Sonntag, 17. April 2011

So ändern sich die Zeiten

Während ich früher locker bis 11.45 Uhr im Bett liegen (und schlafen) konnte, treibt es mich jetzt schon am Sonntag vor oder kurz nach Sieben aus dem Bett, so auch heute wieder. Und da ist nix mit "noch ein halbes Stündchen schlafen", weil mir sonst der Rücken oder sonstige Körperbereiche und Gliedmaßen weh tun.

Angezogen und schon mal den PC hochgefahren, dann langsam auf den Fußweg Richtung Bäcker gemacht, der um 8.00 Uhr öffnet. Auf dem Rückweg ein paar süße Kleinigkeiten bei den Eltern auf dem Frühstückstisch deponiert und gedacht: so ändern sich die Zeiten. Früher wurde mir zum Vorwurf gemacht, dass ich Sonntag morgens immer sooo lange im Bett rumlungern würde. Jetzt bringe ich meinen Eltern das Frühstück, während sie noch selig (und verdient, ja) schlummern. Als ich im Übrigen eine gute Stunde später nochmal kurz in deren Haus musste, um etwas zu holen, haben sie noch immer geschlafen, während ich hellwach und aktiv war.

Kurz nach Neun dann zwecks Teilnahme an der palmsonntäglichen Prozession aus dem Haus, beim Treffpunkt einem Gespräch zweier Väter kleiner Kinder gelauscht - über Kinderserien. Tja, früher unterhielten sich die Männer über Fußball, Box-Kämpfe oder Formel1, heutzutage erfreuen sie sich an Geschichten von wilden Mohrrüben, die Angst vor dem Häschen haben, das dann seinerseits Mitleid mit der ängstlichen Mohrrübe bekommt. Häschen verschont Rübe, alle haben sich lieb, alles ist gut. *seufz*

Ansonsten: Sonntag, durchwachsenes Wetter mit Tendenz zu Sonne (bricht gerade durch), und jetzt gibt's Kaffee und Brötchen mit Himbeerkonfitüre, weil die englische Orangen-Mango-Konfitüre, an der ich gestern im Geschäft (leider) nicht vorbeigehen konnte, meine Hoffnungen ganz und gar nicht erfüllt hat: pappig-schmierig süß, alles andere als fruchtig.

Später, nach dem Mittagessen, dann Kinobesuch - Kokowääh. Ziemlich spät dran, deshalb gibt's kaum noch Vorstellungen, obwohl dieser Nachmittagstermin mir ziemlich entgegen kommt, dann bleibt der Abend wenigstens frei. Allerdings fehlt mir - wie so oft - eigentlich die Lust ... möchte eigentlich nur meine Ruhe haben, aber bin mir andererseits bewusst, dass ich mich zu einem Mindestmaß sozialer Interaktion zwingen sollte.

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