Sonntag, 30. August 2009

Liebe Spinnenphobiker...

... auch wenn es den folgenden Fotos an Brillanz und Schärfe mangeln mag, empfehle ich euch trotzdem, nun woanders weiterzulesen.

Während bei Frau Schäufele die Spinne noch mit dem Garten vorlieb nimmt, haben sich die hiesigen Spinnen offenbar mein Badezimmer auserkoren, denn ich habe binnen zwei Wochen schon zwei dieser niedlichen Exemplare unter größtem Widerwillen (lebend!) aus der Badewanne entfernen müssen:




















Ich bitte die schlechte Bildqualität (Aufnahme durch Plastikdose *g*) zu entschuldigen, aber ich wollte das Tier in einem ausbruchsicheren Behältnis eingesperrt wissen, bevor ich mich an die Foto-Dokumentation machte.

Brrrrrrr. *schüttel*

Zwetschgenkuchen

Gerade eben habe ich einen Anruf von C. bekommen. Eine Kollegin hat ihr einen Eimer voller Zwetschen vermacht, die sie heute morgen u.a. zu Zwetschgenkuchen verarbeitet hat. Aber für sie alleine ist so ein Blech Zwetschgenkuchen zuviel und jetzt ist sie auf der Suche nach Opfern, denen sie den Mund wässrig machen und Abnehmvorsätze sabotieren kann.

Mein Mittagessen war reichlich und ich hatte sogar in Erwägung gezogen, das Abendessen heute ausfallen zu lassen (neudeutsch: Dinner-Cancelling) und stattdessen nur noch Obst zu essen. Naja. Zwetschgenkuchen ist ja, gewissermaßen, auch Obst. Man darf das nicht zu eng sehen. Die Kleider sind schon eng genug.

Ich geh' dann mal - zu Kaffee und (Zwetschgen-)Kuchen.

Sonntag, 23. August 2009

Eigentlich ....

... sollte ich jetzt, an diesem schönen, geruhsamen Sonntagnachmittag, eines oder mehrere der folgenden Dinge tun, wobei die Reihenfolge nicht die Dringlichkeit oder Wichtigkeit wiedergibt:

  • nach draußen gehen, die Sonne genießen, ein paar Bilder machen
  • ins Schwimmbad gehen (ich glaube, ich war seit 15 Jahren nicht mehr im Freibad - komplexbedingt -, lediglich wenn wir die Therme besuchen oder unser Wellness-Wochenende machen, schwimme ich - dann aber exzessiv - in den hauseigenen Schwimmbecken, doch leider sind die in der Regel so untief und überhitzt, dass lediglich ein sich-im-Wasser-dahintreiben-lassen, aber kein Schwimmen i.e.S. möglich ist
  • Eis-Essen gehen (was sich allerdings negativ auf die Wahrscheinlichkeit eines Schwimmbad-Besuchs auswirken würde)
  • den vorherigen Post fertigschreiben (dumm nur, dass ich mich nach einer Woche im Büro kaum mehr an meinen Urlaub erinnern kann, und die sowieso etwas kurz gekommene Erholung ist - wie zu erwarten war - auch schon flöten)
  • Konzertorganisation betreiben (Termine festlegen, Einladungen schreiben etc. pp.)
  • Schreibkram erledigen, die überall in der Wohnung umherliegenden Schriftstücke auf Ablage bzw. Papierkorb sortieren, ersteren Stapel nach Themen geordnet abheften
  • den Hokkaido-Kürbis in der Küche z.B. zu einer leckeren Suppe verarbeiten
  • außerdem die Äpfel, von denen der erste gefault ist und die anderen zu schrumpeln beginnen, z.B. zu einem einfach Apfelkuchen transformieren
  • entscheiden, nach welchem System ich die CDs im Wohnzimmer ordne und dies dann auch umsetzen, damit die Stapel auf dem Couchtisch verschwinden
  • Putzen & Aufwaschen

Es gäbe also genug zu tun - packen wir's an. Naja. Aber nicht heute. Ist doch so ein schöner Tag. Und so warm auch, da ist Arbeit schon ein bisschen unangenehm. - Wird ja auch bald kühler, dann lässt sich viel besser (körperlich und auch sonst) arbeiten (ich hasse dieses Wetter, alles über 25°C setzt mich außer Gefecht). Genau, im Winter, da ist doch dann genügend Zeit (und die Punkte Äpfel und Kürbis haben sich dann auch erledigt, weil sie schon im Kompost vor sich hin gammeln).

Eigentlich bin ich auch total müde, könnte mich schon wieder ins Bett legen (das ich um 11.34 Uhr verlassen habe...). Das Einzige, das jetzt verlockend wäre: ein gutes Gespräch. Vielleicht bei einem Eis (wunderbar, dann hätte ich sogar einen der obigen Punkte abgearbeitet !). Aber es ist niemand da, mit dem ich ein solches Gespräch führen könnte. Also doch nur Eis. Aber Eis alleine ist auch doof und außerdem ... wie ich schon sagte ... schlecht für die Schwimmbad-Figur.

Herrliche Sommer-Sonntage sind doof. Jedenfalls alleine.

Montag, 10. August 2009

Moinmoin !

Da bin ich wieder, zurück von der Nordseeküste, von der ich mir moderate Temperaturen und vielleicht ab und zu Wind oder gar ein bisschen Regen erhofft hatte.

Stattdessen hatten wir in Jever einen ebenso heißen Hochsommer wie hier mit strahlender Sonne vor blauem Himmel, Gluthitze und schwülen Nächten.
Nachdem wir am Dienstag in aller Frühe Richtung Norden aufgebrochen und am frühen Nachmittag angekommen waren, machten wir einen kurzen Stadtbummel durch die Altstadt von Jever und anschließend eine Stippvisite an den Strand von Hooksiel mit Abendessen beim Fisch-Imbiss.
Fisch-Imbiss, das lässt vielleicht eine Vorstellung von "Currywurst-Bude an der Ecke" aufkommen, aber nein - der Backfisch, den wir dort mit Pommes und Ketchup vertilgten, war wirklich vom Allerfeinsten. Der Fisch herrlich weiß und schmackhaft in einem knusprig ausgebackenen Teigmantel und die Portionen alles andere als bademoden-freundlich.

Schon am Mittwoch holte ich mir dann einen derart heftigen Sonnenbrand auf den Füßen und Unterschenkeln, dass ich noch die ganze restliche Woche davon zehren konnte. Die Haut war stellenweise so geschwollen und schmerzempfindlich, dass ich kaum mehr Schuhe anziehen konnte, weil die Riemen oder Nähte zu sehr auf der Haut rieben. Da half dann auch der Panthenol-Schaum aus der Apotheke nicht mehr, nur Abduschen mit sehr kaltem Wasser verschaffte etwas Linderung.
[Jetzt, wo ich zurück bin, öffnen sich die Blasen und die Haut fängt an, sich zu schälen, was ja sonst schon nach 2-3 Tagen passiert. Jeder (Haut-)Arzt würde angesichts soviel Unvernunft entsetzt den Kopf schütteln. Ich hatte ja Sonnenmilch LSF 30 verwendet, aber offensichtlich zu wenig davon und war eben auch zu lange in der Sonne geblieben.]

Am Mittwoch Nachmittag statteten wir Wilhelmshaven einen Besuch ab, fuhren zunächst am in Entstehung befindlichen JadeWeserPort (Containerhafen) und am Marinehafen vorbei, liefen dann durch die Innenstadt und statteten dem Einkaufszentraum "Nordsee-Galerie" einen Besuch ab und genehmigten uns schließlich noch ein Eis, während wir an der Strandpromenade entlangliefen und die Segelboote draußen auf dem Wasser beobachteten.
[Bei dieser Gelegenheit stach mich noch irgendein Insekt, entweder eine Bremse oder eine Wespe, die ich dann wohl rechtzeitig noch wegschlagen konnte, in den rechten Arm. Glücklicherweise war das Eis schon fertig gegessen, sonst hätte ich es wohl - als ich vor Schreck den Arm hochriss - meiner Urlaubsgefährtin ins Gesicht geworfen *g*.]
Auf dem Heimweg kauften wir frische Krabben und kochten uns später in der FeWo Spaghetti mit Krabben, Knoblauch und Kräutern, dazu gab's grünen Salat... lecker !

Sonntag, 2. August 2009

Koffer packen

Ich muss Koffer packen, denn ich fahre am Dienstag für ein paar Tage weg, in den Norden, nach Jever. Und nein ! ich mag kein Bier und werde dort kein Jever trinken.

Dummerweise macht sich noch überhaupt keine Urlaubsfreude bemerkbar. Mich nervt der Gedanke an den Urlaub, mich stresst dieses dumme Koffer-packen-und-an-alles-denken-Müssen, und außerdem graut es mir vor der Rückkehr ins Büro, wo ich meinen Schreibtisch vor lauter Stapeln nicht mehr finden werde :-( (man sieht, ich bin ganz groß darin, mir schlechte Laune einzureden oder diese jedenfalls noch zu intensivieren).

Ich weiß gar nicht, wie ich das viele Zeug auf meiner Liste in einen Trolley, einen Rucksacke und eine Handtasche verstauen soll. Obwohl wir ja mit dem Auto fahren und eine Ferienwohnung haben werden, so dass es nicht drauf ankommt, wie umfangreich mein Reisegepäck ist. Es wäre im Grund auch nicht schlimm, wenn ich etwas vergesse, denn wir reisen schließlich nicht ins Hinterland von Katmandu, sondern in eine Stadt in Niedersachsen. Aber trotzdem mache ich mir Gedanken, als ob ich einen 3-Wochen-Survival-Trip durch den Dschungel plante.
Kann vielleicht daran liegen, dass ich nicht wirklich urlaubserfahren bin. Hin und wieder eine Übernachtung im Hotel oder Tagungshaus macht eben keinen Urlaubsprofi aus mir.

Bleibt zu hoffen, dass die Urlaubsfreude dann vielleicht auf dem Weg über mich kommt, aber momentan sieht's ganz und gar nicht danach aus. Das Wichtigste ist mir zunächst, genügend Bücher dabei zu haben. Mich interessiert gar nichts, von mir aus kann es die ganze Zeit über regnen - ich will einfach nur lesen und meine Ruhe haben. Nicht besonders gesellig....

Hoffentlich raffe ich mich wenigstens soweit auf, dass mein Gepäck bis heute Abend vollständig ist. Morgen möchte ich noch die letzten Besorgungen machen, insbesondere schauen, ob ich im Jack-Wolfskin-Store eine Jacke zu reduziertem Preis ergattern kann. Aber - wer hätt's gedacht - auch der Gedanke an die Stadt, an die vielen Leute, an den Krach... nervt mich. Ich will einfach nur meine Ruhe haben.