Sonntag, 18. Juni 2017

Senile Bettflucht

Aufwachen. Sich auf die andere Seite drehen, Kissen etwas zurecht rücken. Dem Licht nach zu urteilen, das durch die Ritzen des Rollos fällt, ist es noch zu früh zum Aufstehen. Meinen Radiowecker, an dem ich sonst die Uhrzeit ablesen konnte, benutze ich nicht mehr, und wenn ich mich nun mühsam über die Bettkante hängen würde um mein ausrangiertes Phablet zu angeln, wäre ich endgültig wach. Aber es ist Sonntag und es stehen keine Termine an - also: ausschlafen, aber zackig! Nochmal zurechtruckeln, bis sich wieder alles bequem anfühlt und Augen schließen.
Hm. Funktioniert aber nicht. Nochmal drehen, Decke und Kissen zerknautschen. Hey, was soll das jetzt?
Okay. Aufstehen, mal eben ins Bad, dann wird sich schon zeigen, ob ich wirklich wach bin. Zurücktappen. Schon mal Tabletten nehmen, das Schilddrüsenhormon hat ja Starallüren und verlangt eine halbe Stunde Vorlaufzeit bis zum Frühstück, welches mittlerweile verlockend erscheint.
Feststellen, dass alle Fenster über Nacht offen und die Rollos (außer im Schlafzimmer) nicht geschlossen waren - macht nix, stabiles Wetter und jetzt angenehm frische Luft in der Wohnung!
Radio an - obwohl auch ich inzwischen ein Digitalradio mein Eigen nenne, höre ich in der Regel nur im Auto Radio, aber jetzt steht mir der Sinn nach der "guten alten Musik", also wähle ich einen Sender, der überwiegend Musik der 70er - (20)0er Jahre spielt.
Zähneputzen, Katzenwäsche, aktuelles Lieblingsparfum auflegen und vom Wohnzimmer aus den Sonnenaufgang betrachten - herrlich!
Ja, ich bin definitiv wach und es ist erst 6.30 Uhr - fängt jetzt diese senile Bettflucht an? ôô

Wenn der Tag so beginnt, habe ich auch Lust zu bloggen. ;-)

Dabei wird dieser Tag ja noch besser (vorausgesetzt, es wird nicht zu heiß)  - denn am Mittag werde ich zu einer Veranstaltung fahren, bei der ein Sternekoch samt Team in lockerem Ambiente Kleinigkeiten zum Verkosten zubereitet. Man kann wahlweise die Speisen einzeln kosten oder sich drei bzw. fünf Speisen zusammenstellen. Dürfte ja klar sein, wofür ich mich entscheide, ne? Anschließend werde ich noch einer kleinen Eisdiele (die für sich mit wenigen, dafür aber hausgemachten Eissorten wirbt) einen Besuch abstatten und mich in der angeschlossenen Pension erkundigen, ob ich Ende Juni für eine Nacht dort ein Zimmer bekommen kann, ein Mini-Urlaub gewissermaßen, mit dem ich ein dienstliches Seminar verlängern bzw. ausklingen lassen will.
Und auf dem Heimweg treffe ich mich dann noch  mit einer Freundin, die ich schon wieder zu lange nicht gesehen habe, auf einen Kaffee... und vielleicht noch ein Eis, je nachdem ob und wieviel Eis ich vorher schon verdrückt habe ;-)

Und jetzt ab in die Küche, kleines Frühstück, später dann zum Bäcker (der macht ja erst um 8.00 Uhr auf), der Restfamilie einen Besuch abstatten und mit frischen Brötchen überraschen und dann liegt sooo viel Tag vor mir - have a nice day!




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