Momentan wenig Zeit & Lust zum Bloggen. Freitag vor einer Woche einen Unfall gehabt (aber nicht selbst schuld gewesen, das einzige Positive ...), Totalschaden, Termine / Schriftverkehr mit Versicherung, Rechtsanwalt, Autohaus, Leihwagen, Suche nach einem neuen (gebrauchten) Auto zu einem vertretbaren Preis, Abwägen verschiedener Möglichkeiten der Finanzierung, Arzttermine (nix Schlimmes passiert, aber unumgänglich, da Wegeunfall auf der Fahrt zur Arbeit).
Schon seit Wochen im Büro kein Land in Sicht, Arbeit von Montag bis Samstag (wobei der Samstag auch der einzige Tag ist, an dem man wirklich gut vorwärts kommt), dennoch erinnert es an Sisyphos - hast du einen Stapel weg, hast du zwei Tage später einen neuen, noch höheren angehäuft.
Kurzum - ein entspannendes, angenehmes Privatleben als Abwechslung zu Arbeit und Terminen gibt es zur Zeit nicht.
Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen,
ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.
Johann Wolfgang von Goethe
Und hin und wieder bloggen.
Sonntag, 29. April 2012
Samstag, 31. März 2012
Perpetuum Jazzile
Bei der Vorbereitung für die Moderation eines Konzerts vor zwei oder drei Jahren war ich auf der Suche nach Information zu "Africa" von Toto und stieß bei meinen Recherchen im Internet auf Perpetuum Jazzile und deren Darbietung des Liedes:
Später begeisterte mich, die ich viele Jahre lang auch traditionelle Musik gespielt habe, Perpetuum Jazzile besonders mit dieser Interpretation, oder fast schon chormusikalischem "happening":
Wer das Stück schon mal selbst gespielt hat, dürfte bestätigen können, dass der Charakter der einzelnen Instrumente durch die Stimmen sehr passend umgesetzt wird (der antreibende Rhythmus der Gitarre, das hohe Kreischen der Klarinette).Man kann diesen Musikstil ("Oberkrainer-Sound") mögen oder auch nicht, aber die Freude und Begeisterung am Singen kommt rüber und scheint sich insbesondere auch auf das Publikum zu übertragen, wenn ich die Hintergrundgeräusche und den anschließenden Applaus richtig deute ;-) (auch bei "Africa"). Im Übrigen finde ich es sehr sympathisch, wie der Dirigent mitgeht.
Jetzt kommt Perpetuum Jazzile endlich auch nach Deutschland. Vielleicht ergibt sich ja doch die Möglichkeit den Chor live zu sehen ...
Später begeisterte mich, die ich viele Jahre lang auch traditionelle Musik gespielt habe, Perpetuum Jazzile besonders mit dieser Interpretation, oder fast schon chormusikalischem "happening":
Wer das Stück schon mal selbst gespielt hat, dürfte bestätigen können, dass der Charakter der einzelnen Instrumente durch die Stimmen sehr passend umgesetzt wird (der antreibende Rhythmus der Gitarre, das hohe Kreischen der Klarinette).Man kann diesen Musikstil ("Oberkrainer-Sound") mögen oder auch nicht, aber die Freude und Begeisterung am Singen kommt rüber und scheint sich insbesondere auch auf das Publikum zu übertragen, wenn ich die Hintergrundgeräusche und den anschließenden Applaus richtig deute ;-) (auch bei "Africa"). Im Übrigen finde ich es sehr sympathisch, wie der Dirigent mitgeht.
Jetzt kommt Perpetuum Jazzile endlich auch nach Deutschland. Vielleicht ergibt sich ja doch die Möglichkeit den Chor live zu sehen ...
Freitag, 30. März 2012
9 Jahre
Mein Webmail-Provider eröffnet mir gerade, dass ich seine Dienste heute seit 9 Jahren nutze (und bietet mir, wie üblich, für ein paar Monate Sonder-Luxus-Premium-Funktionen an, die ich mit schöner Regelmäßigkeit ablehne).
9 Jahre.
Nun bin ich ja schon länger im Netz unterwegs, als ich die Dienste dieses Anbieters nutze. Erstmals regelmäßig ins Internet konnte ich während meines Studiums. Das ging damals nur im Rechnerraum der Fachhochschule. Und der war von Mo-Do jeweils von 19.00 - 21.00 Uhr für die Studenten frei zugänglich (vorher war Unterricht, danach geschlossen). Meist führte mich mein Weg nach der Bibliothek in den Computerraum, freie Plätze gab's dort eigentlich immer, es interessierten sich noch nicht so viele für das Internet.
Nach meinem Studium und mit festem Einkommen gönnte ich mir als Erstes einen Internetanschluss für zu Hause. Das dürfte vor so ca. 14 Jahren gewesen sein.
14 Jahre.
Ich fühle mich gerade sehr alt.
9 Jahre.
Nun bin ich ja schon länger im Netz unterwegs, als ich die Dienste dieses Anbieters nutze. Erstmals regelmäßig ins Internet konnte ich während meines Studiums. Das ging damals nur im Rechnerraum der Fachhochschule. Und der war von Mo-Do jeweils von 19.00 - 21.00 Uhr für die Studenten frei zugänglich (vorher war Unterricht, danach geschlossen). Meist führte mich mein Weg nach der Bibliothek in den Computerraum, freie Plätze gab's dort eigentlich immer, es interessierten sich noch nicht so viele für das Internet.
Nach meinem Studium und mit festem Einkommen gönnte ich mir als Erstes einen Internetanschluss für zu Hause. Das dürfte vor so ca. 14 Jahren gewesen sein.
14 Jahre.
Ich fühle mich gerade sehr alt.
Freitag, 23. März 2012
Bisschen Urlaub...
... um genauer zu sein, zwei Tage, ein vorne und hinten verlängertes Wochenende also. Letztlich wieder ein Arbeitswochenende, weil auch in der Wohnung so einiges erledigt werden möchte. Bin schon mal stolz auf mich nicht bis in den frühen Vormittag hinein geschlafen zu haben (obwohl ich gefährlich nahe dran war, nachdem ich mich nach dem Aufstehen nochmal in die Federn verkrochen hatte). Dann aber wieder raus, Müll runtergebracht und die Utensilien zum Fensterputzen aus dem Keller mit in die Wohnung genommen.
Hausarbeit muss man sich langsam und behutlich nähern. Deshalb dann erst mal ein Brötchen mit Frischkäse und Himbeerkonfitüre zum Frühstück verzehrt, dabei Blogs gelesen und Mails abgerufen. Werde dann mal ein oder zwei Fenster putzen, nicht alle auf einmal, zumal die Sonne scheint und ich jetzt sowieso nur die Fenster putzen kann, die noch im Schatten liegen.
Mit dem Besuch beim Finanzamt wird's heute wohl nix mehr, aber eigentlich könnte ich die Belege, die ich nachreichen wollte, auch einfach hinschicken und dann sollen sie sich raussuchen, was sie brauchen.
SMS von H. bekommen, ob wir am Wochenende essen gehen wollen. Instinktives Bauchgefühl: nein - es gibt nur zwei Menschen, die ich sehen wollen würde, und die werde ich eh nicht sehen. Also kann ich auch alleine bleiben, dann muss ich wenigstens nicht small-talk betreiben und schön freundlich-aufmerksam tun. Hmpf. Alleine so zu denken ist böse :-( Ich gehe mal besser Fenster putzen.
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
15.39 Uhr. Alle Fensterscheiben sind sauber. Die Sonne scheint immer noch. Zimmerpflanzen (die wenigen, die meinem herbiziden grünen Daumen trotzen) umgetopft. Eine Tasse Kaffee getrunken (okay, drei Schokowaffeln waren auch dabei). Latino-House-Rhythmen in Dauerschleife. Drücke mich davor, die SMS von H. zu beantworten, warte stattdessen (wahrscheinlich vergeblich) auf eine von E. Werde dann mal Einkaufszettel schreiben, mir mit der Fahrt zum Supermarkt aber noch etwas Zeit lassen, bis die Wochenend-Einkauf-machenden Familien wieder zu Hause sind.
Hausarbeit muss man sich langsam und behutlich nähern. Deshalb dann erst mal ein Brötchen mit Frischkäse und Himbeerkonfitüre zum Frühstück verzehrt, dabei Blogs gelesen und Mails abgerufen. Werde dann mal ein oder zwei Fenster putzen, nicht alle auf einmal, zumal die Sonne scheint und ich jetzt sowieso nur die Fenster putzen kann, die noch im Schatten liegen.
Mit dem Besuch beim Finanzamt wird's heute wohl nix mehr, aber eigentlich könnte ich die Belege, die ich nachreichen wollte, auch einfach hinschicken und dann sollen sie sich raussuchen, was sie brauchen.
SMS von H. bekommen, ob wir am Wochenende essen gehen wollen. Instinktives Bauchgefühl: nein - es gibt nur zwei Menschen, die ich sehen wollen würde, und die werde ich eh nicht sehen. Also kann ich auch alleine bleiben, dann muss ich wenigstens nicht small-talk betreiben und schön freundlich-aufmerksam tun. Hmpf. Alleine so zu denken ist böse :-( Ich gehe mal besser Fenster putzen.
15.39 Uhr. Alle Fensterscheiben sind sauber. Die Sonne scheint immer noch. Zimmerpflanzen (die wenigen, die meinem herbiziden grünen Daumen trotzen) umgetopft. Eine Tasse Kaffee getrunken (okay, drei Schokowaffeln waren auch dabei). Latino-House-Rhythmen in Dauerschleife. Drücke mich davor, die SMS von H. zu beantworten, warte stattdessen (wahrscheinlich vergeblich) auf eine von E. Werde dann mal Einkaufszettel schreiben, mir mit der Fahrt zum Supermarkt aber noch etwas Zeit lassen, bis die Wochenend-Einkauf-machenden Familien wieder zu Hause sind.
Samstag, 17. März 2012
Karotten-Thymian-Brot
War heute früh wach und deshalb seit langem wieder einmal am Samstag Morgen beim Bäcker. Dann ließ ich den herrlichen, sonnigen Samstagmorgen gemächlich angehen, machte mir einen Kaffee, den ich aus einer meiner beiden eleganten neuen Tassen nippte (mit Zucker statt Süßstoff, jawoll !), ließ die Cultured Pearls in Dauerschleife singen und las gemütlich im Sessel Anke Groeners "Nudeldicke Deern" zu Ende.
Von den Quellenangaben und Lese-Empfehlungen auf den letzten Seiten inspiriert, klickte ich mich durch ihre Essensgalerie und zum wiederholten Male durch die Rezepte in ihrem Blog, bis ich beim Möhren(siehe im Text) - bzw. Pastinakenbrot hängen blieb.
In der Küche lagen noch einige Karotten rum, die ich heute oder morgen dringend verarbeiten musste, außerdem hatte ich im Kühlschrank noch Ziegenfrischkäse, der mir eine mögliche Alternative zum geriebenen Parmesan zu sein schien. Also legte ich mir die Zutaten zurecht und zerschredderte zunächst eine mittelgroße Gemüsezwiebel und zwei Karotten. Die Zwiebel dünstete ich in Butter statt in Öl an. Während die Zwiebel noch auf dem Herd schwitzte, vermischte ich schon mal die geraspelten Karotten mit 50g Ziegenfrischkäse, Salz und Pfeffer, einem guten TL Thymian und einigen Prisen zwischen den Fingern zerrebelten Kräutern der Provence. Da der Ziegenfrischkäse etwas trockener als "normaler" Frischkäse ist, arbeitete ich die Masse gut mit einer Gabel durch. Dann kamen die Zwiebeln hinzu sowie Weizenmehl (Typ 405), Backpulver, ein Ei und etwas Milch. Da mir der Teig danach noch etwas zu klebrig war, streute ich noch etwas Mehl darüber, bis er sich gut kneten und zu einem kleinen Laib formen ließ, welcher anschließend auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech in den auf 180°C vorgeheizten Ofen (Ober-/Unterhitze) kam. Das Ergebnis nach 45 min sah so aus:
Hätte evtl. noch 2-3 min im Ofen bleiben können (oder evtl. das Laib etwas flacher formen). Konnte aber nicht widerstehen - ich habe es noch ofenwarm angeschnitten und - wie Anke Groener empfiehlt - die erste Scheibe mit etwas Butter und Fleur de Sel genossen: seeehr lecker :-) (da stört es nicht, wenn die Konsistenz etwas feucht ist).
Von den Quellenangaben und Lese-Empfehlungen auf den letzten Seiten inspiriert, klickte ich mich durch ihre Essensgalerie und zum wiederholten Male durch die Rezepte in ihrem Blog, bis ich beim Möhren(siehe im Text) - bzw. Pastinakenbrot hängen blieb.
In der Küche lagen noch einige Karotten rum, die ich heute oder morgen dringend verarbeiten musste, außerdem hatte ich im Kühlschrank noch Ziegenfrischkäse, der mir eine mögliche Alternative zum geriebenen Parmesan zu sein schien. Also legte ich mir die Zutaten zurecht und zerschredderte zunächst eine mittelgroße Gemüsezwiebel und zwei Karotten. Die Zwiebel dünstete ich in Butter statt in Öl an. Während die Zwiebel noch auf dem Herd schwitzte, vermischte ich schon mal die geraspelten Karotten mit 50g Ziegenfrischkäse, Salz und Pfeffer, einem guten TL Thymian und einigen Prisen zwischen den Fingern zerrebelten Kräutern der Provence. Da der Ziegenfrischkäse etwas trockener als "normaler" Frischkäse ist, arbeitete ich die Masse gut mit einer Gabel durch. Dann kamen die Zwiebeln hinzu sowie Weizenmehl (Typ 405), Backpulver, ein Ei und etwas Milch. Da mir der Teig danach noch etwas zu klebrig war, streute ich noch etwas Mehl darüber, bis er sich gut kneten und zu einem kleinen Laib formen ließ, welcher anschließend auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech in den auf 180°C vorgeheizten Ofen (Ober-/Unterhitze) kam. Das Ergebnis nach 45 min sah so aus:
Hätte evtl. noch 2-3 min im Ofen bleiben können (oder evtl. das Laib etwas flacher formen). Konnte aber nicht widerstehen - ich habe es noch ofenwarm angeschnitten und - wie Anke Groener empfiehlt - die erste Scheibe mit etwas Butter und Fleur de Sel genossen: seeehr lecker :-) (da stört es nicht, wenn die Konsistenz etwas feucht ist).
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