Mittwoch, 17. Oktober 2012

2013 kann kommen

Heuer habe ich es nicht versäumt, mich rechtzeitig mit Terminplanern einzudecken, und zwar mit solchen, die mir gefallen und nicht mit denen, die im Geschäft eben noch übrig waren.
Musste nämlich im letzten Jahr feststellen, dass die Terminplaner gewisser Hersteller so gefragt sind, dass man schon Ende Okt. / Anf. Nov. vor leer gefegten Regalen steht und auch nicht nachbestellen kann, weil nichts mehr nachproduziert wird (klar, braucht im neuen Jahr dann auch keiner mehr - es sei denn, er / sie war zu spät dran so wie ich im letzten Jahr).

Auch wenn ich mein Smartphone (intensiv) nutze, ist und bleibt mir ein schöner Taschenkalender wichtig (was zuweilen Erstaunen bei den Mitmenschen hervorruft).

Nach Stöbern im Internet sowie Einkauf bei Buchhandlung und Schreibwarenladen ist meine Sammlung für 2013 komplett:
Einer, der auch in die kleinste Tasche passt: der türkisfarbene ganz vorne. Einer zum Mitnehmen, in den ich unterwegs Termine, Geburtstage etc ein- und dann zu Hause in andere (Termin)Kalender übertragen kann (es gibt z.B. Situationen, da finde ich es unschön, auf dem Smartphone rumzutippen, oder habe es schlicht und einfach nicht dabei): der graue mit den Ornamenten. Einer dient mir in gewisser Weise als strukturiertes Tagebuch, in den bzw. das ich am Ende des Tages eintrage, was ich getan habe, wo ich war, welche Erlebnisse / Begegnungen des vergangenen Tages schön oder weniger schön waren und noch einiges mehr: der große kunterbunte ganz hinten. Und zu guter Letzt einer als stille Reserve, denn ich habe noch für jeden Kalender einen guten Zweck gefunden: der ockerfarbene.

Freitag, 5. Oktober 2012

Schusters Rappen

Seit heute wieder im Besitz amtlicher Wanderschuhe. Eventuell steht noch Ende Oktober ein (verlängertes Wander-)Wochenende mit Freunden an, sofern wir noch eine Unterkunft bekommen. Der Empfehlung des Verkäufers (oder besser gesagt: Orthopädieschuhtechnikermeister, was wohl die sehr gute Beratung erklärt) gemäß werde ich meinen Sonntagsspaziergang dann mit diesen beiden hier antreten (die grottige Qualität von Bild & Bildbearbeitung zwecks Entfernung von Marken-/Firmennamen bitte ich zu entschuldigen):




Mittwoch, 3. Oktober 2012

F(r)eiertag

Für den heutigen Feiertag habe ich mir nur eine Stunde länger im Bett zugestanden als an normalen Werktagen. Und damit ich nicht der Versuchung erliege doch nochmal unter die warme Decke zu schlüpfen, habe ich unmittelbar nach der Katzenwäsche sämtliche Fenster aufgerissen - es roch in der Wohnung noch nach meinem Abendessen von gestern, einem Hähnchencurry aus Hähnchenbrust, gelber Paprika, Zwiebel, Ingwer, Joghurt und einmal-quer-durch-den-Gewürzschrank aka Salz & Pfeffer, Bockshornkleesamen, Kreuzkümmel, Schwarzkümmel, Kurkuma (für die Farbe, viel Eigengeschmack hat das Zeug ja irgendwie nicht), Currypulver, roter Currypaste und etwas Soja-Sauce. Schmeckte gestern Abend sehr lecker, aber das abgestandene Odeur eines am Vortag gekochten Essens lässt am nächsten Morgen doch sehr zu wünschen und den Wunsch nach frischer Luft übrig ...

Eigentlich schon angezogen für meinen sonn- und feiertäglichen 8.00-Uhr-Besuch bei der örtlichen Bäckerei entschied ich mich dann doch gegen frische Brötchen (und Süßkram...) und nahm mit dem altbackenen Inhalt meiner Brotschublade Vorlieb. Nun gut, Kaffee gekocht, ein Brötchen mit Marmelade geschmiert, PC angeschalten (erst mal gegoogled, ob es nun "angeschaltet" oder "angeschalten" heißen muss und gelernt, dass mein Bauchgefühl für "angeschalten" nicht falsch war, es sich dabei aber um eine veraltete Form handelt und "schalten" mittlerweile schwach konjugiert wird, also "ich habe angeschaltet"; als Liebhaberin veralteter Ausdrücke bleibe ich aber lieber bei der alten Form), ersten Rundgang zu meinen bevorzugten Ecken des Internets gemacht, Mails abgerufen. Erster Biss ins Brötchen - hmmppffrrgg - auf dem Bissen vorsichtig herumgekaut und den Geschmack für etwas sonderbar empfunden, das Brötchen einer genaueren Prüfung unterzogen... und einen winzigen Schimmelfleck entdeckt. Übersehen :-( Nun ja, man weiß ja mittlerweile, dass bei Brot der Schimmelpilz eigentlich schon überall ist, wenn er irgendwo sichtbar wird. Mahlzeit.Ich werd's überleben :-). Brötchen also entsorgt und somit einen Grund gehabt, DOCH zum Bäcker zu gehen :-)
So kam ich doch noch zu meinem Morgenspaziergang, widerstand beim Bäcker trotzdem dem Süßkram und frühstückte im zweiten Anlauf eine Laugenbrezel und einen Apfel mit dem restlichen Joghurt, der beim Kochen am Vorabend übrig geblieben war.

Der Unzufriedenheits-Flash, der sich im letzten Post niedergeschlagen hatte, ist halbwegs überwunden. Gestern einen guten Tag im Büro gehabt, deshalb auch für Donnerstag und Freitag motiviert. Vielleicht ist mein Problem weniger der Stress an den Arbeitstagen (der bleibt einfach nicht aus und die Möglichkeiten, den Umgang damit zu verändern, sind begrenzt) als vielmehr der fehlende Gegenpol an den Wochenenden und Feiertagen. Vielleicht müsste ich mich zu mehr "Freizeit(stress)" zwingen ?
Rudimentäre Erinnerungsfetzen an den Chemie-Unterricht vor einer halben Ewigkeit: manch exotherme Reaktionen benötigen zunächst eine gewisse Aktivierungsenergie, damit die Reaktion überhaupt anläuft (so war das doch ?).
Vielleicht muss ich mich zu (Freizeit-)Aktivitäten (außerhalb der Arbeit) zwingen (Selbstüberwindung als Aktivierungsenergie), damit ich (dann doch) Freude daran empfinde und einen positiven Effekt, einen Gewinn daraus ziehe (also Erholung und Stressabbau als exotherme Reaktion), statt zu Hause zu bleiben, weil ich nicht zusätzlich Freizeitstress haben möchte ?

Gestern rief mir ein guter Freund aus dem Internet in Erinnerung, einfach mal "ich muss" und "ich soll(te)" in meinem Sprachgebrauch durch "ich möchte", "ich kann" oder "ich darf" zu ersetzen.
Okay, ich reagiere zuweilen etwas allergisch, wenn man mir mit irgendwelchen oberflächlichen Motivations-Tricks und positiv-Denken-Floskeln kommt, aber das hängt auch immer davon ab, von wem mir das gesagt wird (im Falle dieses Freundes kann ich es akzeptieren).
Und ja... das lässt manches in einem anderen Licht erscheinen:
  • Ich muss heute Mittag nicht zu Termin X (weil ich eine Einladung bekommen und zugesagt habe, obwohl ich befürchte, dass es nicht besonders unterhaltsam sein wird), sondern ich darf (weil die Einladung zeigt, dass man mich wertschätzt und gerne dabei haben möchte) und kann dorthin laufen (weil ich zwei gesunde Beine, einen gesunden Körper habe und gehen kann wohin und wann ich will, ohne z.B. auf andere Menschen angewiesen zu sein).
  • Zwar muss ich auch, aber vor allem kann ich morgen zur Arbeit (weil ich, im Gegensatz zu vielen Menschen in unserem Land bzw. auf der ganzen Welt, die Möglichkeit und Chance habe, in einem halbwegs gut bezahlten Job unter akzeptablen Arbeitsbedingungen zu arbeiten, ohne ausgebeutet zu werden) und darf in diesem Job ziemlich eigenverantwortlich arbeiten, weil ich weiß, dass mein (direkter) Vorgesetzter mir vertraut und mich schätzt.
Wenn man dann noch beruflich tagtäglich mit Menschen in sehr schwierigen Lebenssituationen konfrontiert wird, verschwinden die eigenen Sorgen & Probleme zwar nicht, aber man gewinnt doch eine andere Perspektive.

So, Müslischüssel (Apfel / Joghurt) leer, jetzt darf / kann ich spülen, weil bei uns fließend kaltes und warmes Wasser zu erschwinglichem Preis eine Selbstverständlichkeit ist (wenn dir / Ihnen der Wasserpreis zu hoch erscheint, empfehle ich eine Besichtigung der örtlichen Wasserförderungs-/aufbereitungsanlagen mit fachkundiger Führung, evtl. auch der Abwasserreinigungs-/kläranlage).
Wenn's um Urlaub oder die allerneueste Technologie geht, spielt Geld für viele keine (große) Rolle, aber bei der Grundversorgung, z.B. mit Lebensmitteln oder eben Trinkwasser, kommt's manchen auf Cent-Beträge an. Verkehrte Welt.


Samstag, 29. September 2012

Und jetzt ?

Bin gerade mit allem unzufrieden.
Mit mir. Mit meinem Alltag. Mit meiner Arbeit(sleistung).
Ach ja, und auch mit meinem Blog.
Das ist doch sowas von gewöhnlich, von trivial hier.
Schon "Frau Alessa" - wieso habe ich mir damals nicht was Besseres einfallen lassen ?
(Naja, vermutlich ist mir eben damals nichts Bessseres eingefallen...).
Überhaupt die Aufmachung des Blogs (nun, ich meine mich zu erinnern, das Layout mal auf "ganz neutral" zurückgestellt zu haben in der Absicht, etwas Neues zu kreieren - wie man sieht, nix draus geworden).
Muss später mal schauen, was man hier überhaupt wie ändern kann.
Später (wie war das mit den Zielen, konkret terminiert sollten sie sein, nicht ?).
Also dann, bis später.

Sonntag, 9. September 2012

What a wonderful morning !

Das ist ja jetzt schon eine ziemlich blöde Überschrift für ein Blogpost. Klingt so übertrieben nach positiv-denken-die-Welt-ist-schön-Motivationsgedöns. Aber wenn man um 7.45 Uhr aus dem Haus geht und der Weg zum Bäcker einen geradewegs in Richtung der aufgehenden Sonne führt, man die Straße noch alleine für sich hat und sie überqueren kann ohne auf seinen Weg zu achten, denn ein herannahendes Auto, ja selbst ein Fahrrad würde man in dieser Stille hören, wenn die Vögel sich die Seele aus dem Leib zwitschern, und das Licht und alle Geräusche diese goldene Färbung angenommen haben, die einem signalisiert: jetzt kommt ein fulminanter Herbst.... dann ist das genau das Richtige für mich.

Hoffe nun sehr, dass der Rest des Tages genauso weiter geht, wie er begonnen hat. Schließlich hat er die besten Chancen dazu bzw. ich habe die besten Chancen, ihn zu einem wundervollen Tag zu machen !
(Mist, das klingt schon wieder nach Motivationscoach ... hmpf.)
Aber es stimmt schon, nicht die Dinge und Umstände sind schlecht, sondern die Gedanken, die ich ihnen möglicherweise zuordne, und die Art und Weise, wie ich sie empfinde bzw. damit umgehe.
Die Aussichten für diesen Tag sind besser als ich sie in den letzten Monaten jeweils hatte, also werde ich heute gefälligst meinen breiten Hintern, das Doppelkinn und die Mundwinkel hochkriegen, jawoll ! :-)


Am Freitag Abend mit Freunden (in den letzten Monaten war ich mir nicht mehr so sicher, ob "Freunde" wirklich noch die passende Bezeichnung sei, aber es geht aufwärts) in einem schnuckeligen Bistro. Nach einer Käseauswahl mit Baguette, Trauben und Oliven gab's Quiche Lorraine, eine französische Pizza (was auch immer daran französisch war...) und Flammkuchen mit Schmand, Zwiebeln, Champignons und Kräutern, anschließend ein Baguette mit Schinken und Käse (für die Begleiter) und einen mit Schmand, Zucker und Birnenscheiben belegten und mit Williamsbrand flambierten Flammkuchen für mich... mmmhh :-)
Danach waren wir dann satt und zufrieden und hatten uns vor allem auch gut unterhalten, ein paar (v.a. meiner) Missverständnisse der letzten Wochen und Monate haben sich aufgelöst. Heute Nachmittag sehen wir uns nochmal zu "Gutes-aus-Mamas-Garten-statt-Kaffee": es gibt Caprese von Mamas herrlich aromatischen (und zahlreichen) Strauch-, Eier- und Cocktailtomaten, Wasser- & Honigmelone aus Eigenbau (ja, das geht hier bei uns, und es geht sehr gut, die Melonen wachsen zwar nicht auf Medizinball-Größe wie die aus dem Supermarkt, sondern bleiben etwas kleiner, schmecken aber ungleich aromatischer !) mit luftgetrocknetem Schinken und scharfer Salami dazu, vier Sorten Käse (sehr pikanten Vierwaldstätter, Dijonsenf-Käse, eher süßlich-milden Feigensenf-Käse und dazu noch eine Weichkäserolle mit grünem Pfeffer) und diverse Olivensorten, dazu Baguette. Ach, da fällt mir ein, ich muss noch den Wein kühl stellen.

Vorher machen wir einem Biergarten in der Nähe unsere Aufwartung, der in diesem Jahr von einem neuen Pächter übernommen wurde, in dessen ehem. Lokal wir früher gerne und gut(bürgerlich) gegessen haben.

Und ehe man sich versieht, ist dann der Sonntag wieder rum und es geht morgen ins Büro.

Kurz vor Zehn packe ich dann meine Sporttasche ins Auto, fahre zum Studio, mache Sport gehe unter die Dusche und danach evtl. noch kurz in die Sauna oder lege mich auf dem Balkon in die Sonne (habe ja hier keinen Balkon).

Manchmal  Eigentlich geht's mir schon recht gut.
Es gibt (viele) Menschen, die haben größere (richtige !) Probleme.
Deshalb: enjoy !