Samstag, 31. Dezember 2011

Geschafft.

Habe alles erledigt, was ich heute, an diesem Wochenende, in diesem Jahr noch erledigen wollte oder musste.

Gestern Anträge auf Altersvorsorge-Zulage und Wohnbauprämie für das Jahr 2009 weggefaxt, heute die Steuererklärung 2007 (ähem...) direkt beim Finanzamt eingeworfen. Sowas mache ich ja leider immer auf den letzten Drücker. Schon seltsam, da arbeitet man im Büro, müsste das bisschen Schreib- und Formularkram mit links erledigen, aber man schiebt es auf die lange Bank bis kurz vor Fristablauf. Die geänderte Gesetzeslage, was die Abgabefrist für Steuererklärungen angeht (deutlich längere Fristen), kommt mir und meinen prokrastinatorischen Tendenzen (leider !) entgegen.

Gerade eben bin ich noch mit dem Staubsauger durch die Wohnung gedüst, was den sowieso schon arg gestressten Kater (ich sag' nur: Silvesterböllerei) auf die Palme bzw. den Schrank getrieben hat. Dafür habe ich dem Kater jetzt ein "Bollwerk gegen die Böller" errichtet: jetzt schon gefüttert, weil er später eh nix mehr anrührt, in allen kater-bewohnten Zimmern die Rollos runtergelassen und ein paar zusätzliche Handtücher in seine Höhle gestopft, in die er sich spätestens dann zurückziehen wird, wenn die Kinder draußen anfangen zu zündeln und zu knallen, und die er nicht vor morgen Mittag 12.00 Uhr verlassen wird.

Mein Auto ist in der Scheune geparkt (denn wenn eine Rakete den Lack beschädigt, zahlt es mir keiner, aber wenn eine Rakete die Scheune in Brand steckt und sie mitsamt Auto abbrennt, zahlt die Brandversicherung *g*).

Ich werde mich nun gleich in die Badewanne versenken, ein bisschen "Glückliche Auszeit" im duftenden heißen Wasser nehmen, und wenn ich und meine Haare wieder trocken und das Bad sauber ist, wird die Küche, oder zumindest die Arbeitsfläche, aufgeräumt.
Für heute Abend habe ich gebratene Nudeln mit in Sojasauce und viel "hot"-Zeugs mariniertem Tofu, Paprika, Chili und Knoblauch geplant.
Danach spülen, PC, rumgammeln - und vielleicht schon vor Zwölf ins Bett gehen, denn Silvester gibt mir nichts, erst recht nicht alleine.

Ich glaube nicht daran, dass sich was ändert, wenn das Datum vom 31.12. auf den 01.01. bzw. die Uhr von 23:59:59 auf 00:00:00 springt. Veränderung liegt im Wesentlichen in einem selbst, sagt man doch so, oder ? Die Menschen mögen halt gerne ihre Rituale, okay. Die Menschen mögen ja eigentlich alles, was mit ordentlich Alkohol sowie viel und lecker Essen, heute zusätzlich noch Feuerwerk, verbunden ist. Okay, das Feuerwerk mag ich auch. Aber das schaue ich mir auch gerne oder sogar viel lieber bei anderen Anlässen an (nämlich dann, wenn es ausschließlich professionell geplant und gezündet wird), auf die Laienböllerei kann ich echt verzichten.
"Brot statt Böller" - da antworte ich mit einem entschiedenen Jein. Ja, was diese unsinnigen und oft gefährlichen Böller betrifft, die nur Krach machen (und oftmals zur Sachbeschädigung genutzt werden). Nein, was das Feuerwerk an sich betrifft. Wenn alle, die sich für viel Geld Feuerwerksartikel in den Supermärkten kaufen, diesen Betrag (sagen wir mal nur) zur Hälfte spenden und die andere Hälfte als Kostenbeitrag für ein professionelles Feuerwerk durch einen Pyrotechnik-Firma entrichten würden, käme ordentlich Geld für einen guten Zweck zusammen, und man könnte sich darüber bei einem wirklich schönen Feuerwerk (das auch bei regnerischem Wetter wie heute funktioniert !) freuen.

Ansonsten war der Höhepunkt des vergangenen Jahres mein Urlaub auf Mallorca: zum ersten Mal seit über 10 Jahren länger als zwei oder drei Tage weg, per Flugzeug, für meine Verhältnisse richtig "weit" ;-) Im Urlaub gute Freunde noch besser kennen gelernt, und neue Bekanntschaften gemacht, die dank Facebook & Co. noch Bestand haben.
Leider wird das vergangene Jahr aber stark von ein paar herben Enttäuschungen in den letzten Monaten geprägt, weshalb es mir schwer fällt, heiter mit dem alten Jahr abzuschließen.

In diesem Sinn hier mein "Goodbye 2011"-Song. Der komplette Inhalt bzw. die Intention des Songtextes ist in diesem Zusammenhang nicht von Bedeutung, sondern lediglich der Titel, denn das ist mein Fazit für das Jahr 2011 :-)



Und für die, die es nicht so hart mögen:



CU in 2012.

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