Donnerstag, 11. April 2013

Unproduktiv

Habe die ganze Woche Urlaub. Da könnte man ja so viel machen.
Die Wohnung putzen, zum Beispiel.
Naja, wir wollen's ja nicht übertreiben und den Urlaub gleich in Stress ausarten lassen, außerdem soll man sich große, furchteinflößende Aufgaben in kleine Teilschritte zerlegen und sich für jeden erledigten Schritt belohnen. Um ehrlich zu sein, ich bin ja sogar zu faul mir Gedanken zu machen, wie die Teilschritte aussehen könnten. Bin gerade einfach nur - müde. Und genieße meinen Urlaub auch nicht wirklich. Die erste Hälfte der Woche spukten mir alle Aufgaben im Kopf rum, die im Büro letzten Freitag unerledigt geblieben sind. Und seit gestern mache ich mir wieder Gedanken, was am Montag wohl alles auf mich zukommen mag, weil es schon während des Urlaubs dringlich geworden ist. Das wirkt sich dann im Weiteren so aus, dass ich für die nächste Woche schon gar nichts mehr Privates plane (z.B. fragte gestern Abend eine Freundin, ob wir nächste Woche nicht mal abends was essen gehen wollten) - habe ihr gesagt, dass ich das erst zusagen kann, wenn ich weiß, wie es im Büro aussieht und an wie vielen Tagen ich länger arbeiten muss, um das Chaos halbwegs in seine Schranken zu weisen. Aber das geht wohl jedem so - oder ?

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Heute Morgen (okay, es war deutlich nach Zehn *räusper*) aus dem Haus gegangen und festgestellt: jetzt ist der Frühling aber wirklich da und der warme Wollmantel kann wohl so langsam verstaut werden. Es fühlte sich fast schon wie ein schwül-regnerischer Morgen nach einem nächtlichen Sommergewitter an.

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Auf's Bloggen hätte ich jetzt noch am ehesten Lust, aber - sorry - ich muss mich aufraffen und andere Dinge tun. Bin (war) eigentlich nur hier, um mich zu drücken vor dem, was getan werden muss ;-) deswegen wird die Kiste jetzt ausgeschaltet, aber nicht ohne auf einen Artikel von Anke Groener zu verweisen, der mir irgendwie aus der Seele spricht, besonders was das Thema "verzichten" betrifft.


Sonntag, 31. März 2013

Gremolata

In meiner Familie ist es am Karfreitag üblich, dass wir am Mittag alle zusammenkommen und gemeinsam Fisch essen. Solange mein Bruder und ich noch klein waren, gab es Fischstäbchen, später, als wir und unser Appetit wuchsen, diese rechteckigen Pressfisch-Briketts in Panade / Backteig.
Heute wissen wir natürlich alle, dass "richtiger" Fisch viel teurer gesünder ist und kaum besser schmeckt als der Pressfisch von damals, also gibt's mal Lachs, mal Kabeljau oder Scholle, paniert oder auch nur mehliert und dann gebacken, dazu Kartoffeln und einen Blattsalat oder - aus zwei mach eins - Kartoffelsalat.

Nun lag am Freitag eine große Zitrone herum, die in Scheibchen geschnitten und zum Fisch gereicht werden sollte. Da es hiefür aber auf den Saft und nicht auf die Schale ankommt, fiel mir ein, dass ich fix eine Art Gremolata zubereiten könne. Puren Zitronensaft auf Fisch mag ich nicht und eine Gremolata erschien mir persönlich leckerer, wenn ich mir auch sicher war, dass meine Eltern sie vielleicht aus Höflichkeit probieren, eher aber gar nicht anrühren würden.

Also rieb ich die Zitronenschale ab, schnitt Petersilie und etwas Knoblauch klein und vermischte alles mit einem Schuss Öl (eigentlich gehört da kein Öl rein, aber so ließ sich die Masse besser auf dem Fisch verteilen :-)).

Die geschmackliche Kombination aus frisch-fruchtiger Zitrone mit Petersilie und einem Hauch Knoblauch schmeckte mir sehr gut zum Fisch. Und wohl nicht nur mir, denn das Schälchen mit der zugegebenermaßen sehr spärlichen Portion (die ja sonst sowieso keiner essen mag.... von wegen ! ;-)) war ruck-zuck geleert.

Sonntag, 17. März 2013

Fußnoten

Um an den letzten Eintrag anzuknüpfen: die Sache mit dem spontanen Urlaubstag am Mittwoch war eine sehr gute Idee. Am Nachmittag habe ich mich nämlich auf die - ursprünglich für Freitag geplante - Suche nach Schuhen für Frühjahr / Sommer, den "Übergang", also irgendwie auch für Herbst ... eben "feineren", weniger klobigen Schuhen gemacht.
Ganz untypisch für eine Frau: ich hasse Schuhe kaufen, es widerstrebt mir und ich bin weit davon entfernt, zu Hause Unmengen von Schuhen irgendwie verstauen zu müssen. Bin da sehr zweckmäßig, ich habe Schuhe für "gute Anlässe", für den Alltag und für "Drecksarbeit", und farblich bewegen sich diese meistens zwischen braun - schwarz - grau, so dass sie eben zu jedem Outfit passen.
Sicherlich liegt meine Unlust, was das Schuh-Shopping angeht, zu einem guten Teil darin begründet, dass ich (für mein Empfinden) so unförmige, sprich: zu breite, Füße habe und die bezaubernden, hübschen Schühchen, für die andere sich so begeistern können, gar nicht erst anprobieren brauche - entweder sie passen von vornherein nicht oder es ist abzusehen, dass ich den (mehr oder weniger stabil gearbeiteten) Schuh in kürzester Zeit breit und flach getreten habe.

Nun habe ich letzten Herbst neue Wanderschuhe gekauft, und zwar bei einem Orthopädie-Schuhtechniker, der in seinem Laden neben dem klassischen orthopädischen Schuhsortiment auch hochwertige Wander (neudeutsch) Trekkingschuhe sowie eine kleine aber feine Auswahl an "Alltags"-Schuhen anbietet. Schon beim Kauf meiner Wanderschuhe bekam ich eine Kostprobe davon, dass in diesem Laden nicht ein hübsch anzusehender, in dieser Saison total trendy sein mögender Schuh im Mittelpunkt steht, sondern die Füße der Kunden und deren individuelle Bedürfnisse. Da wird zunächst mal der Fuß (ohne Socken !) in Augenschein genommen, der Knöchel betastet und dann auch ausführlich erläutert, wieso ein bestimmter Schuh empfohlen, von einem anderen (auch wenn er einem noch so gut gefällt ...) hingegen entschieden abgeraten wird.
So hatte ich z.B. verinnerlicht, dass ich wegen meiner "großen" Füße bestimmt keine Ballerinas bzw. Mokkassins mit weitem "Ausschnitt" (wie nennt man die Öffnung, in die man hineinschlüpft ?) tragen könne. Da lag ich aber offensichtlich falsch, denn: ich habe zwar breite, aber keinesfalls lange Füße, so dass es eigentlich nur darauf ankommt, dass das Modell meiner Wahl etwas weiter geschnitten ist. Anprobiert - passt ! In meiner Begeisterung habe ich mich dann auch noch auf Hellbeige eingelassen, was bei mir bisher ein "no-go" war ("wozu soll ich die denn tragen ?" "total fleckenanfällig und aufwändig zu pflegen" "so eine Farbe lenkt die Aufmerksamkeit doch erst recht auf meine hässlichen Füße !").
Außerdem habe ich gelernt, dass Absätze, auch wenn man - wie ich - etwas mehr Gewicht mit sich rumschleppt, nicht unbedingt schlecht oder schädlich sind und dass meine Beine / Füße am ehesten mit einem mittelhohen Absatz harmonieren, den ein weiteres Paar schwarzer, geschnürter Trotteurs (Schnäppchen !) aufweisen.
Bei weiteren 15 % Rabatt auf die gesamte Kaufsumme und einer wert-vollen Beratung wieder mal ein guter Grund, dem Fach-Einzelhandel treu zu bleiben.

Mittwoch, 13. März 2013

Ganz spontan ...

... habe ich mir heute einen Tag frei genommen. Für diese Woche hatte ich eigentlich schon einen Tag Urlaub vorgesehen, und zwar am Freitag, denn am Samstag möchte ich nach Nürnberg fahren, um eine (evtl. auch zwei) Freundin(nen) zu besuchen. Also hätte ich ein verlängertes Wochenende gehabt und alles, was in der Wohnung am Wochenende bzw. Samstag so zu erledigen ist, auf den Freitag vorgezogen.

Nachdem ich aber gestern Morgen aufgewacht bin und festgestellt habe, dass ich auf dem linken Ohr fast nichts mehr höre abgesehen von einem steten Rauschen, das mich dann auch durch den restlichen Tag begleitet und Telefonate und Gespräche im Büro stark beeinträchtigt hat, hielt ich es für besser, heute mal lieber zu meiner Hausärztin zu gehen. Eigentlich bin ich ja die Gesundheit in Person und wenn ich kränklich bin / war, dann fiel das meist unter die Kategorie "Was von selbst kommt, geht auch von selbst wieder weg." Habe dann aber doch auf die Warnungen der Tinnitus- und Hörsturzbetroffenen gehört (mehr so mit dem rechten Ohr ;-)).
Ist aber halb so schlimm, beginnende Mittelohrentzündung, nicht verschreibungspflichtige Heilmittelchen, viel trinken, am Donnerstag nochmal zur Kontrolle, das wird schon (und hoffentlich ist das Rauschen dann tatsächlich weg).
Da ich es nicht mehr vor 10.00 Uhr ins Büro geschafft hätte, aber heute Abend einen Termin habe und deshalb früh gehen muss, der Tag also sowieso schon zerrissen war, habe ich den Urlaubstag also kurzerhand von Freitag auf heute verschoben.

Dann habe ich vorhin meine Medikamenten-Schublade gecheckt und festgestellt, dass ich zwei der Medikamente, die die Ärztin empfohlen hat, sogar hier habe und - oh Wunder - deren "Verwendbar bis"-Datum noch nicht abgelaufen ist.
Anschließend endlich gefrühstückt (um 9.40 Uhr).

Ach ja, Frühsport hatte ich heute auch schon. Damit ich rechtzeitig bei der Ärztin vor der Tür stehe, bin ich sowieso früh aufgestanden, habe mich fertig gemacht, aber noch nicht gefrühstückt. Draußen hatte es heute Nacht nochmal richtig schön geschneit, ganz leichter Pulverschnee, also bin ich zum Haus meiner Eltern gelaufen, habe mir dort die Schneeschaufel geschnappt und den Gehsteig entlang unseres Grundstücks und den Weg über das Grundstück geräumt und gestreut. Danach war ich so richtig wach :-)



Sonntag, 13. Januar 2013

Dann mal los

Gelegentlich habe ich es schon erwähnt, mein mittlerweile (fast all-)sonntägliches Morgenritual: aufstehen, (warm) anziehen, Spaziergang zum Bäcker, zwei Brötchen und / oder was Süßes einkaufen, zurück zur Wohnung, Kaffee kochen (wobei bei mir eher die Auswahl der Kaffeesorte als der eigentliche Kochvorgang im Vordergrund steht...) und dann mit Frühstück ab an den PC. Jaja, ich weiß schon, man soll nicht essen am PC, TV etc pp... nun, sagen wir, das ist meine Morgenlektüre, andere lesen die Zeitung am Frühstückstisch, aber einsam am Esstisch zu sitzen würde mich doch sehr betrüben, also findet meine Morgenlektüre am PC statt.

Am PC sitzend rufe ich dann zuerst mein Mailprogramm auf und sämtliche Konten ab und surfe anschließend durch meine Blogroll bzw. auch zu anderen von mir gerne gelesenen Blogs, und wenn ich Freitag und / oder Samstag Abend unterwegs und deshalb selten am PC war, erwartet mich dort ausreichend frischer Lesestoff. Nun war ich gestern aber sowas von träge, war - wenn überhaupt - nicht lange aus dem Haus und hatte im Hintergrund immer den PC laufen, so dass ich - was "meine" Blogs anbelangt - auf dem Laufenden bin.

Nichtsdestotrotz war ich heute morgen schon ein bisschen enttäuscht, dass es so gar nix "Neues" in meiner Blogosphäre gab (und während ich das schreibe, komme ich mir schon ein bisschen "voyeuristisch" vor, hm).

Nun, man kann eben nicht erwarten, dass andere immer tun und machen (bzw. schreiben), sondern sollte auch selbst wieder mal den A...llerwertesten hochkriegen - oder in diesem Fall eben diesen vor dem PC platzieren und ein bisschen was schreiben.

Wobei es im Grunde nix Weltbewegendes zu schreiben gibt. Heute Mittag gehe ich mit einer Bekannten ins Café und danach klingt der Sonntag bzw. das Wochenende auch schon aus. Die kommende Woche ist schon gut mit Terminen durchsetzt, morgen Abend Sport (hatte ich eigentlich vor) oder Probe (davon habe ich am Wochenende erfahren und jetzt weiß ich nicht, wofür ich mich entscheiden soll, hatte schon die letzte Probe absagen müssen ...), am Dienstag kurz bei der Kosmetikerin vorbei und anschließend evtl. Sport (falls ich mich am Montag für die Probe entscheide), am Mittwoch Abendessen mit KollegInnen (Höhepunkt der Woche :-)), Donnerstag Abend Meeting, Freitag Abend... ausruhen. Denn am Samstag und Sonntag steht - wenn sich ausreichend Teilnehmer anmelden und es tatsächlich stattfindet - ein jeweils ganztägiges (und voraussichtlich auch körperlich anstrengendes) Seminar auf dem Plan, auf das ich schon seit 3 Wochen hinfiebere. Aber zumindest bin ich in der (eigentlich un-)glücklichen Lage, mann- und kinderlos zu sein - niemand erwartet von mir, dass ich zusätzlich jeden Tag ein (warmes, wohlschmeckendes) Essen auf den Tisch stelle, Berge an Wäsche wasche und die Wohnung blitzblank wienere.

Die letzte Woche wurde im Wesentlichen durch die Arbeit bestimmt, mein einziges Ziel war den Stapel Urlaubspost abzutragen und das gelang auch auf zufriedenstellende Weise. Abendlicher Sport: Fehlanzeige. Fehlt(e) mir zwar irgendwie, aber die erste Hälfte der Woche war mir nach einem kleinen Eingriff ärztlicherseits von körperlicher Anstrengung abgeraten worden, und in der zweiten Wochenhälfte war ich einfach nur noch schlapp.

In der Woche davor, zwischen Neujahr und Hl. Drei König, hatte ich mit einer Bekannten zwei Übernachtungen in einem kleinen Wellness-Hotel gebucht. Naaaja. Ganz nett, aber der Hotelprospekt ist... ich sag' mal... fantasievoll getextet und gut fotografiert. Das Hotel, v.a. der Wellnessbereich hielt nicht, was vorher angekündigt war. Obwohl die Voraussetzungen durchaus gegeben und zahlreiche Ansätze vorhanden sind. Sowohl beim Service als auch hinsichtlich der Ausstattung fehlte der "Feinschliff". Ich bin keinesfalls "etepetete" und grundsätzlich bereit bei diesen Punkten Abstriche zu machen - wenn der Preis stimmt. Aber bei den Übernachtungsentgelten, die dort mittlerweile verlangt werden, muss sich die Leistung auch mit denen preislich vergleichbarer Häuser messen lassen. Großer Pluspunkt: das Essen war qualitativ und quantitativ einwandfrei und immer liebevoll angerichtet.

So, nachdem ich mein Frühstück mit einem Joghurt abgeschlossen habe, komme ich auch hier zum Ende und schau' mich um, ob es mittlerweile frischen Lesestoff auf der Blogroll gibt. Schönen Sonntag :-)