... ist doch schon eine wunderbare Möglichkeit, um Zeit tot zu schlagen. Oder eben Tageszeit zu verbringen, die man sinnvoller nutzen könnte.
Da werde ich am Samstag mal um 7.00 Uhr wach, mir tut der Rücken vom Liegen weh, und während ich mühsam meine Augen öffne, lausche ich dem inneren Dialog.
Die Antriebslosigkeit (aka Faulheit aka Schweinhund usw.) schnurrt:
"Och nööö, ist doch so schön warm hier, noch 5 Minuten, am Wochenende kannst du doch liegen bleiben...".
Die Vernunft (aka Motivation o.ä.) gibt vom schmerzenden Rücken her zu bedenken:
"Ach was, der Rücken tut ja jetzt schon weh, du hast ausgeschlafen und wenn dich die Müdigkeit übermannt, legst du dich eben im Laufe des Tages mal fünf Minuten hin... wenn du jetzt aufstehst, hast du am meisten vom Tag und kannst schön frühstücken..." aber der Rest geht schon im Schnarchen vom Schweinehund unter.
Also bis 8.51 Uhr im Bett geblieben, um dann endlich gerädert aus dem Bett ins Bad zu wanken, wo ich im Spiegel feststelle, dass ich mind. 10 Jahre älter aussehe als ich bin.
Computer an, Messenger an, e-mails abrufen. Keine wirklich wichtigen e-mails, dafür ein Online-Bekannter online.
Hm, der Satz klingt blöd. Wie bezeichnet man denn korrekt und unmissverständlich solche "Bekannte" oder "Freunde", zu denen man (bisher) ausschließlich online Kontakt hat, mit denen man aber einen solch intensiven Austausch pflegt, dass sie einen in mancherlei Hinsicht besser kennen als die Leute im herkömmlichen, konventionell "realen" Umfeld ?
Diese Unterscheidung in "reale" und "virtuelle" Bekanntschaften mache ich nämlich ungern: es gibt in meinem Umfeld genügend "reale" Bekannte, denen ich nur sehr ausgewählte und gefilterte Information über mich preisgebe, weil ich mich nicht wirklich mit ihnen verbunden fühle. Diese Bekanntschaften beruhen nur auf gemeinsamen Interessen, Tätigkeiten o.ä. , aber es gibt keine "emotionale" Schnittmenge.
Andererseits habe ich einige, z.T. langjährige Online-Kontakte, die meine Gedanken, meine Sorgen und meine Wünsche besser kennen als mein persönliches "reales" Umfeld, die mehr von mir wissen als meine "realen" (engen) Verwandten und Freunde. Sind diese Online-Kontakte weniger wert, weil man dem Menschen dahinter (seltener) von Angesicht zu Angesicht begegnet ? Schließlich sitzt letztlich auch ein Mensch hinter dem anderen PC. Früher hat man telefoniert, wenn man weit voneinander entfernt war, heute benutzt man eben einen Messenger (und kann dort zugleich auch Bilder zeigen o.ä.).
Natürlich, beim "virtuellen" Gespräch fehlen nicht nur Mimik und Gestik, sondern - im Vergleich zum Telefonat - auch noch die Modulation.
Andererseits bleibt dann nichts mehr übrig als reine, pure Sprache... und gerade die Tatsache, dass Sprache ohne Mimik, Gestik und Modulation missverständlich sein kann, bietet erst recht Anlass und Inhalt für weiter führende Gespräche.
Jedenfalls habe ich dann ein angenehmes Gespräch im Messenger geführt, unterbrochen von einem kurzen Besuch beim Bäcker (was ich mir an einem Samstagmorgen ausgesprochen selten gönne), in aller Ruhe gefrühstückt (ich mache gerade eine ausgeprägte Honig-Phase durch) und als dann besagter Bekannter offline ging, klopfte mir die Motivation auf die Schulter und meinte: "Hey, jetzt hast du entspannt gechattet, schön gefrühstückt... wollen wir nicht mal schauen, ob wir ein bisschen Papierkram aufräumen könnten ? Oder irgendetwas anderes, was effektiver ist als online zu sein ?", aber da saß mir schon der Schweinehund zu Füßen und meinte augenzwinkernd: "Du hast schon lange nicht mehr gebloggt !"
Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen,
ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.
Johann Wolfgang von Goethe
Und hin und wieder bloggen.
Samstag, 12. Februar 2011
Samstag, 15. Januar 2011
Bin dann mal weg...
... wenn auch nur über Nacht zu einem ultrakurzen Wellness-Wochenende, eine Übernachtung im Hotel mit Wasserwelt und Saunagarten. Ich kenne das Hotel noch nicht, muss ein ziemlich großer Kasten sein, in dem auch Kongresse stattfinden. Was mir nicht gefällt ist, dass Schwimmbad und Sauna an 12 von 15 Stunden Öffnungszeit auch für Besucher von außen zugänglich sind, ich fürchte also ein großes Kommen und Gehen, was überhaupt nicht meiner Vorstellung von Erholung und Ruhe entspricht. Aber jetzt warte ich mal ab und mache mir nicht mehr so viele Gedanken. Notfalls habe ich ein dickes Buch dabei, mit dem ich mich entweder in irgendeinen Ruhekraum zurückziehen oder mich in die Lobby bzw. wenn's ganz schlimm kommt, ins Zimmer setzen kann. Wenn alle Stricke reißen, mache ich einen ausgedehnten Spaziergang.
Freitag, 31. Dezember 2010
Bilanz 2010
negativ
positiv
negativ
- an Gewicht zugenommen bzw. zu wenig abgenommen
- Zustände in der Arbeit (politische Rahmenbedingungen / Vorgaben; Anspruchshaltung und Selbstverständlichkeit, mit der Forderungen seitens der Klienten gestellt werden; Infrastruktur - wie soll man schnell und effizient arbeiten, wenn EDV und sonstige Bürohardware dies häufig be-/verhindern; oberste Führungs"riege"; räumliche Gegebenheiten / Lärmbelastung / Stress)
- zuviel gegrübelt, überflüssige, unnötige Gedanken (über "ungelegte Eier" gemacht
- zu oft zu schlecht über mich selbst gedacht
- zu wenig Zeit für die Familie, insbesondere Eltern gehabt (oder genommen ?)
positiv
- ich habe ein Dach über dem Kopf, muss weder finanzielle Armut noch Hunger leiden, bin halbwegs gesund und habe einen Job
- meine Eltern und mein Bruder sind gesund, wir verstehen uns alle gut, so soll es bleiben
- Personen (neu) kennengelernt, die mir sehr ans Herz gewachsen und wichtig geworden sind und die ich als 'Freunde' bezeichnen kann (mit diesem Prädikat gehe ich im Allgemeinen sehr sparsam um)
- eine supertolle Zimmerkollegin im Büro und auch sonst nette Kollegen um mich rum
- ich bin sehr zufrieden mit meinen 'direkten' Vorgesetzten im Job und fühle mich (abgesehen von den o.g. Gesamtumständen) in meinem direkten Arbeitsumfeld wohl
- ich hatte Gelegenheiten zu guten, ehrlichen Gesprächen in 2010
- als Bewohnerin eines vergleichsweise reichen und fortschrittlichen Landes bin ich in der glücklichen Lage, mich nur über die unter "negativ" gelisteten Umstände beklagen zu können / müssen
Samstag, 25. Dezember 2010
Frühsport
Heute kurz vor Acht (wieder von den Schneeschippgeräuschen des Nachbarn) wach geworden, Katzenwäsche im Bad, warm eingepackt und dann von 8.15h bis ca. 9.15h Schnee geschippt. Auch wenn ich Schnee nach wie vor liebe, sollte es vielleicht langsam mal aufhören zu schneien. Ich jedenfalls komme langsam an meine körperlichen Grenzen, wenn ich zig Schaufeln voller Pappschnee auf bzw. über bereits beträchtlich gewachsene Schneehalden schleudern muss, damit mir der Schnee nicht gleich unten wieder über die Füße und auf meinen frisch geräumten Weg rieselt.
Außerdem frage ich mich langsam, wo man den Schnee noch hinräumen soll. Zwischen Gehsteig und Fahrspur häufen sich an den Straßen entlang bereits "Schneewälle" - beim Versuch, diese zu durchqueren, versinkt man bis in Oberschenkelhöhe.
Hier ist soviel Schnee ja ein Jahrhundertereignis, während das für andere Landstriche ganz normaler Winter ist. ;-)
Und während ich so schreibe, schneit es draußen schon wieder stärker - aber jetzt sind erst mal die anderen (männlichen) Familienmitglieder dran, schließlich habe ich den ganzen Schnee, der über Nacht gefallen ist, weggeräumt. Und das war ganze Arbeit. Gewissermaßen mein Frühsport, da heute das Fitnessstudio geschlossen ist.
Außerdem frage ich mich langsam, wo man den Schnee noch hinräumen soll. Zwischen Gehsteig und Fahrspur häufen sich an den Straßen entlang bereits "Schneewälle" - beim Versuch, diese zu durchqueren, versinkt man bis in Oberschenkelhöhe.
Hier ist soviel Schnee ja ein Jahrhundertereignis, während das für andere Landstriche ganz normaler Winter ist. ;-)
Und während ich so schreibe, schneit es draußen schon wieder stärker - aber jetzt sind erst mal die anderen (männlichen) Familienmitglieder dran, schließlich habe ich den ganzen Schnee, der über Nacht gefallen ist, weggeräumt. Und das war ganze Arbeit. Gewissermaßen mein Frühsport, da heute das Fitnessstudio geschlossen ist.
Frohe Weihnachten
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