Samstag, 13. Februar 2016

So eine Sch...

Ha - erwischt, liebe/-r Leser/-in dieses Posts. Ich vermute stark, bis zu 80% der Leser/-innen (also 1,6 Leser *chrchr*) haben den Anlaut Sch- zur ugspr. Bezeichnung für Fäkalien erweitert, aber natürlich würde ich als respektables Frauenzimmer es niemals wagen dieses Wort in meinem Blog zu verwenden. Naja, jedenfalls bisher nicht. Kann noch kommen, sag' niemals nie, denn: schlimmer geht immer, was sowohl für die allgemeinen Lebensumstände als auch für die daraus resultierende Wortwahl gilt. Jedenfalls, was ich meinte: so eine Schn...ieferei. Und Schneuzerei. Und Schnupfen. Ach. Den Symptomen zufolge könnte es sowas sein wie dieser Männerschnupfen, der fast jedes Jahr mal die Runde im Internet macht und über den bzw. seine Opfer man sich dann so schön beömmelt. Hey! Ich glaube, wir Frauen leiden subjektiv fast genauso, nur tragen wir es nicht so nach außen, kann das sein? Außerdem gibt es dafür andere Krankheitsbilder, in denen wir Frauen dann so richtig aufgehen (an einer Papierkante in den Finger geschnitten?! Fingernagel eingerissen oder gar abgebrochen? das könnte auf eine Amputation, bestenfalls noch eine Versteifung des gesamten Fingers hinauslaufen!). Ich bin ja nicht so oft krank (wobei das Jahr 2015 eine - hoffentlich einmalige - Ausnahme von der Regel war). Ein bisschen Husten und / oder Schnupfen oder ein Kratzen im Hals fällt bei mir nicht unter den Begriff Krankheit, sondern allerhöchstens temporärer Unpässlichkeit. Okay, ich hatte auch nie einen Arzt, der bereitwillig Krankschreibungen ausstellt, die länger als 3 Tage geltend (und habe auch nie einen solchen gesucht, wobei meine Lebenserfahrung in diverser Hinsicht mir langsam rät, dies mal zu tun). So richtig erkältet bin ich vielleicht einmal im Zeitraum von 1-3 Jahren. Und das ist dann auch nur Erkältung, sprich Husten, Schnupfen, Stimme weg, aber kein Fieber. Also sehr arbeitgeberfreundlich, denn natürlich gehe ich dann noch zur Arbeit - es sei denn, ich keuche und huste so sehr, dass mein Chef anfragt, ob ich nicht besser zu Hause bliebe, damit ich nicht andere anstecke. Und dann gehe ich auch zum Arzt. Ansonsten, also jetzt z.B. wieder, huste ich mich von Mittwoch bis Freitag mehr oder minder durch die Woche und am Wochenende kuriere ich dann die schlimmsten Tage aus, so dass ich am Montag wieder halbwegs genesen meinen Dienst antrete. Schön blöd pflichtbewusst. Jaja, ich weiß, das soll man nicht, man schadet sich und nicht zuletzt auch den Kollegen (wenn man sie ansteckt) und man weiß ja selbst, dass manches, was man mit einem Kopf voller gefühlter Watte fabriziert, sich hinterher als nicht verwertbar herausstellt (wenn dann ein paar Tage später Kunden o.ä. anrufen und sich über falsche bzw. seltsame Formulierungen wundern und man die Arbeit dann eben nochmal macht). Aber es hat auch sein Gutes, und damit meine ich nicht subjektiven Krankheitsgewinn. Wenn man ab 7.00 wach ist und erstmal hustend seine Bronchien vom des Nächtens angesammelten Schleim befreit, gleichzeitig keine Liegeposition mehr findet, die einem nicht nach 5min Rückenschmerzen bereitet (tja, ich habe inzwischen die Lebensmitte überschritten), dann ist man auch am Samstag vor Acht wach (was für mich als Single früher eher selten war). Dann hat man auch Muße und Zeit, sich einen doppelten Espresso mit richtig fluffigem Milchschaum zu machen und den Tag mit einem Müsli zu beginnen (früher bedurfte es ob der zeitlichen Nähe zum Mittagessen häufig keines Frühstücks mehr). Und während ich noch vor Neun meine erste Packung Taschentücher geleert habe, mache ich Pläne, was ich noch alles am Vormittag erledigen kann (zum Italo-Markt meines Vertrauens, zur Apotheke, Bio-Müll entsorgen, Mails schreiben usw usf). Nicht zuletzt war auch Zeit für einen Blogeintrag. Inzwischen ist es Zehn - jetzt aber hurtig. Bin voller Tatendrang, und den möchte ich in andere Kanäle leiten als nur ins Internet. Schönen Tag noch!

1 Kommentar:

Paterfelis hat gesagt…

Ich empfehle eine Tasse heißen Kakao (den echten) mit Sahne und ein paar Schokoflöckchen obenauf am frühen Morgen auf Balkon oder Terrasse geschlürft. Darüber hinaus gibt es von mir durchaus verständnisvolle, wohlmeinenden Grüße in Ihre Richtung. Und Sie können sich gewiss sein: Das Leben vor 7 Uhr ist auch nicht so schlecht. :-)

Das mit dem trotz Krankheit zur Arbeit gehen ist natürlich auch hier wohlbekannt. Kein Vorgesetzter sagt etwas, bevor man nicht irgendwo röchelnd zusammengebrochen ist. Allerdings läuft bei uns gerade ein Projekt zur allgemeinen Befindlichkeitsverbesserung während des Arbeitsprozesses. Ist irgend eine gesetzliche Vorgabe die da umgesetzt wird. Also nicht wirklich etwas, was man Ernst nehmen müsste. Ich habe mir fest vorgenommen, eine Erwartungshaltung zu formulieren, nach der Vorgesetzte offenkundig kranke Mitarbeiter nach Hause schicken sollen. Und daß eben diese Vorgesetzten auch im Fall des Falles selbst mal das Büro zu meiden haben. Aus den bekannten Gründen.

Ehrlich, wer will denn mit so einem Rotzkocher zusammen in einem Raum arbeiten?

Ja, ich weiß, ich bin auch nicht besser. Mea culpa.