Sonntag, 7. Juni 2009

Grau, nass, kalt

Mit diesen drei Worten lässt sich der soeben vergangene gestrige Tag beschreiben.

Beim Aufstehen in einen wolkenverhangenen, grauen Himmel geblickt, und kurz darauf begann der Regen, welcher sich mal schwächer, mal stärker, über die nächsten Stunden hinzog.
Die Temperatur konstant tief, unter 10°C schätze ich, und ich hoffe, dass ich meinen Leichtsinn, den ganzen Tag kurzärmlig rumzulaufen, nicht mit einer Erkältung büßen werde.

Am frühen Abend hörte der Regen schließlich auf und gelegentlich strahlte eine goldene Abendsonne durch die dunklen Wolken, aber sie konnte den Tag auch nicht mehr retten ;-)

Ich habe vorhin sogar die Heizkörper im Bad und hier im Arbeitszimmer aufgedreht.

Wie aus meinem Kommentar zum letzten Posting zu entnehmen, konnte ich mein Rad heute endlich abholen, habe aber leider weder heute noch morgen Zeit für eine ausgiebige Testfahrt.

Das war so im Großen und Ganzen alles, was es zum heutigen Tag zu schreiben gibt. Interessiert bestimmt keinen, muss es aber auch nicht. Bin müde. Gute Nacht.

Freitag, 5. Juni 2009

Geduldsprobe Dienstleistung

Im Keller vegetierten die letzten ...*hüstel*... Jahre meine beiden Fahrräder vor sich hin, als da wären ein Sport- bzw. Tourenrad älteren Datums (das dürfte gute 15 Jahre auf dem Buckel haben, hat schmale Sportreifen, ist allerdings mittlerweile etwas niedrig für mich und es wird vermutlich einiges kosten, das Rad wieder in Gang, oder besser gesagt, ins Rollen zu bringen) und ein Trekking-Bike, welches ich vor ca. 12 Jahren während meines Studiums gekauft hatte, weil ich nicht ständig das Rad hin und her transportieren wollte.
Kürzlich habe ich Letzteres endlich zum Radhändler gebracht, um es in Schuss bringen zu lassen, denn es war mittlerweile alles andere als fahrtüchtig.

Da möchte man also die regionale Geschäftswelt unterstützen und schlägt das Angebot einer Freundin aus, deren Sohn das Rad (womöglich für einen Bruchteil dessen, was es im Geschäft kosten wird) auch repariert hätte.

Am 08.05.2009 habe ich das Rad abgegeben. Dort musste ich zunächst sehr lange warten, bis ich bedient wurde, aber die dann doch recht ausführliche Beratung bzw. Begutachtung des Rades versöhnte mich wieder. Damals blieb mein Blick auch am Schild mit folgender Aufschrift hängen:

"Es gibt einen alten Brauch - wo man kauft, da flickt man auch."
Darunter der Hinweis, dass Reparaturen an Rädern, die dort gekauft wurden, binnen 24h, andere Aufträge in ca. 15 Tagen erledigt werden.

Also wartete ich zunächst brav die 15 Tage nach Reparaturannahme ab. Als der 15. Tag verstrichen war, übte ich mich in Geduld, schob die Verzögerung auf das gute Wetter, welches dem Geschäft sicherlich zahlreiche Kunden bescherte, und mir leuchtet durchaus ein, dass der Inhaber die Montage eines neuen Rades für einen kaufenden Kunden der Reparatur meines alten Bocks vorziehen wird.

Nach 20 Tagen wurde ich dann doch langsam ungeduldig und rief dort an. Leider war nur ein Anrufbeantworter zu erreichen und die Ansage lautete sinngemäß: "Lieber Anrufer, wir bedienen gerade unsere Kunden, unsere Öffnungszeiten sind ..., bitte nennen Sie Ihr Anliegen - wir rufen zurück."
Aber es rief niemand zurück.
Nun ja, dachte ich mir, die haben eben Stress, viel zu tun, sind nicht dazu gekommen, das kann passieren, kenne ich schließlich auch aus dem Büro. Nun gut.

Ich ließ ein weiteres Wochenende vergehen, schickte dann eine e-mail an die Adresse, die auf dem AB speziell für Rückfragen genannt wurde. Keine Reaktion.

Am folgenden Tag rief ich wieder an - erneut der AB, mit einem neuen, geringfügig geänderten Text (öfter mal was Neues), das Ergebnis aber blieb gleich: kein Rückruf.

Am darauffolgenden Tag konnte ich endlich mit jemandem sprechen, und ich erkundigte mich, bis wann es wohl noch dauern würde. Die Antwort ließ mir fast den Kiefer abwärts klappen: ...heute würde man vielleicht dazu kommen (btw: "heute" war ca. 1 Monat nach Abgabe des Rades), man würde mich dann anrufen, wenn es fertig ist.
Der Leser wird schon erahnen, wie's weiterging - natürlich rief niemand an.

Mittlerweile reichlich genervt, aber immer noch höflich, wie ich nun mal bin, rief ich zwei Tage später erneut an, denn ich ging davon aus, dass die Reparatur, sobald sie (endlich) einmal begonnen war, doch hoffentlich recht schnell fertig sein müsste.
Es erstaunte mich fast ein wenig, dass ich bei meinem nächsten Anruf sogar mit einem Menschen aus Fleisch und Blut sprechen konnte (hatte eigentlich AB erwartet).
...ja, vielleicht würde das Rad sogar noch heute fertig, ansonsten am nächsten Tag. Man werde mich anrufen.
(Ja, schon klar. Das kannte ich bereits. Schließlich hatte ich mich schon in den Tagen zuvor vor Anrufen kaum retten können. *harhar*)

So stürzte ich von da an bei jedem Betreten der Wohnung zuerst an den AB, aber nie kündigte ein Blinken neue Anrufe an; vielmehr signalisierte mir das stoische Dauerleuchten der Anzeige , dass es wieder nichts mit einer Radtour in den nächsten Tagen werden würde.

Heute habe ich dann zum wiederholten Male angerufen, zumal ich bis zum heutigen Abend über ein größeres Auto zum Transport verfügen könnte. Das Gespräch wurde wieder persönlich angenommen (AB wohl kaputt, hä ?).
...ja, an dem Rad werde gerade geschraubt, ob und wo man mich heute erreichen könne, und ob man mich auch spät anrufen dürfe ? - JA JA JA ! Ich will doch mein Rad wieder haben.

Jetzt sitze ich hier und warte gespannt auf einen Anruf.
Verlasse ich nämlich die Wohnung und genieße das herrliche Wetter draußen oder gehe zum Sport, riskiere ich den heiß ersehnten Anruf zu verpassen.
Habe mir allerdings noch nicht überlegt, wie ich es verkraften werde, falls der Anruf ausbleibt.

Und das nennt sich dann "Dienstleistung".

Sonntag, 24. Mai 2009

Pfingstrosen

Ich liebe Pfingstrosen.

In Mutters Garten blühen sie bevorzugt in Farbtönen von Dunkelrot über Fuchsia (mit oder ohne Gelb in der Mitte) bis hin zu einem zarten Rosé. Und sie duften so herrlich, dass sogar dieser bescheidene Strauß auf dem Treppenabsatz das Treppenhaus mit einem wunderbaren Duft erfüllt....

Die Vase dürfte aus der Anfangszeit des elterlichen Haushalts stammen, also Mitte der 70er Jahre.

Hier eine kleine Auswahl der Schönheiten, die sich in den letzten Tagen im Garten die Ehre gegeben haben....













Noch sind die Knospen geschlossen, aber bald ....




... blüht es in rosa ...

... in pink mit gelbem Herzen ...

... auch in Rosa ....

... die beiden hier sehen etwas zerzaust aus ...

... und schließlich noch in einem intensiven Rot und ...

... purpurfarben.

Einfach herrlich !

Was lange glüht, grillt endlich gut

Meine Mutter hat gestern - kurzfristig und überraschend - zum familiären Angrillen 2009 geladen. Das ist im Prinzip auch ganz schön, denn letztes Jahr hatten wir den Holzkohlegrill auf der elterlichen Terasse kein einziges Mal in Betrieb, es gab lediglich ein, zwei Mal Steaks von diesem lächerlichen Elektrogrill (obwohl der wiederum den Vorteil hat, dass man lediglich den Rost spülen muss und das war's dann auch, aber es ist eben kein richtiges Grillen).

Bei mir müssen solche Events, jedenfalls bei erstmaliger Durchführung, organisiert und durchgeplant sein. Insofern war ich schon gestern Abend etwas irritiert. Aber da ich ja "nur" eingeladen war, sollte es mir recht sein, ich würde mich dann eben einfinden und hier und da mithelfen.

Nachdem lt. telefonischer Rückfrage am Morgen nichts mehr vorzubereiten wäre, bin ich dann so um 11.30 Uhr bei meinen Eltern aufgeschlagen.
Ich hatte eigentlich erwartet, dass mir schon der Geruch von Holzkohlenfeuer in die Nase steigt. Stattdessen wehte mir eher Staub um die Nase: mein Vater war auf die Idee gekommen, die Terasse zunächst einmal einer frühsommerlichen Generalreinigung zu unterziehen. Der Grill stand jungfräulich in der Ecke, neben ihm standen einträchtig, aber unbefeuert der Grillkamin und ein Sack Grillkohle. Hm.

Als mein Vater den Boden dann für sauber genug befand, erhielt mein Bruder die Erlaubnis zur Zündung des Grillkamins, welcher natürlich wiederum seine Zeit brauchte, bis er den Kohlen ordentlich einheizte.

Verhaltene Rauchzeichen.

Da wir nur einen Grillkamin besitzen, unser Grill aber ein mittelalterlicher rechteckiger Kasten mit einer tiefen Schale für die Glut ist, die so ungefähr das Doppelte dessen fasst, was in diese modernen Barbecue-Grills reinpasst, reichte die Ladung weißglühende Kohle nicht, so dass Bruder nochmal nachlegen musste.

Irgendwie war auch der Abstand des Rostes zur Glut suboptimal, denn die mittlerweile aufgelegten Steaks ließen sich Zeit mit der Bräunung (andererseits dürfte das im Hinblick auf carcinogene Stoffe wieder von Vorteil sein ?).

Los jetzt ... !

Gegen 13.30 Uhr wurde dann der Steakhunger (nach dem Lösen etlicher Sudokus und Kreuzworträtsel) nebst Salat und Brötchen mit Knoblauchbutter endlich gestillt.

Da dann die Glut leider schon wieder schwächelte, gab's die zweite Portion so um 14.15 Uhr. - Gut, dass ich am Morgen einen Quark gegessen hatte...

Es ist vollbracht.
(Der Schleier ist das Fliegengitter an der Balkontür und kommt nicht von einem schmutzigen Objektiv ;-)).

Um 15.00 Uhr war dann alles gespült und aufgeräumt. Puh.

Ich würde sagen, ich mache mich dann mal an die Planung des nächsten "Barbecues", man kann ja nie früh genug damit anfangen ;-)

Montag, 13. April 2009

Spätzle selbstgemacht

Um es vorweg zu sagen: die Spätzle sind super geworden und haben absolut lecker geschmeckt, kein Vergleich zu Fertigware, ob nun tiefgekühlt oder Trockenware.
Mag vielleicht auch zu einem Teil daran liegen, dass ich natürlich Spätzle mit (viel) Eiern gemacht habe, ist ja schließlich auch Ostern ;-)

Mein Bruder, der Spätzle immer und sehr gerne isst, hat schon beim ersten Blick auf den Esstisch festgestellt, dass das nicht die "Spätzle von *pieeep*" sind, die bei den Eltern bzw. uns sonst auf den Tisch kommen. Aber er war ebenso wie meine Eltern und ich begeistert, wie viel besser als Fertigware diese frisch gemachten Spätzle schmecken.

Und soviel Aufwand war es im Grunde auch nicht, am längsten dauerte es, bis die 5 l Wasser endlich gekocht haben. Wenn ich dann beim nächsten Mal noch die Dienste der Küchenmaschine in Anspruch nehme, ist es eigentlich kaum mehr Arbeit. Das Schlagen des Teiges per Hand beansprucht die Muskeln allerdings schon ordentlich :-)




1. Alle Zutaten stehen bereit; 2. links unten ist eine der Luftblasen zu sehen, bis zu deren Erscheinen der Teig geschlagen werden muss; 3. Spätzleteig auf Hobel und eine Portion fertige Spätzle; 4. die fertigen Spätzle steigen im kochenden Wasser nach oben.

Fotos gibt's (vielleicht) auch noch, dazu muss ich aber zunächst meinen flickr-Zugang wieder finden und die Bilder hochladen.

Ansonsten: der strahlende Sonnenschein vom Morgen hielt an, bis die Sonne am Abend glutrot unterging, die Temperaturen lagen um die 25°C und man sollte nicht meinen, dass es gerade mal Mitte April ist...