... kurz vo-hor Jahresschluss,
schreib' ich was hier nie-ie-der,
weil das doch se-ein muss.
*räusper*
Hochverehrte zwei, drei Mitlesende,
(ich glaube, das ist gemäß der aktuellen Gender-Befindlichkeiten korrekt)
knapp 8 Stunden, bevor sich dieses besondere, außergewöhnliche, herausfordernde Jahr 2020 zu Ende neigt, das uns allen so viel abverlangt und von jedem Einzelnen Verzicht gefordert, manchen Mitmenschen auch menschliche und / oder wirtschaftliche Verluste beschert hat (bitte hier weitere Jahresabschluss-Reden-Floskeln ergänzen...),
schreibe auch ich diesen meinen einen einzigen und letzten Blog-Post dieses Jahres.
Wie jedes Jahr mit dem Vorsatz gestartet hier wieder mal öfter was von mir hören zu lassen,
dann kam SARS-CoV-2 bzw. CoViD-19 (im folgenden kurz "Corona") und mit Corona veränderte Herausforderungen im dienstlichen Bereich (über die ich nicht klage, ich habe zum Glück einen Job, der von Corona (noch) nicht wesentlich beeinflusst wurde und aktuell weder an noch mit Corona darbt).
Als Mensch vom Typ "my home is my castle" war Corona für mich zunächst keine allzu große Beeinträchtigung und die ersten Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr vielmehr eine Befreiung von nicht hinterfragten, hin und wieder überflüssigen Zeitfressern und gleichzeitig ein Anlass hin und wieder an die frische Luft zu gehen und die schönen Seiten des eigenen Umfelds bewusster wahrzunehmen.
Im Sommer schien dann (für viele Menschen) fast wieder alles beim Alten zu sein (zumindest wenn man die Mahnungen und Hinweise der Wissenschaftler*innen sowie Mitarbeitenden im medizinischen/pflegerischen Bereich in den Wind schlug...) und während sich der gefühlte Großteil der Bevölkerung befreit austobte und alles nachholte, was im Frühjahr verwehrt war, bestand mein Sommer im Wesentlichen aus Arbeit: viele verschobene Termine und Aufgaben des Frühjahres wollten nachgeholt bzw. erledigt werden. Aber wie schon oben erwähnt: ich konnte und durfte durchgängig arbeiten, während andere dies gerne getan hätten, aber in Kurzarbeit waren oder ihren Job bereits verloren hatten.
Im Herbst gönnte ich mir - ja, ich geb's offen zu - einen Wochenend-Trip in ein benachbartes Bundesland. Dieser war bestens organisiert, auch im Hinblick auf Corona-Schutzvorkehrungen. Ich habe es genossen und bin froh, zumindest diese drei Tage mal "rausgekommen" zu sein (denn tatsächlich verreise ich in der Regel nur alle paar Jahre und dann auch nur im kleinen Rahmen).
Jetzt ist wieder Lockdown. Für mich sind die Maßnahmen größtenteils nachvollziehbar, angemessen und auch zumutbar. Es gibt einzelne Aspekte, in denen ich nicht ganz mit den getroffenen Regelungen konform gehe - das muss ich aber auch nicht. Politik kann nicht die Wünsche und Befindlichkeiten jedes Individuums zu annähernd 100% berücksichtigen, das muss sie auch nicht und schon gleich gar nicht in einer solchen Situation. Und wie viele andere vor und mit mir es ebenfalls konstatieren: ich möchte in dieser Lage nicht die Geschicke eines Landes lenken müssen. Man kann nie alles richtig und erst recht nicht allen recht machen, trotzdem machen viele Politiker*innen aktuell einen guten Job.
Das Jahr 2020 hatte für mich weder materiellen Reichtum, außerordentliches Glück noch erwähnenswert positive Entwicklungen im Gepäck. Dennoch kann ich dankbar sein: für einen sicheren Job und damit auch abgesicherte Existenz, die mir hin und wieder kleine "Extras" erlaubt und vor allem dafür, dass in meinem engeren und weiteren Familien- und Freundeskreis alle von CoViD-19 verschont und auch sonst weitgehend gesund geblieben sind.
Wie in diesem Blog schon erwähnt, bin ich kein Freund von Jahreswechsel-Euphorik, von jahreswechselbezogenen Vorsätzen und diesem ganzen Getue und hatte mich eigentlich schon auf einen gemütlichen Abend gefreut. Mehr oder minder ungeplant werde ich den Silvester-Abend nun doch in Gesellschaft verbringen (regelkonform - zwei Personen aus zwei Haushalten, zudem zählt diese Person zum sehr engen Kreis "regelmäßiger" Sozialkontakte; mit Übernachtung wegen Ausgangssperre). Nun denn.
Kommt gut ins neue Jahr, vor allem aber: bleibt gesund. Wir lesen uns.
3 Kommentare:
Ich nehme mit Wohlgefallen zur Kenntnis, dass Sie Ihrer jährlichen Tradition rechtzeitig nachgekommen sind und zeige mich durchaus erfreut, dass Sie dieses seltsame Jahr wohlbehalten überstanden haben.
Wir lesen uns in spätestens 365 Tagen wieder. ;-)
Da Sie (fast) der gleichen Profession nachgehen wie ich - jedenfalls liegt die Vermutung aufgrund der Schilderungen aus dem LASA bzw. der Höhle im Schicksalsberg nahe - dürften Sie das Phänomen ja kennen: manche Vorgänge erledigen sich von selbst, wenn man sie zunächst einmal großzügig liegen lässt, oder die dafür aufzuwendende Arbeitsdauer/-intensität nimmt schlagartig ab, weil sich Rahmenbedingungen ändern (z.B. rückwirkende Gesetzesänderung oder unerwartetes Ableben des Objekts des Verwaltungshandeln).
Dieses Abwarten scheint mir in Fleisch und Blut übergegangen zu sein - allerdings führt das beim jährlichen Pflichtbeitrag zu nix, der muss eben geschrieben werden. Und ich bin mir der Verantwortung für meine 2,5 Mitlesenden bewusst.
Ihr wertschätzendes Feedback bestärkt mich diese liebgewonnene Tradition zuverlässig fortzuführen!
(Und den einen Beitrag Vorsprung, den Sie mir gegenüber im Jahr 2020 hatten, werde ich 2021 einholen. Wahrscheinlich. Hoffentlich. Naja... vielleicht. Nicht vollkommen ausgeschlossen jedenfalls.) ;-)
Ich hoffe, Herr Paterfelis und seine Angetraute sowie die Katzenbande hatten einen angenehmen Start ins neue Jahr - möge das Jahr 2021 für Sie alle (noch mehr) Gutes, Glück und Gesundheit bereit halten.
Die zweitbeste Ehefrau von allen und meine Wenigkeit bedanken uns auf das Heftigste für die guten Wünsche und dürfen bestätigen, dass wir wohlbehalten das neue Jahr erreicht haben.
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