Montag, 13. April 2009

Spätzle selbstgemacht

Um es vorweg zu sagen: die Spätzle sind super geworden und haben absolut lecker geschmeckt, kein Vergleich zu Fertigware, ob nun tiefgekühlt oder Trockenware.
Mag vielleicht auch zu einem Teil daran liegen, dass ich natürlich Spätzle mit (viel) Eiern gemacht habe, ist ja schließlich auch Ostern ;-)

Mein Bruder, der Spätzle immer und sehr gerne isst, hat schon beim ersten Blick auf den Esstisch festgestellt, dass das nicht die "Spätzle von *pieeep*" sind, die bei den Eltern bzw. uns sonst auf den Tisch kommen. Aber er war ebenso wie meine Eltern und ich begeistert, wie viel besser als Fertigware diese frisch gemachten Spätzle schmecken.

Und soviel Aufwand war es im Grunde auch nicht, am längsten dauerte es, bis die 5 l Wasser endlich gekocht haben. Wenn ich dann beim nächsten Mal noch die Dienste der Küchenmaschine in Anspruch nehme, ist es eigentlich kaum mehr Arbeit. Das Schlagen des Teiges per Hand beansprucht die Muskeln allerdings schon ordentlich :-)




1. Alle Zutaten stehen bereit; 2. links unten ist eine der Luftblasen zu sehen, bis zu deren Erscheinen der Teig geschlagen werden muss; 3. Spätzleteig auf Hobel und eine Portion fertige Spätzle; 4. die fertigen Spätzle steigen im kochenden Wasser nach oben.

Fotos gibt's (vielleicht) auch noch, dazu muss ich aber zunächst meinen flickr-Zugang wieder finden und die Bilder hochladen.

Ansonsten: der strahlende Sonnenschein vom Morgen hielt an, bis die Sonne am Abend glutrot unterging, die Temperaturen lagen um die 25°C und man sollte nicht meinen, dass es gerade mal Mitte April ist...

Ostermontag

Da es schon die ersten Nachfragen gibt, ob dieses Blog überhaupt noch irgendwann aktualisiert wird, nutze ich die Morgenstunden des freien Ostermontags dazu, ihm wieder etwas Leben einzuhauchen. Ist ja schließlich das Fest der Auferstehung, wieso also nicht auch dieses Blog hier.

Ein weiterer Grund für mein verhältnismäßig frühes Tätigwerden am PC ist, dass sich derzeit mein Wach-Schlaf-Rhythmus zu verschieben scheint. Während ich sonst nachts sehr lange am PC ausharrte, surfte, in Foren las und chattete, und dann erst spät am nächsten Morgen - oder nennen wir es besser: Mittag, so zwischen 11.00 und 11.30 Uhr - erwachte, übermannt mich die Müdigkeit immer öfter sogar schon vor Mitternacht.
Das liegt vielleicht auch zu einem Teil daran, dass alte Internet-Bekanntschaften an Intensität nachlassen und es unsinnig wäre, stundenlang nachts einfach nur in den PC zu starren, statt wie früher rege virtuelle Kommunikation zu betreiben.

So lag ich also auch gestern Abend schon um 23.30 Uhr ziemlich müde im Bett, das ich heute Morgen um 5.07 Uhr erstmals verlassen habe ;-)
Weil 5.07 Uhr für meine Verhältnisse nun doch reichlich früh ist, legte ich mich nochmal hin, nur um stündlich festzustellen, dass mein Rücken es doch besser fände, wenn ich nun aufstände. Um kurz nach Acht hielt ich es dann wirklich nicht mehr aus, habe den Rollo gezogen und wurde von strahlendem Ostermontags-Sonnenschein belohnt.

Der geschätzte Leser fragt sich nun: wieso setzt sie sich an den PC, statt eben diesen Sonnenschein vor der Haustüre zu genießen ? Nun, ich leide seit nun mehr fast 2 Wochen unter sämtlichen Symptomen einer heftigen Erkältung, angefangen von Halsschmerzen über Husten und Heiserkeit, Schnupfen und jetzt verstopften Nebenhöhlen mit Hörproblemen. Und wenn ich draußen in der Hitze - so empfinde ich es momentan - bin, geht's mir damit noch schlechter als eh schon :-( Und ich hoffe doch, dass dies nicht die letzten sonnigen Tage im Jahr 2009. Außerdem kann ich nicht mit Sicherheit ausschließen, dass ich evtl. auch Probleme mit Pollen habe (erst seit ein, zwei Jahren), was ich eigentlich schon lange mal austesten lassen wollte. Habe mir aber nie die Zeit genommen und mir im Übrigen gedacht: was nutzt es mir, wenn ich dann weiß, worauf ich allergisch bin ? Vielleicht reagiere ich dann umso heftiger oder "leide" subjektiv mehr unter den Symptomen, wenn ich dann in der Pollenvorhersage höre, was durch die Luft fliegt und weiß, dass ich darauf allergisch bin ? Und nach allem, was ich bisher so von heuschnupfengeplagten Zeitgenossen hörte, gibt es ja wohl wirklich nicht DAS Wundermittel ohne Nebenwirkungen dagegen, sondern man muss diese Wochen letztlich eben doch aushalten. Ein diagnostizierter Heuschnupfen macht's dann auch nicht besser ;-)

So, jetzt habe ich also hier vor dem PC gefrühstückt - zunächst Brötchen mit körnigem Frischkäse und Akazienhonig. Allerdings habe ich dieses nach einigen Bissen entsorgt, weil mir der Geschmack ein bisschen suspekt war, und Schimmel entsteht ja schon, bevor man ihn sieht... Habe dann als Ersatz Mamas Osterkuchen aus dem Kühlschrank genommen und mich mit einer Tasse heißem Kaffee hier vor den Monitor gesetzt und - wie man sieht - einen Eintrag ins Blog geschrieben. Der Kaffee ist nun leer, der Kuchenteller stark dezimiert.

Als Nächsten packe ich meinen neu erworbenen Tupper-Spätzlehobel und das dazugehörige Spätzle-Rezept, laufe zu meinen Eltern und werde dort zum ersten Mal Spätzle selbst machen (als Nicht-Schwäbin muss mir die Fähigkeit zur Zubereitung von Spätzle schließlich nicht angeboren oder in die Wiege gelegt sein ;-)). Bin sehr gespannt. Sollte die Fabrikation erfolgreich verlaufen, schwebt es mir vor, anschließend ein, zwei Blatt frischen Bärlauch aus unserem Garten zu ernten und die Spätzle in einer Bärlauchbutter anzubraten.

Los geht's.

Samstag, 4. Oktober 2008

Weinlese

Ein anstrengender Tag liegt hinter mir.

Wir hatten heute Weinlese, die Silvaner waren dran. Zunächst sah es so aus, als ob uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen wollte, aber nach ein paar vereinzelten Tropfen verzogen sich die dunklen Wolken und machten der goldenen Herbstsonne Platz.

Nach guten 3 Stunden waren wir fertig und konnten die Lese mit einer Brotzeit in den Weinbergen abschließen. Anschließend gab es noch Kaffee und Kuchen, bevor Petrus entschied, dass es jetzt genug sei und wieder graue Wolken vor die Sonne schob. Nach einer weiteren Viertelstunde wurde der Wind so heftig und eisig, dass auch die Hartgesottenen schließlich aufbrachen. Zuhause spülten wir das Geschirr und räumten auf, und anschließend konnte ich dann sogar noch schnell in mein Fitnessstudio und dort nach einer heißen Dusche noch bei einem Saunagang entspannen. Danach kurz noch bei Aldi und Edeka eingekauft und ab nach Hause.

Abgesehen von ein paar kleinen Sünden (eine Tafel Schokolade, ein Päckchen Lebkuchen und ein Glas Nutella) bin ich stolz darauf, was in meinem Einkaufswagen landete: Salat, Birnen, ein Pfirsich, Bananen, ein großer Becher Magerjoghurt, ein Päckchen zarte Haferflocken, TK-Obstmischung und zwei TK-Gemüsemischungen. Dann steht doch eigentlich einer gesunden Woche nichts entgegen ?!

Gerade eben habe ich noch mein schönes, elegantes, bisher sehr selten getragenes Trachtenkleid aufgebügelt, denn wir haben morgen gleich zwei Termine, am Morgen und am Abend. Abgesehen davon, dass das Kleid meine (schlechte) Figur besser kaschiert, ist es auch etwas wärmer - morgen soll es ja wieder kalt und stürmisch werden.

Jetzt zeigt die Arbeit an der frischen Luft ihre Folgen: ich bin müde und kaputt und meine Knochen fühlen sich an, als ob ich mindestens 20 Jahre älter wäre ;-) Habe es gerade noch so geschafft, mir einen leckeren Rooibos-Tee "Gebrannte Mandel" aufzubrühen. Der duftet so lecker ! (und ich hoffe, er stillt ein bisschen meinen Süßhunger, damit ich nur ein paar wenige Spekulatius dazu verspeise...).

Der morgige Tag verheißt leider keine Erholung, drei Termine, die im Grunde fast den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Aber danach geht es mit großen Schritten Richtung Advent, stille Zeit, und ich hoffe, bald auch Urlaub nehmen zu können.

Hm... was heißt da eigentlich : ... "Urlaub nehmen zu können" ? Ich muss endlich Urlaub nehmen (habe noch Resturlaub aus letztem Jahr und den vollen Urlaub aus diesem Jahr !) und ich darf auch Urlaub nehmen (habe schließlich während sämtlicher Ferien Vertretung für die Kollegen mit Kindern gemacht). Allein mein Perfektionismus lässt mich glauben, dass ich unbedingt erst mit meiner Arbeit auf dem Laufenden sein muss, bevor ich gehe. Dabei weiß ich doch ganz genau, dass dies bei unserer derzeitigen Arbeitsbelastung nicht mehr möglich ist. Und außerdem - was bringt es denn ? Wenn ich nach 2 oder 3 Wochen Urlaub zurückkomme, finde ich eh meinen Schreibtisch vor lauter Post und Arbeit nicht mehr, also kommt es auf zehn Poststücke mehr oder weniger auch nicht an.
Im Grunde ist es ja so: wir versuchen alle, das Unmögliche möglich zu machen. Aber erst wenn die Arbeit liegen bliebe und die Beschwerden sich häuften, würde unsere Leitung vielleicht endlich auf die aktuellen Zustände, auf die Arbeitsbelastung, aufmerksam werden. Aber solange jeder ackert und versucht, das ständig wachsende Arbeitspensum irgendwie - mehr schlecht als recht - noch zu bewältigen, ist ja alles in bester Ordnung... scheinbar. Das geht solange, bis die Mitarbeiter irgendwann krank und so zur Pause gezwungen werden - und mittlerweile hat es schon einige erwischt, die sonst immer fit und sehr leistungsfähig waren...

Ach ja...

... was schrieb ich da am 31.08.2008:

...und um die Verlockung, noch nachlässiger in Sachen Ernährung zu werden, im Keim zu bekämpfen, hielt ich es für eine gute Idee, mir diese Klamotten noch einmal vor Augen zu führen.

Ich würde sagen: das hat wohl nicht viel genützt !

Da ich nun meine persönliche Schallgrenze von 100 kg wieder durchbrochen hatte (nach oben, wohlgemerkt), besuche ich seit 3 Wochen wieder ein WeightWatchers-Treffen in der Nähe und versuche - derzeit noch mit immensen Anlaufschwierigkeiten - meine Ernährung, mein Leben, wieder am Programm zu orientieren (was mir bei meiner ersten Abnahme wesentlich leichter gefallen ist).

In der Zeitung hatte ich gelesen, dass in unmittelbarer Nähe eine Gruppenleiterin ein Treffen anbietet, die ich damals kennengelernt hatte, wenn ich nicht am gewöhnlichen Tag zum Treffen gehen konnte, sondern auf ein anderes in der Nähe ausweichen musste. Sympathisch war mir die Dame damals schon, und nachdem ich jetzt ihre Treffen besuche, ist sie mir noch sympathischer geworden, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie ebenfalls bloggt :-) u.a. auch zum Thema WeightWatchers (bzw. wie sie selbst damit lebt).

Bin am Überlegen, ob ich nicht meine Erfolge & Misserfolge, meine Erfahrungen, Gedanken bei meinem zweiten Start ins leichtere Leben hier im Blog niederschreiben soll. Bin ja sonst niemand, der gerne über sich und seine Gedanken & Gefühle redet. Aber andererseits hat das Bloggen auch eine gewisse Kontrollfunktion, weil man sich immer mal wieder durchlesen und vor Augen führen kann, was man geschrieben hat, weil man sich beim Durchblättern nochmal vergegenwärtigt, was einem weniger gut getan hat und wovon man profitiert.

Und schon mischt sich wieder mein kleiner Perfektionsteufel ein: "wenn du das machst, dann muss es auch gut sein, interessant geschrieben, schöne Bilder, übersichtlich, angenehm zu lesen". Man sollte meinen, ich werde für's Bloggen bezahlt. Werde ich aber nicht.
Halt die Klappe, Perfektionsteufel !

Sonntag, 31. August 2008

Was Frauen wollen: Stretchjeans

Nein, nicht diese hässlichen Stretchröhren, wie man -pardon- frau sie in den beginnenden 80er Jahren (wenn mich mein Mode-Gedächtnis nicht im Stich gelassen hat) trug, sondern diese charmanten Beinschmeichler aus Jeansstoff mit Stretchanteil, die in den letzten Jahren mehr und mehr den Markt erobert haben.

Ich habe gerade eben die Kleider, denen ich (negativ, gewissermaßen) entwachsen bin, sortiert und in einen großen Plastiksack verpackt, um sie in einen dunklen Winkel des Kellers zu verbannen. Leider habe ich in den letzten Monaten wieder deutlich zugenommen, aber noch nicht so sehr, dass ich mich wieder dieser (SEHR großen) Hosen und Pullover bedienen müsste, und um die Verlockung, noch nachlässiger in Sachen Ernährung zu werden, im Keim zu bekämpfen, hielt ich es für eine gute Idee, mir diese Klamotten noch einmal vor Augen zu führen.

Bei den Beinkleidern herrscht derzeit etwas Notstand, denn meine Lieblingsjeans kneifen erheblich (wenn sie sich überhaupt schließen lassen), so dass ich schon auf die etwas größeren Exemplare meiner aktuell im Schrank befindlichen Sammlung ausweichen musste. Für den Fall der Fälle habe ich also alle alten Jeans nochmal durchprobiert und darunter waren auch etliche klassische (brettsteife) Jeans.

Was soll ich sagen: eine 44-er Stretchjeans fühlt sich wie Größe 46-48 an. Um in eine herkömmliche Jeans Größe 46 einzusteigen, benötigt man hingegen soviel Kraft, Gleichgewichtssinn und Beweglichkeit, dass man allein durch's An- und Ausziehen einen Haufen Kalorien verbrennen dürfte. ;-)

Werte Modeschöpfer und Verantwortliche der Bekleidungsindustrie: kommt mir bitte nicht auf die Idee, den Stretchanteil in den Jeans wegzulassen, sonst trage ich nur noch Röcke !