Montag, 23. Juli 2012

Wenn eine(r) eine Reise tut ...

... dann kann er oder sie danach viel(leicht) erzählen; vorher muss er oder sie aber erst mal seinen bzw. ihren Koffer packen. Und bevor man den Koffer packt, muss man sich erst mal überlegen, was man im Urlaub so brauchen wird bzw. was man alles mitnehmen möchte. Und vielleicht braucht man auch erst mal einen Koffer, den man packen kann.

Da ich zwischen dem Jahr 2000 und 2011 überhaupt keine nennenswerten Reisen gemacht habe - von 2 Tagen Wildschönau (Österreich) und gelegentlich einer Übernachtung in Bad Brückenau oder Bad Kissingen zwecks Wellness abgesehen - bin ich in Sachen Urlaubsvorbereitungen nicht so routiniert. Für die vorgenannten Kurzurlaube musste ich mir entweder keine Gedanken über Gewicht und Menge der Gepäckstücke machen, weil wir sowieso mit dem Auto fuhren (Österreich) oder es reichte eine kleine Tasche, weil man im Spa-Bereich sowieso den ganzen Tag im Bademantel herumlungert und nur zu Frühstück und Abendessen bzw. anschließendem Besuch in der Bar vernünftige Kleidung braucht.
Für meinen ersten Flug seit vielen Jahren im Jahr 2011 hatte ich mir also den schon fast antiken Hartschalenkoffer meiner Eltern ausgeliehen, ein Ungetüm auf Rollen, an dem es noch keinen Haltegriff mit Teleskopstange gab, so dass man den Koffer immer leicht seitlich gebeugt hinter sich herzieht, von 360°-drehbaren Rollen ganz zu schweigen. Nun gut, seinen Zweck hat er dennoch erfüllt.
Da meine neue Sonnenbrille sowie Kontaktlinsen beim Optiker zur Abholung bereit lagen, der alteingesessene Lederwarenhändler im gleichen Städtchen dieser Tage aber auch einige verlockende Angebote hatte und ich sowieso noch eine Strandtasche brauchte (die hatte ich mir nämlich letztes Jahr, als ich mich recht kurzfristig zum Urlaub entschlossen hatte - 3 Wochen vor Abflug gebucht - noch schnell von einer Kollegin geliehen), bin ich also nach der Arbeit dorthin gefahren und habe einen grooooßen Koffer erstanden: 93l Volumen, 4,5kg Gewicht - angeblich - und mit der Möglichkeit, ihn nach einem Probe-Packen-und-Wiegen noch zurückzugeben, solange ich ihn bis dahin pfleglich behandle (sehr entgegenkommend und ein guter Grund, diesem Geschäft auch weiterhin die Treue zu halten). Außerdem ein wahres Schnäppchen von Strandtasche und als Dreingabe vom Chef des Hauses noch eine "Apfeltasche" aus Filz für mein Smartphone. - Also nein, eigentlich mag ich Shopping ja so gaaaar nicht, aber wenn's mich dann erst mal erwischt - hach :-)
Jetzt befürchte ich nur, dass es mit den höchstzulässigem 20kg deshalb nicht hinhauen könnte, weil der Koffer - wie im Laden nochmal betont - gut gefüllt sein muss, damit er beim Gepäcktransport am Flughafen auch sicher keinen Schaden erleidet. Nächstes Wochenende ist also vergleichendes Doppel-Kofferpacken angesagt (mit dem neuen Koffer und dem alten Koffer der Eltern).
Und während ich so schreibe, denke ich mir: ach ja, ich hab' vielleicht "Luxusprobleme"...

Heute einen guten Tag auf Arbeit gehabt, obwohl immer viel zu tun war und ich nicht all das geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe. Aber es lief einfach gut - obwohl heute sowohl die Fensterputzer im Haus herumwienerten und nebenan auf dem Flachdach die gesamte Begrünung abgetragen und die Dichtungsfolien etc. entfernt wurden. Leider keine hübschen Bauarbeiter ;-) aber Respekt, was ihre Arbeit angeht, möchte ich nicht mit ihnen tauschen. Da geht's mir am Schreibtisch doch noch recht gut.

Morgen Abend ist Sport geplant - StepAerobic. Ganz tolle Idee, wo doch schon heute für den Rest der Woche Temperaturen an die 30°C oder darüber angekündigt wurden. Ich gehörte ja früher schon zu den Irren, die bei 35°C Außentemperatur auch noch zwei Stunden Spinning o.ä. machten. Allerdings hatte ich da ca. 20kg weniger auf den Rippen. Da schwingt wohl auch ein trotziges "ja, Mädels, auch eine dicke Frau schafft das !" mit.Bleibt nur zu hoffen, dass ich die sportliche Aktivität nicht am späten Abend gleich wieder mit Naschen kompensiere ...

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