Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen,
ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.
Johann Wolfgang von Goethe
Und hin und wieder bloggen.
Samstag, 12. März 2011
Clean-your-fridge-Day...
Also habe ich gerade mein schlechtes Gewissen im TK-Fach eingeschlossen, (blickdichte) Tüten vollgepackt und ab in die Tonne. Und schon wird's licht und sauber im Kühlschrank. Jetzt heißt es: bewusst einkaufen und nur das, was ich wirklich (ver-)brauche.
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Wohnzimmer penibel gereinigt, in allen Ecken und Ritzen Staub gewischt und aufgewaschen. Dummerweise vergessen, auch das Sofa abzusaugen / auszuklopfen. Das werde ich morgen noch nachholen und bei der Gelegenheit gleich testen, ob es noch gästebetttauglich ist (beim Transport von der früheren in die jetzige Wohnung war irgendwas gebrochen, wurde aber wieder zusammengeschraubt - hoffe, das hält).
Auch in der Küche gewischt, Esszimmer, Flur, Badezimmer sind morgen dran.
Draußen von der Straße aus sehr stolz auf meine glänzenden Fenster gewesen ;-)
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Am Nachmittag zum ersten Mal seit vier oder fünf Wochen wieder meinen Kurs im Fitnessstudio besucht. Ich glaube, ich habe mich ziemlich gut geschlagen. Bin dann mal auf die Intensität des Muskelkaters gespannt, falls er mich heimsucht.
Zu Hause 5 Happen Trockenobst gegessen. Bleibt aber eine Ausnahme, da ich auch Trockenobst als Süßigkeit(en-Ersatz) einordne. Wurde mir aber empfohlen, um den Süß-Heißhunger zu stillen (und irgendwann reicht's mir dann auch mal mit Äpfeln ;-)).
Freitag, 11. März 2011
Freitag, 11. März 2011
Frühstück mit einem Becher Kaffee und Knuspermüsli in Apfel-Kiwi-Joghurt, dabei am Netbook gesessen, bisschen rumgesurft, anschließend Frühstücksgeschirr gleich abgespült. Sehr schön.
Weniger schön der erste Anruf des Tages: die Autowerkstatt, wo sich mein Auto seit gestern zur Inspektion befindet. Gestern habe ich mich noch gefreut, dass sich niemand gemeldet hat und war davon ausgegangen, dass wohl am ersten Tag alles durchgeschaut wird, ob noch weitere Mängel festzustellen sind, so dass man dann rechtzeitig Ersatzteile bestellen kann. Schließlich stand mein Wunschtermin für die Abholung fest: heute 15.00 Uhr.
Gerade eben also der Anruf, dass es da noch zwei, drei weitere Sachen gäben, die zu beheben wären... und man wisse auch nicht, ob man das Teil noch rechtzeitig bekäme, und wenn man es nicht bekäme, würde das Auto auch erst am Montag Mittag fertig. Ähem ?!
Nun, habe meinem Serviceberater dann höflich erklärt, dass ich ohne Auto nicht zur Arbeit komme (für diese beiden Tage hatte ich mir ja extra Urlaub genommen, weil die Fahrt mit ÖPNV zu meiner Arbeitsstelle einer 1,5stündigen Odyssee - und das dann 2x/Tag - gleicht).
Im Übrigen werden durch die "Kleinigkeit" (so hat man es mir am Telefon angekündigt) die veranschlagten Kosten in Höhe von ca. 1.000 EUR nochmals um 260,00 EUR steigen (und dabei habe ich die Reparatur schon auf die sicherheitsrelevanten "Kleinigkeiten" beschränkt - vielleicht lasse ich den ebenfalls defekten Auspuff-Endtopf im Zuge des Reifenwechsels bei einer anderen Werkstatt reparieren).
Jedenfalls ist das ein supertoller Start ins Wochenende :-( (stelle gerade fest, dass auch meine Motivation für den Wohnungsputz deutlich gesunken ist).
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So langsam scheint der Hunger auf "süß" tatsächlich nachzulassen - mein Weg durch die Wohnung führte heute schon mehrfach an den Süßigkeiten vorbei und es kam kaum Wehmut auf; kann aber auch daran liegen, dass ich grundsätzlich (mal abgesehen von der Sache mit dem Auto) gut gelaunt bin. Lediglich im Supermarkt habe ich mich fast verlocken lassen, weil ich dort eine sehr lecker aussehende neue Schokoladensorte entdeckte. Dann fiel mir aber sofort ein: nein ! Auch beim Oster-Schokoladensortiment vor der Kasse habe ich zwar das eine oder andere in die Hand genommen und genauer inspiziert, mich dann aber doch entschlossen, noch keine Süßigkeiten für Osternester zu kaufen. Wenn ich jemandem zu Ostern was schenken möchte, kommen da sowieso nur ein paar wenige Personen in Betracht, und für die könnte ich vielleicht auch eine Kleinigkeit backen.
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Alle Fenster geputzt. Die Frühlingssonne kann kommen !
(und der eventuelle Besuch nächstes Wochenende auch :-))
Mein Auto habe ich auch wieder und die Rechnung lag sogar gute 150,00 EUR unter dem befürchteten Betrag. Zwar immer noch teuer genug, aber mit der gezahlten Rechnung kann ich leben - und mein Auto hoffentlich auch noch ein bis zwei Jahre...
Donnerstag, 10. März 2011
Obst statt Schokolade
Zum Anderen war (und bin) ich der Meinung, dass jeder Tag ein guter Tag sein kann, um sich und sein Verhalten - in welcher Hinsicht auch immer - zu verändern, da braucht's dann nicht unbedingt den Rahmen "Fastenzeit" dazu.
Da ich aber immer wieder der Prokrastination anheim falle, hielt ich dann den Aschermittwoch und Beginn der Fastenzeit für eine gute Gelegenheit, für eine gewisse Zeit komplett auf Süßes zu verzichten, wobei gilt:
- keine zwingende Beschränkung auf die Dauer der Fastenzeit, wenn ich es nicht durchhalte ist das ebenso okay wie wenn ich freiwillig verlängere (was im Hinblick auf die Osterfeiertage aber eher unglaubwürdig erscheint...)
- am Sonntag sind Ausnahmen erlaubt, insbesondere werde ich nicht stur auf meinem Vorhaben beharren, wenn ich irgendwo zum Kaffee eingeladen bin und der / die Gastgeber/-in hat extra Kuchen gebacken oder Backwerk besorgt
- sich etwas Süßes
a) bewusst und
b) in Gemeinschaft mit anderen
gönnen ist erlaubt.
Naja, was soll ich sagen - das war gestern ein verdammt harter Tag. Wie der Zufall so will (von wegen Zufall, im Radio hieß es, dass die Deutschen in erster Linie auf Alkohol und an zweiter Stelle auf Süßigkeiten verzichten wollen), hat meine Zimmerkollegin im Büro den gleichen Vorsatz. So quälten wir uns gemeinsam durch den Tag und gefühlte 100x begegneten sich unsere Blicke, die sagten: "Wenn ich nicht sofort Schokolade bekomme, werfe ich das Telefon an die Wand oder gehe senkrecht an die Decke". Aber wir haben den Tag geschafft.
Heute fällt es mir - obwohl ich Urlaub habe und die Gedanken ständig um Essen und Süßes kreisen können - sogar ein ganz kleines bisschen leichter. Ich könnte zwar immer noch ständig essen, bin aber standhaft, was Süßigkeiten angeht, obwohl der Vorrat noch gut gefüllt ist - umso besser, denn wenn nix da ist, verzichtet es sich natürlich leichter. Statt Schokolade mampfe ich im Viertelstundentakt ein paar Mini-Gürkchen. Wie viele Essiggurken darf man pro Tag essen, bevor der Magen übersäuert ?! Außerdem habe ich mir Apfel-Feige-Dattel-Tee gekocht, der ist von Natur aus süß und stillt ein bisschen die Lust auf Süßes. Und gleich ist Mittagessen, puh, damit wäre der halbe Tag dann durchgestanden ;-)
Sonntag, 6. März 2011
Guten Morgen Sonnenschein...
Dazu gab's eine(n) irgendwie ziemlich künstliche(n) Karamell-Latte-Macchiato für die Pad-Kaffeemaschine. Also erst ein Tütchen Milchpulver mit Karamellgeschmack mit dem heißen Wasser für eine Tasse auflösen, das fängt dann gleich mal schön zu schäumen an (yippeh Chemie !) und dann per Kaffeepad eine Tasse Kaffee drauf.
Im Ergebnis schmeckt das ... karamell-milchig-süß, der Schaum war in Menge und Geschmack schon fast penetrant... aber von Kaffee war da eigentlich nicht viel zu erahnen. Hatte dafür wahrscheinlich den Nährwert eines ganzen Frühstücks, denn obwohl ich heute schon seit 7.20 Uhr wach bin (ich glaube, ich werde alt !), habe ich noch immer keinen Hunger. Außerdem habe ich meine unbearbeiteten Poststapel in der Küche verteilt, damit ich - bevor ich Frühstück richten kann - gezwungen bin, diese erst zu sortieren und abzuhefte bzw. ggf. zu beantworten. Und damit mache ich jetzt auch weiter.
Samstag, 12. Februar 2011
Das Internet....
Da werde ich am Samstag mal um 7.00 Uhr wach, mir tut der Rücken vom Liegen weh, und während ich mühsam meine Augen öffne, lausche ich dem inneren Dialog.
Die Antriebslosigkeit (aka Faulheit aka Schweinhund usw.) schnurrt:
"Och nööö, ist doch so schön warm hier, noch 5 Minuten, am Wochenende kannst du doch liegen bleiben...".
Die Vernunft (aka Motivation o.ä.) gibt vom schmerzenden Rücken her zu bedenken:
"Ach was, der Rücken tut ja jetzt schon weh, du hast ausgeschlafen und wenn dich die Müdigkeit übermannt, legst du dich eben im Laufe des Tages mal fünf Minuten hin... wenn du jetzt aufstehst, hast du am meisten vom Tag und kannst schön frühstücken..." aber der Rest geht schon im Schnarchen vom Schweinehund unter.
Also bis 8.51 Uhr im Bett geblieben, um dann endlich gerädert aus dem Bett ins Bad zu wanken, wo ich im Spiegel feststelle, dass ich mind. 10 Jahre älter aussehe als ich bin.
Computer an, Messenger an, e-mails abrufen. Keine wirklich wichtigen e-mails, dafür ein Online-Bekannter online.
Hm, der Satz klingt blöd. Wie bezeichnet man denn korrekt und unmissverständlich solche "Bekannte" oder "Freunde", zu denen man (bisher) ausschließlich online Kontakt hat, mit denen man aber einen solch intensiven Austausch pflegt, dass sie einen in mancherlei Hinsicht besser kennen als die Leute im herkömmlichen, konventionell "realen" Umfeld ?
Diese Unterscheidung in "reale" und "virtuelle" Bekanntschaften mache ich nämlich ungern: es gibt in meinem Umfeld genügend "reale" Bekannte, denen ich nur sehr ausgewählte und gefilterte Information über mich preisgebe, weil ich mich nicht wirklich mit ihnen verbunden fühle. Diese Bekanntschaften beruhen nur auf gemeinsamen Interessen, Tätigkeiten o.ä. , aber es gibt keine "emotionale" Schnittmenge.
Andererseits habe ich einige, z.T. langjährige Online-Kontakte, die meine Gedanken, meine Sorgen und meine Wünsche besser kennen als mein persönliches "reales" Umfeld, die mehr von mir wissen als meine "realen" (engen) Verwandten und Freunde. Sind diese Online-Kontakte weniger wert, weil man dem Menschen dahinter (seltener) von Angesicht zu Angesicht begegnet ? Schließlich sitzt letztlich auch ein Mensch hinter dem anderen PC. Früher hat man telefoniert, wenn man weit voneinander entfernt war, heute benutzt man eben einen Messenger (und kann dort zugleich auch Bilder zeigen o.ä.).
Natürlich, beim "virtuellen" Gespräch fehlen nicht nur Mimik und Gestik, sondern - im Vergleich zum Telefonat - auch noch die Modulation.
Andererseits bleibt dann nichts mehr übrig als reine, pure Sprache... und gerade die Tatsache, dass Sprache ohne Mimik, Gestik und Modulation missverständlich sein kann, bietet erst recht Anlass und Inhalt für weiter führende Gespräche.
Jedenfalls habe ich dann ein angenehmes Gespräch im Messenger geführt, unterbrochen von einem kurzen Besuch beim Bäcker (was ich mir an einem Samstagmorgen ausgesprochen selten gönne), in aller Ruhe gefrühstückt (ich mache gerade eine ausgeprägte Honig-Phase durch) und als dann besagter Bekannter offline ging, klopfte mir die Motivation auf die Schulter und meinte: "Hey, jetzt hast du entspannt gechattet, schön gefrühstückt... wollen wir nicht mal schauen, ob wir ein bisschen Papierkram aufräumen könnten ? Oder irgendetwas anderes, was effektiver ist als online zu sein ?", aber da saß mir schon der Schweinehund zu Füßen und meinte augenzwinkernd: "Du hast schon lange nicht mehr gebloggt !"