirigent mitgeht.

Jetzt kommt Perpetuum Jazzile endlich auch nach Deutschland. Vielleicht ergibt sich ja doch die Möglichkeit den Chor live zu sehen ...

Freitag, 30. März 2012

9 Jahre

Mein Webmail-Provider eröffnet mir gerade, dass ich seine Dienste heute seit 9 Jahren nutze (und bietet mir, wie üblich, für ein paar Monate Sonder-Luxus-Premium-Funktionen an, die ich mit schöner Regelmäßigkeit ablehne). 
9 Jahre.

Nun bin ich ja schon länger im Netz unterwegs, als ich die Dienste dieses Anbieters nutze. Erstmals regelmäßig ins Internet konnte ich während meines Studiums. Das ging damals nur im Rechnerraum der Fachhochschule. Und der war von Mo-Do jeweils von 19.00 - 21.00 Uhr für die Studenten frei zugänglich (vorher war Unterricht, danach geschlossen). Meist führte mich mein Weg nach der Bibliothek in den Computerraum, freie Plätze gab's dort eigentlich immer, es interessierten sich noch nicht so viele für das Internet.
Nach meinem Studium und mit festem Einkommen gönnte ich mir als Erstes einen Internetanschluss für zu Hause. Das dürfte vor so ca. 14 Jahren gewesen sein.
14 Jahre.

Ich fühle mich gerade sehr alt.

Freitag, 23. März 2012

Bisschen Urlaub...

... um genauer zu sein, zwei Tage, ein vorne und hinten verlängertes Wochenende also. Letztlich wieder ein Arbeitswochenende, weil auch in der Wohnung so einiges erledigt werden möchte. Bin schon mal stolz auf mich nicht bis in den frühen Vormittag hinein geschlafen zu haben (obwohl ich gefährlich nahe dran war, nachdem ich mich nach dem Aufstehen nochmal in die Federn verkrochen hatte). Dann aber wieder raus, Müll runtergebracht und die Utensilien zum Fensterputzen aus dem Keller mit in die Wohnung genommen.

Hausarbeit muss man sich langsam und behutlich nähern. Deshalb dann erst mal ein Brötchen mit Frischkäse und Himbeerkonfitüre zum Frühstück verzehrt, dabei Blogs gelesen und Mails abgerufen. Werde dann mal ein oder zwei Fenster putzen, nicht alle auf einmal, zumal die Sonne scheint und ich jetzt sowieso nur die Fenster putzen kann, die noch im Schatten liegen.

Mit dem Besuch beim Finanzamt wird's heute wohl nix mehr, aber eigentlich könnte ich die Belege, die ich nachreichen wollte, auch einfach hinschicken und dann sollen sie sich raussuchen, was sie brauchen.

SMS von H. bekommen, ob wir am Wochenende essen gehen wollen. Instinktives Bauchgefühl: nein - es gibt nur zwei Menschen, die ich sehen wollen würde, und die werde ich eh nicht sehen. Also kann ich auch alleine bleiben, dann muss ich wenigstens nicht small-talk betreiben und schön freundlich-aufmerksam tun. Hmpf. Alleine so zu denken ist böse :-( Ich gehe mal besser Fenster putzen.

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

15.39 Uhr. Alle Fensterscheiben sind sauber. Die Sonne scheint immer noch. Zimmerpflanzen (die wenigen, die meinem herbiziden grünen Daumen trotzen) umgetopft. Eine Tasse Kaffee getrunken (okay, drei Schokowaffeln waren auch dabei). Latino-House-Rhythmen in Dauerschleife. Drücke mich davor, die SMS von H. zu beantworten, warte stattdessen (wahrscheinlich vergeblich) auf eine von E. Werde dann mal Einkaufszettel schreiben, mir mit der Fahrt zum Supermarkt aber noch etwas Zeit lassen, bis die Wochenend-Einkauf-machenden Familien wieder zu Hause sind.

Samstag, 17. März 2012

Karotten-Thymian-Brot

War heute früh wach und deshalb seit langem wieder einmal am Samstag Morgen beim Bäcker. Dann ließ ich den herrlichen, sonnigen Samstagmorgen gemächlich angehen, machte mir einen Kaffee, den ich aus einer meiner beiden eleganten neuen Tassen nippte (mit Zucker statt Süßstoff, jawoll !), ließ die Cultured Pearls in Dauerschleife singen und las gemütlich im Sessel Anke Groeners "Nudeldicke Deern" zu Ende.
Von den Quellenangaben und Lese-Empfehlungen auf den letzten Seiten inspiriert, klickte ich mich durch ihre Essensgalerie und zum wiederholten Male durch die Rezepte in ihrem Blog, bis ich beim Möhren(siehe im Text) - bzw. Pastinakenbrot hängen blieb.

In der Küche lagen noch einige Karotten rum, die ich heute oder morgen dringend verarbeiten musste, außerdem hatte ich im Kühlschrank noch Ziegenfrischkäse, der mir eine mögliche Alternative zum geriebenen Parmesan zu sein schien. Also legte ich mir die Zutaten zurecht und zerschredderte zunächst eine mittelgroße Gemüsezwiebel und zwei Karotten. Die Zwiebel dünstete ich in Butter statt in Öl an. Während die Zwiebel noch auf dem Herd schwitzte, vermischte ich schon mal die geraspelten Karotten mit 50g Ziegenfrischkäse, Salz und Pfeffer, einem guten TL Thymian und einigen Prisen zwischen den Fingern zerrebelten Kräutern der Provence. Da der Ziegenfrischkäse etwas trockener als "normaler" Frischkäse ist, arbeitete ich die Masse gut mit einer Gabel durch. Dann kamen die Zwiebeln hinzu sowie Weizenmehl (Typ 405), Backpulver, ein Ei und etwas Milch. Da mir der Teig danach noch etwas zu klebrig war, streute ich noch etwas Mehl darüber, bis er sich gut kneten und zu einem kleinen Laib formen ließ, welcher anschließend auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech in den auf 180°C vorgeheizten Ofen (Ober-/Unterhitze) kam. Das Ergebnis nach 45 min sah so aus:



Hätte evtl. noch 2-3 min im Ofen bleiben können (oder evtl. das Laib etwas flacher formen). Konnte aber nicht widerstehen - ich habe es noch ofenwarm angeschnitten und - wie Anke Groener empfiehlt - die erste Scheibe mit etwas Butter und Fleur de Sel genossen: seeehr lecker :-) (da stört es nicht, wenn die Konsistenz etwas feucht ist).

Freitag, 16. März 2012

Es geht bergauf !

Wie heißt es: wenn die Nacht am dunkelsten ist, kommt der Tag (oder: ist der Morgen / Tag am nächsten ?) - Das trifft zu. Nachdem ich am Freitag Abend bzw. Nacht so stinksauer war, habe ich mich am Sonntag gezwungen über meinen Schatten zu springen und den ersten Schritt zu machen. Einfach eine SMS geschickt, ob ich vorbei kommen darf, da ich eh gerade in der Gegend bin. Früher wäre das ja selbstverständlich gewesen.
Zwischendurch war ich zunächst im Kino - "Ziemlich beste Freunde" - recht schöner Film, bei dem man trotz der eigentlich ernsten Thematik herzhaft lachen konnte.
Danach war ich bei ihnen. Und wir haben geredet, ganze 3 Stunden, über alles Mögliche, gar nicht so viele Probleme gewälzt und Beziehung thematisiert, sondern einfach geplaudert. Das ist vollkommen okay.
Jetzt ist es alles nicht mehr ganz so schlimm, die Schärfe ist raus, ich sehe es auch selbst nicht mehr so verbissen - ich glaube, das kriegt sich wieder ein.

Arbeit ist diese Woche überraschend "schön", wenn man das so sagen kann. Überwiegend freundliche Telefonate, vernünftige Entscheidungen, schöne Momente mit Kollegen und Chef und - morgen ist Freitag, so schnell ! Ein Wochenende ohne Pflichttermine in Aussicht... besser kann's fast nicht sein. Morgen Vormittag noch zwei Besprechungen, am Nachmittag soviel wie möglich vom Liegengebliebenen wegarbeiten und irgendwann, hoffentlich nicht allzu spät, ins Wochenende starten.

Heute Abend eine Stunde LatinAerobic im Studio, danach auf dem Heimweg beim neu eröffneten Asia-Imbiss stehen geblieben und gebackenes Huhn süß-sauer mit Gemüse und Reis mitgenommen. Für meinen "unter-zwei-von-drei-Chilischoten-geht-beim-Thai-gar-nix"-Gaumen war's etwas sehr mild, dafür wurde das Hühnchenfleisch im Stück frisch vor meinen Augen zubereitet und der Laden machte auf mich allgemein einen sehr positiven Eindruck. Und wenn ich dann mit meinem Asia-Abendessen schon am Auto angekommen bin und der Inhaber läuft mir plötzlich auf der Straße hinterher und fragt mich, ob es auch wirklich genug sei, ist das sehr zuvorkommend. Frage mich jetzt allerdings, ob ich a) so abgemagert (ähem, wohl eher nicht) oder b) so verfressen aussehe :-(

Apropos Abendessen: am Montag packte mich wieder mal akute Kochwut.

So kaufte ich kurz vor Ladenschluss beim Metzger im Nachbarort ein gutes Pfund mageres Schweinefleisch für Braten, welches ich von der Verkäuferin gleich für Rollbraten zurecht schneiden ließ. Im Nachhinein hätte ich es wohl lieber selbst schneiden sollen - sie scheint mich nicht wirklich verstanden zu haben, so dass das Fleisch viel zu dick zum Füllen bzw. Rollen war, weshalb ich es zu Hause mit dem schärfsten Messer meines Haushalts noch flacher zurecht schnitt.


Für die Füllung habe ich 100g braune Champignons und 1 Schalotte in sehr kleine Würfel geschnitten, mit Salz & Pfeffer, Kräutern der Provence sowie extra Thymian und 1 TL Senf  gewürzt, 50g Frischkäse untergehoben und die Masse mit ein paar Spritzern Weißwein glattgerührt.

Die gewaschenen und abgetrockneten Fleischstücke (musste aus o.g. Gründen aus einem Braten zwei Rollen machen) wurden gepfeffert und liebevoll mit Fleur de Sel bestreut (wahrscheinlich hätte es stinknormales Speisesalz auch getan, aber Fleur de Sel hört sich immer gleich so schön o lá lá ! an) und dann mit der Champignon-Masse bestrichen. Das Fleisch mitsamt Füllung wurde zärtlich aber bestimmt aufgewickelt, so dass man am Ende einen wohlgeformten, kompakten Rollbraten vor sich liegen hat, ohne die Füllung während des Aufrollens an den Seiten wieder herausquellen zu lassen. Den Braten (in meinem Fall eher: die Schweinefleischrollen)  mit Rouladennadeln feststecken oder - wenn man wie ich noch auf das gute alte Küchengarn zurückgreifen muss - mehr oder weniger kunstvoll, aber vor allem sicher zusammen binden.

Die Champignon-Zwiebel-Frischkäse-Kräuter-Masse...
...  ca. 1/2 cm dick auf das Fleisch gestrichen ...

... aufgerollt und festgezurrt.
 
Den Rollbraten in einen Bräter mit heißem Butterschmalz hieven und darin von allen Seiten scharf anbraten, aus dem Bräter heraus nehmen und zur Seite (warm-)stellen.

Für die Soße hatte ich 2 Karotten, 1 kleine Stange Lauch und 150 g Knollensellerie in kleine Stücke geschnitten und mit 1 gewürfelten Schalotte im Bratensatz angedünstet (außerdem hatte ich noch 3 Champignons übrig, die sich ebenfalls hinzu gesellten), ggf. noch etwas Butterschmalz hinzufügen. Würzen mit Salz & Pfeffer, Kräutern nach Geschmack, ein paar Senfkörnern, 2 Wacholderbeeren und 2 Nelken und zum Schluss mit ca. 2-3 TL Tomatenmark sowie rosenscharfem Paprikapulver nochmal scharf anrösten. Dann habe ich das Gemüse mit ca. 150-200 ml Weißwein und etwas Wasser abgelöscht (und die nicht verbrauchte Champignonmasse eingerührt), das Fleisch auf das Gemüsebett gelegt, Deckel drauf, die Hitze reduziert und alles vor sich hin schmoren lassen. Von Zeit zu Zeit goss ich etwas Flüssigkeit (Wein, Brühe oder Wasser nach Geschmack) nach. Sobald das Fleisch gar war, habe ich die Soße nochmal abgeschmeckt und mit etwas Sahne sowie einem Schuss mildem Aceto Balsamico abgerundet (man könnte auch etwas die Hälfte des Gemüses aus dem Bräter nehmen, den Rest pürieren um die Sauce sämig zu machen, und das restliche Gemüse zurück in die Sauce geben).

Karotten, Sellerie, Lauch und Schalotte ...

...  mit Gewürzen und Kräutern (sowie Champignons) im heißen Butterschmalz angeröstet ...

... nach dem Ablöschen schmort der Braten auf dem Gemüsebett.


Das Fleisch mit einem wirklich scharfen Messer (alles andere wäre schließlich schade um die Optik - deshalb hatte ich mir auch Mutters 70er-Jahre-Elektromesser zu diesem Zweck ausgeliehen) aufschneiden und mit der Sauce und dem Schmorgemüse servieren.Dazu gab's schlichte Salzkartoffeln, welche die leckere Sauce bis auf den letzten Rest in sich aufsaugen.Dummerweise kein Foto vom angerichteten Braten mehr gemacht, der war einfach zu schnell weg ;-) mmmmmhh !

Montag, 5. März 2012

Vitamin A galore

Ich hoffe, deutlich erhöhte Vitamin-A-Zufuhr hat keine negativen Folgen, denn mein Abendessen enthielt reichlich davon. Gebrauchen könnte ich eher Vitamin B, aber das ist ein anderes Thema.

Zwei Scheiben Schweineleber gewaschen, in Streifen geschnitten, mit Pfeffer gewürzt, mehliert und in Butterschmalz angebraten; eine halbe, in Ringe geschnittene Gemüsezwiebel, noch mehr Pfeffer, Kräuter der Provence und getrockneten Rosmarin dazu. Mit rosenscharfem Paprikapulver, Salz und Tomatenmark nochmal kurz scharf angeröstet und anschließend mit etwas heißem Wasser sowie einem Spritzer leckerem Aceto Balsamico (alt und süßlich) abgelöscht und nach dem Einköcheln noch ein klein wenig Sahne hinzugegeben.
Als Beilage (gekauftes) Brot mit Roggenvollkornschrot, Leinsamen, Sonnenblumenkernen und Haselnüssen.
Außerdem ein Salat aus in Streifen geschnittenen Karotten (Sparschäler) in einer Marinade aus Olivenöl, Rosé-Essig, Koriander, gemahlenem Anis, Waldhonig, Salz & Pfeffer.

Sonntag, 4. März 2012

Frühstück am PC (jaja, ich weiß, man soll nicht vor dem PC essen, man esse unkontrolliert, Essen werde zur Nebensächlichkeit degradiert etc pp). Okay, da mag schon was dran sein. Ist mir so aber lieber als alleine am Küchentisch zu sitzen und ständig mit dem Gedanken beschäftigt zu sein, wie blöd und deprimierend es nun mal ist, jede Mahlzeit alleine einnehmen zu müssen. Deshalb: Surfen & Bloggen in Begleitung von Milchkaffee, zwei belegten Brötchenhälften mit Wurst und einem Bio-Bananenjoghurt.

Gestern natürlich nicht mehr beim Sport (mache ich stattdessen heute schön gemütlich incl. Saunagang vor dem Kinobesuch), dafür beim Vollsortimenter einkaufen gewesen. Dort kocht samstags ein "Kunden-/ Ernährungsberater" für die Kunden, oder besser gesagt: er zaubert an seinem kleinen Stand auf zwei Induktionskochplatten und circa 1 m² Arbeitsfläche leckere kleine Köstlichkeiten, häufig mediterran angehaucht, oft vegetarisch. Ob der Herr eine spezielle Qualifikation für diese Tätigkeit hat, muss dahingestellt bleiben; wenn ich seine Auführungen richtig verstanden habe - er kommt aus Bulgarien oder Rumänien - hat er früher irgendwas in Richtung Elektrotechnik oder -ingenieurwesen gemacht. In diesem Zusammenhang hatte er wohl aber auch in der Lebensmittelindustrie zu tun, was bei ihm - in Verbindung mit einer Erkrankung - zu einem Umdenken in Sachen (hochwertiger) Ernährung geführt habe, sagt er (mein Misstrauen wendet ein, das könnte ebenso gut Marketinggelaber sein, aber wenn es so wäre, dann bringt er es äußerst glaubhaft rüber). Was er definitiv nicht macht, ist Promotion / Marketing für (Produkte bestimmter) Lebensmittelkonzerne.
Ich schätze an ihm, dass er sich nicht aufdrängt: schleicht man längere Zeit um ihn rum, fragt er, ob man gerne kosten möchte; geht man direkt auf ihn zu, freut er sich umso mehr und schwingt sofort Pfannen und Besteck, um die Probierportion herzurichten. Dabei erläutert er, welche Zutaten er auf welche Art und Weise verarbeitet (hat), und seinen Ausführungen ist deutlich seine Freude am Verarbeiten der Lebensmittel und Zubereiten der Speisen anzuhören. Gestern gab es z.B. ein Pfannengericht mit Rindfleisch, Spitzpaprika, Sellerie, Zwiebeln, in Gulasch-Manier zubereitet, darauf ein Klecks saurer Sahne, getoppt von frischen und in Öl marinierten Chilischotenstreifchen. Als Beilage hatte er Weißbrotscheiben in der heißen Pfanne angeröstet, ließ dann etwas Butter darin schmelzen, schnitt eine ungeschälte Knoblauchknolle in Scheiben und röstete diese ebenfalls in der Pfanne an. Brot und Knoblauch ordentlich schwenken, alles zusammen in eine große (Glas-)Schüssel kippen und so oft wiederholen, bis ausreichend Brot für alle Esser vorhanden ist, während das fertige Brot in der Schüssel mit dem Knoblauch incl. Schalen noch zusätzlich "parfümiert" wird (wobei er natürlich nicht vergaß darauf hinzuweisen, für diese Zubereitungsart unbedingt Bio-Ware zu verwenden).
Und wie oben schon erwähnt hört man von ihm nicht "Nehmen Sie das Olivenöl von XY, welches sie hier im Markt in jenem Regal finden" oder "... und wenn's Ihnen geschmeckt hat: der / die / das [Zutat] ist heute hier im Angebot", sondern er betont fast schon missionarisch, dass das A & O beim Kochen hochwertige Grundzutaten / Lebensmittel sind, wie z.B. gutes Öl, aromatische Gewürze, frische/-s Obst / Gemüse / Kräuter etc., und Kochen deshalb noch lange nicht teuer, schwierig oder aufwändig sein muss.
Leider ist er nächsten Samstag nicht da *seufz*

Am Abend war ich dann auf einer Geburtstagsfeier, große Party, über 70 Personen.  Wie es so meine Art ist hatte ich vorher Bedenken, dass ich wenig Gesprächspartner haben und alleine rumsitzen würde und hatte insgeheim schon überlegt, ob es dem Gastgeber gegenüber sehr unfreundlich wäre, wenn ich die Feier gegen 22.30 Uhr / 23.00 Uhr verlassen würde. Doch dann war es kurzweilig und schön und ich hatte fast den ganzen Abend immer wieder nette Gespräche. Insbesondere saß neben mir ein (professioneller) Weinkenner (mit fundiertem Fachwissen), von dem ich wusste, dass er die Feier wohl besuchen würde und ich ihn hätte sowieso ansprechen wollen - umso günstiger der Zufall, dass wir dann nebeneinander saßen. So ließ ich mich ausführlichst informieren, auf welche Hinweise / Auszeichnungen ich beim Weinkauf achten sollte, wie ich mich "ranprobieren" kann und wo man in meiner Umgebung Weinverkostungen bzw. -seminare besuchen kann, die einerseits anspruchsvoller als die launige Weinprobe mit Brotzeitteller sind, wo man sich aber andererseits nicht als blutiger Laie unter einer Runde angehender Sommeliers ganz verloren vorkommt.
Da unser Gespräch von einem jungen, fränkischen 2011er Silvaner begleitet wurde - eigentlich wollte ich es beim anfänglichen Sekt-Orange belassen um später noch heimfahren zu können - und später ein leckerer Kaffee-Sahne-Likör den Abend abrundete (da war's dann ja eh schon wurscht), blieb das Auto stehen. Und wie war das nochmal ? Überlegen, ob es unfreundlich ist um 22.30 Uhr zu gehen ? - Nun, es war dann 2.07 Uhr, als wir den Heimweg antraten.

So machte ich heute früh einen Sonntagmorgen-Spaziergang zu meinem Auto, stattete unterwegs dem Bäcker einen Besuch ab um anschließend mit frischem Brötchen, Joghurt und Kaffee vor dem PC meinen Samstag zu verbloggen.
Jetzt muss ich aber los, denn ich bin bei Eltern zum Mittagessen eingeladen (ganze, am Spieß gegrillte Hähnchen aus dem monströsen 70er-Jahre-Grillautomat mit Petersilienkartoffeln, dazu Blattsalat, mmmhhh). Danach dann eben Sporteln, Duschen, Sauna, Duschen, Fönen und anschließend "Die eiserne Lady" gucken. Und dann ist der Sonntag auch schon rum.

Freitag, 2. März 2012

Alles neu macht der M ... ärz

Mir war gerade so nach hell und (sch)licht, da habe ich mal eben das Design meines Blogs geändert.

Den rechten Rand mit den gadgets (so heißt das doch ?) muss ich noch überarbeiten. Eventuell werde ich auch eine eigene Seite für die Bücher anlegen (auch wenn meine Leseliste im Vergleich zu der anderer Blogger minimal daherkommt). Schriftart Arial ist zunächst mal okay, aber da teste ich vielleicht auch noch ein bisschen rum.

Das von einer Freundin am Mittwoch vorgeschlagene Pizza-Essen heute Abend ist ausgefallen, weil jene Freundin krank im Bett liegt. Da ich aber morgen Abend zu einem Geburtstag eingeladen bin und am Sonntag in "Die eiserne Lady" gehen werde, bin ich aber irgendwie um diesen freien Abend froh. Die Woche war anstrengend und nervig, die Batterien sind leer.

Für morgen hatte ich eigentlich pflichtbewussten Besuch im Fitnessstudio (zwecks Gewissensberuhigung oder so) geplant, doch in letzter Zeit kommen mir da immer so unvorhergesehene Dinge dazwischen wie: "hach, ich könnte heute einfach mal so einen Kuchen backen, weil ich gerade (keine) Lust (auf Sport) habe" oder "mein Kühlschrank ist voll, ich habe alles hier was ich brauche, aber ich muss genau jetzt in den Supermarkt gehen".
Immerhin war ich gestern beim Training, beim allerliebsten-besten-und-tollsten-Trainer-von-Welt (ehrlich !), und ich hatte seit vielen Wochen wieder einmal Spaß bei der Sache und wohl auch das, was man gemeinhin ein "Erfolgserlebnis" nennt. Musste mir nämlich ein bisschen das Grinsen verkneifen, weil ein spindeldürres Mädel in Schicki-Micki-Markensportklamotten total arhythmisch vor mir herumgestolpert ist, aber ihrem affektierten Ausdruck nach zu urteilen von ihrer Performance wohl sehr überzeugt war.
Hm. Stop. [This is schlechtes Gewissen speaking.] Ich streiche das Wort "spindeldürres", denn mit diesem Adjektiv beurteile ich das Mädchen in eben derselben Weise wie ich selbst fürchte be-/verurteilt zu werden.


Nota bene:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.

(aus dem Talmud)

Mittwoch, 29. Februar 2012

Schnell, schnell

... noch eben den 29.02.2012 für ein Posting nutzen, kommt ja nur alle vier Jahre, dieser Tag.
Auf so einen Tag wie heute kann ich aber auch gut und gerne verzichten. Unerholsam und zu lange geschlafen, ins Büro gequält, schon auf dem Weg die heraufziehenden Kopfschmerzen verspürt.

Kopfschmerzen nahmen dann massiv zu und migräneartige Formen an, sobald ich etwas Essbares sah oder roch, überschwemmte mich eine Welle von Übelkeit. Trotz Einnahme von 200% meiner Jahresdosis an ASS keine Linderung. Gegen Übelkeit heißes Wasser mit Ingwer, gegen Kopfschmerzen viel Mineralwasser, Minzöl auf die Schläfen, Tabletten wie schon erwähnt und immer schön weiter arbeiten.

Kann nur besser werden. Muss besser werden.

Ansonsten wieder mal festgestellt, dass private Unternehmungen momentan überhaupt keinen Sinn machen - ich habe nichts zu erzählen, nur Arbeit, Arbeit, Arbeit und sonst nix im Kopf.

Montag, 27. Februar 2012

Yummy Schokoladenkuchen vs. bitteres Gemüse

Eine Kollegin war auf der Suche nach einem Schokokuchen-Rezept ohne Mehl und ich hatte ihr diesen Blitz-Schokoladenkuchen aus der Brigitte empfohlen. Da ich ihn selbst schon lange nicht mehr gebacken hatte und für Samstag ein Mitbringsel für eine Geburtstagsfeier bzw. die dortige Kaffeetafel gebrauchen konnte, habe ich am Freitag auf dem Heimweg vom Büro die Zutaten (in weiser Voraussicht in doppelter Menge) eingekauft und den Kuchen am Freitag Abend zubereitet.
Leider konnte ich ihn selbst dann am Samstag gar nicht kosten - da sich die Ankunft der (Übernachtungs-)Gäste z.T. verschoben hatte, trafen wir uns erst zum Abendessen; Kaffee & Kuchen sollte später nach dem (aushäusigen) Abendessen stattfinden, doch das wurde mir dann etwas spät.
So griff ich am Sonntag Morgen wieder zu den Backuntensilien und buk (mir doch egal, ob das eine veraltete Form ist :-)) einen weiteren Schokoladenkuchen, von dem ich ein Viertel für mich zurückbehielt (und noch im Laufe des Sonntags verspeiste, weil soooo lecker) und mit den restlichen drei Vierteln meine Eltern beglückte.
Der Kuchen ist sehr schnell zusammen gerührt, die meisten Zutaten dürfte man im Vorrat haben (klassische Kuchenzutaten eben...), und ich kann mir auch gut vorstellen, die Mandeln z.B. komplett durch Walnüsse zu ersetzen, oder einen Teil der Mandeln durch Kokosflocken und dazu dann weiße statt dunkler Schokolade und vielleicht einen Schuss Amaretto... da werde ich sicherlich noch ein paar Mal ausprobieren, was schmeckt.

Heute dann Restgemüse-Verwertung: eine Staude Broccoli in Röschen, zwei Zucchini (bzw. was davon noch verwendbar war) der Länge nach geviertelt und dann in Scheibchen und 3 braune Champignons in Scheiben geschnitten, gewürfelte Gemüsezwiebel und Knoblauch mit TK-Kräutern in Butter angedünstet und das Gemüse dazu. Später mit etwas Brühe, Sahne und Wasser aufgegossen und diverse Gewürze und Kräuter sowie etwas Kräuter-Frischkäse dazu. Zum Schluss "Balkankäse" ("Kuhmilch in Salzlake gereift") gewürfelt und untergehoben.
Allerdings waren die Zucchini wohl doch schon etwas überreif, die hatten schon einen leicht bitteren Nachgeschmack, was den Genuss doch etwas trübte.

Im Büro kam ich mir am Morgen wie eine Telefonistin vor und hatte gegen Mittag zwar drei Seiten voller Notizen und Vermerke, aber noch nicht wirklich viel wegschaffen können. Tja - ganz normales Montags-Chaos halt.

Schönster Moment des Tages war die kurze Plauderei mit der netten Verkäuferin in der Bäckerei, wo ich mir mit einem Stückchen Himbeerkuchen und einer Tasse Kaffee die spätnachmittägliche Pause versüßte.

Morgen ein seeeehr langer Tag, dann abends eine Verabredung. Bin nervös oder wohl eher ängstlich - muss sehr aufpassen nicht jetzt schon den Teufel an die Wand zu malen.

Samstag, 25. Februar 2012

Kinowunschzettel

Gerade auf der Vorspeisenplatte diese Filmvorschau zu sehen bekommen ...



... es scheint ganz so, als ob das bisher entstandene Kino-Vakuum des ersten Halbjahres im zweiten Halbjahr ausgeglichen werden kann. "Brave" startet wohl am 26.07.2012 in Deutschland, am 09.11.2012 dann "Die Wand", Verfilmung des gleichnamigen Romans von Marlen Haushofer und eine der wenigen Schullektüren, über die ich mir tatsächlich Gedanken gemacht habe.

Montag, 20. Februar 2012

Wie bestellt !

Einer gewissen Person lag am Herzen, dass ich mir heute oder spätestens morgen etwas Vernünftiges koche. Hab' ich gemacht ! Nix Aufwändiges, aber lecker ... und schaaaarf, hui.

Im Kühlschrank hatte ich noch einen Dreier-Pack Paprika, davon nahm ich 1 gelbe und 1 rote Paprika und schnitt diese in kleine Stücke, zudem 1/2 Gemüsezwiebel in Streifen. Das Gemüse in ca. 2 EL Öl angebraten, dann ausreichend Wildreis für 1 Person darübergeschüttet und ebenfalls angedünstet. Gewürzt mit vieeeel Curry (habe zwei verschiedene Mischungen verwendet), einer guten Prise Zucker, Salz & Pfeffer, gemahlenem Ingwer (hatte keinen frischen da.... ähem... wie das Foto nach Fertigstellung zeigt, hatte ich doch frischen Ingwer da, das aber zu spät festgestellt, sonst hätte ich ca. 2 dünne Scheiben Ingwer in kleinen Würfeln rein), gemahlener Chilischote, ca. 1 TL gefriergetrocknetem Koriander. Außerdem hatte ich noch einen Rest Marmelade im Kühlschrank, welche mir auf dem Frühstücksbrötchen nicht so sehr schmeckte, die ich aber für gut geeignet hielt, um einen süß-scharf-fruchtigen Geschmack hinzukriegen, also das Glas ausgekratzt und 1 1/2 - 2 EL Orangen-Mango-Marmelade mit in die Pfanne. Anschließend unter Zuhilfenahme des Marmeladenglases mehrmals eine geringe Menge heißes Wasser in die Pfanne (nach)gegossen und den Reis aufquellen lassen (dabei gelernt: wenn auf der Wildreis-Packung 20 min steht, dann dauert das auch (mind.) 20 min ...).


Während des Aufgießens und Quellens ab und zu noch etwas Curry & Chili und 1 Tl biosanica Brotaufstrich "Diablo" eingerührt (und leichtsinnigerweise den Löffel abgeschleckt... da hat diablo auf der Zunge gezündelt !). Zwischendurch Kochgeschirr abgespült, bis endlich der Reis weich war. Fertig - schmeckt(e) scharf-fruchtig-cremig lecker :-)