Ich gehöre bisher eher zu den Leuten, die ungern Arztpraxen aufsuchen. Zunächst mal geht man ja meistens dorthin, wenn der Gesundheitszustand sich schleichend oder plötzlich verschlechtert (hat), was generell nichts Gutes ist (abgesehen vielleicht von morgendlicher Übelkeit aufgrund Schwangerschaft). Was die Sache mit den Vorsorgeuntersuchungen (wichtig, ganz ohne Frage !), die uns das Gesundheitswesen offeriert und finanziert, anbelangt, war ich bisher altersbedingt noch nicht so sehr betroffen, das fängt jetzt erst an. Und Schutzimpfungen brauche ich nur sporadisch, so das Übliche halt, Tetanus oder so, alle 10 Jahre. Hepatitis, Malaria & Co. brauche ich nicht - mir fehlt das Geld für Urlaube in Ländern, für deren Besuch spezielle Impfungen empfohlen werden. Ansonsten sah mich mein Hausarzt die letzten Jahre also eher selten.
Nun gibt es meine Hausarztpraxis nicht mehr und ich dachte mir, hm, auch wenn du dich seit Jahren bester Gesundheit erfreust (obwohl gemäß BMI und auch sichtbar übergewichtig), solltest du dich vielleicht vor der Erkältungs- und Grippesaison um eine(n) neue(n) Medizinmann/-frau kümmern. Also Adressen rausgesucht, nach Fachgebieten gefiltert, mich bei Bekannten nach deren Meinungen und Empfehlungen umgehört und mich nun für eine Ärztin entschieden, deren Praxis a) auf meinem täglichen Arbeitsweg liegt und die ich b) ggf. auch per ÖPNV erreichen könnte, zumal sie sich c) im 5 km entfernten Nachbarort befindet; außerdem hat diese Ärztin neben dem Fachgebiet Allgemeinmedizin noch d) Naturheilverfahren als weiteren Schwerpunkt.im Angebot und e) für berufstätige Menschen optimale abendliche Sprechstundenzeiten.
Also Sprechstunde aufgesucht, mich vorgestellt, einen Termin für eine Blutabnahme vereinbart, um wieder mal die Werte zu checken (das letzte Mal ist über 5 Jahre her gewesen). Zuvor musste ich kurz im Wartezimmer Platz nehmen, wo bereits eine andere Patientin schniefend, hustend, keuchend und niesend wartete... und vor meinem geistigen Auge entstand ein Bild von durch die Luft fliegenden und über den Fußboden kriechenden, fiesen Hustenbazillen, die sich auf uns andere Patienten stürzten.
Tja - wie nicht anders zu erwarten war kratze es am folgenden Abend schon auf's Übelste im Hals, in der Nacht lag ich dann drei Stunden wach mit Halsschmerzen und Reizhusten, und dann nahm die 3tägige Erkältung ihren Lauf. Krank zu Hause bleiben war arbeitsmengenbedingt und wegen diverser anstehender Besprechungen nicht möglich, also wurde ich im Büro von meinen Kolleginnen rührend mit allem versorgt, was die Pharmaindustrie an frei verkäuflichen Mittelchen wie Lutschpastillen, Kapseln, Tabletten, Tropfen und Brausetabletten zu bieten hat. Heute war ich dann auch selbst in der Apotheke und habe einen Vorrat für den Winter angelegt, den ich vermutlich wieder - wie immer - nach 4 Jahren unangerührt verklappen muss, aber seit ein paar Stunden habe ich das Gefühl, es wird besser. Hat man die Arzneimittel erst mal im Haus, wird bzw. bleibt man offensichtlich automatisch gesund. :-)
3 Kommentare:
Oder habe ich mich bei der erkälteten Arbeitskollegin angesteckt, die beim Seminar letztes Wochenende neben mir saß, und beklage mich zu Unrecht über den Ansteckungsherd Wartezimmer ?
Egal hatschi!, ich bin jedenfalls krank... ;-)
Gute Besserung!
Moves :-)
ah ja...danke für den Kommentar auf FB, werde mich bemühen :-)
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