Montag, 28. Mai 2012

Nix Wichtiges

Es gibt in diesem Moment, heute, zur Zeit nichts Wichtiges, Bedeutsames, Wissenswertes oder Interessantes, was ich zu verbloggen hätte. Was aber auch nicht weiter wichtig ist, weil mein Blog nicht mehr als eines dieser sowohl in den herkömmlichen als auch digitalen Medien belächelten "Befindlichkeitsblogs" ist, in dem irgendjemand schreibt, was er oder sie gefrühstückt hat, welche Wetterverhältnisse draußen vor der Tür herrschen und manchmal auch, ob der emotionale Horizont gerade wolkenlos und heiter ist, ob tiefgraue Wolkenberge aufziehen oder schon seit Tagen ein Tief seine Ausläufer in alle Ecken der Seele und Synapsen erstreckt und diese fest im Griff hat.

Heute ist mal wieder ein Tag, an dem alles passt. Der blaue Himmel ist fast wolkenlos, die durch die Rollo-Ritzen blitzende Sonne hat mich vor Acht geweckt. Ich bin ja sonst nicht so der Sommerwetter-Typ, aber heute: perfekt. Schnell angezogen und zum Bäcker gelaufen, dabei die erfrischende Kombination aus Morgensonne und noch kühler, unverbrauchter Luft genossen. Abgesehen vom Nachbarn, der oberhalb meiner Straße sein Auto putzt und dabei einen ganz schrecklichen Radiosender für alle anderen Nachbarn hörbar laufen lässt, ist es noch ziemlich still. Und sogar besagter Nachbar stört mich an einem Tag wie heute nicht.

An solchen Tagen gehe ich viel aufmerksamer durch die Straßen, habe ja auch mehr Zeit. Bemerke, welche Blumen schon abgeblüht sind bzw. welche Pflanzen sich gerade zu voller Blüte aufrüschen. Lese Ankündigungen und Plakate örtlicher Vereine und Interessengruppen in Schaufenstern. Ja, dörfliche Gemeinschaft mag einerseits spießig und kleinbürgerlich sein, andererseits braucht es hier keinen Bildungsgutschein, um Kindern mit knappen finanziellen Mitteln die Teilhabe an der Gemeinschaft zu gewährleisten (womit ich nicht in Abrede stellen will, dass es sinnvoll ist, die Teilnahme an anderen, kostenintensiveren Angeboten finanziell zu unterstützen). Wobei ich mich persönlich aus dem Ehrenamts-Engagement vorerst sehr massiv zurückgezogen habe - 20 Jahre sind genug, jetzt können und sollen andere ran, ich achte jetzt mal verstärkt auf mich.

Jetzt werden erst mal Mails beantwortet, deren Verfasser schon viel zu lange auf eine Rückantwort warten mussten. Für heute Nachmittag ist unverbindlich ein Besuch im Café geplant. Aber: alles kann, nichts muss. :-)

Freitag, 25. Mai 2012

Französischer Abend

Mittlerweile schon wieder etwas gesellschaftsfähiger habe ich heute Abend einem französischen Kabarettisten (in deutscher Sprache) gelauscht; anschließend Besuch im Flammkuchen-Bistro, wo meine Bekannte und ich uns jeweils gemeinsam zunächst einen pikanten Flammkuchen, dann noch einen süßen Flammkuchen teilten und den Abend mit einem Cappucino (naja, eine Schale Milchkaffee hätte nicht mehr reingepasst ;-)) abschlossen.

War dann doch ganz nett und entspannend, sogar der vorgeschaltete offizielle Teil vor dem Kabarett mit Sektempfang und Smalltalk. Und das mit den Flammkuchen muss ich unbedingt wiederholen, könnte mich dort glatt 4 Stunden aufhalten und durch die Karte essen :-)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Ruhe

Da reduziert man seine Hobbys und Verpflichtungen, um mehr Zeit zu haben, aber irgendwie rutschen ständig Termine nach. Oberflächlichkeiten. Einladungen zu Geburtstagsfeiern, bei denen man zwar die Hauptperson und seine Partnerin sehr schätzt, aber es einem vor dem ganzen Rest drum rum, vor den anderen Leuten graust. Gemeinsam essen gehen mit Bekannten und dabei einen ganzen Abend auf oberflächliches Gerede zu verschwenden, im schlimmsten Fall dem Geläster der anderen zu lauschen und weder Lust noch Kraft für Widerworte zu haben, sondern resigniert schweigen (noch habe ich nicht zugesagt...).
Irgendwie möchte ich gerade nur noch meine Ruhe haben.
Gewisse Menschen, die mir jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde wert gewesen wären, sind eh passé; sie waren die ihnen gewidmete Aufmerksamkeit, die Gedanken, die Zeit, die ihnen entgegen gebrachte Zuneigung und Wertschätzung, das in sie gesetzte Vertrauen wohl auch nicht wert. Man lernt nie aus.
 Ich möchte konzentriert meiner Arbeit nachgehen können und ansonsten nur noch meine Ruhe haben. 

Sonntag, 29. April 2012

Momentan wenig Zeit & Lust zum Bloggen. Freitag vor einer Woche einen Unfall gehabt (aber nicht selbst schuld gewesen, das einzige Positive ...), Totalschaden, Termine / Schriftverkehr mit Versicherung, Rechtsanwalt, Autohaus, Leihwagen, Suche nach einem neuen (gebrauchten) Auto zu einem vertretbaren Preis, Abwägen verschiedener Möglichkeiten der Finanzierung, Arzttermine (nix Schlimmes passiert, aber unumgänglich, da Wegeunfall auf der Fahrt zur Arbeit).
Schon seit Wochen im Büro kein Land in Sicht, Arbeit von Montag bis Samstag (wobei der Samstag auch der einzige Tag ist, an dem man wirklich gut vorwärts kommt), dennoch erinnert es an Sisyphos - hast du einen Stapel weg, hast du zwei Tage später einen neuen, noch höheren angehäuft.
Kurzum - ein entspannendes, angenehmes Privatleben als Abwechslung zu Arbeit und Terminen gibt es zur Zeit nicht. 

Samstag, 31. März 2012

Perpetuum Jazzile

Bei der Vorbereitung für die Moderation eines Konzerts vor zwei oder drei Jahren war ich auf der Suche nach Information zu "Africa" von Toto und stieß bei meinen Recherchen im Internet auf Perpetuum Jazzile und deren Darbietung des Liedes:



Später begeisterte mich, die ich viele Jahre lang auch traditionelle Musik gespielt habe, Perpetuum Jazzile besonders mit dieser Interpretation, oder fast schon chormusikalischem "happening":



Wer das Stück schon mal selbst gespielt hat, dürfte bestätigen können, dass der Charakter der einzelnen Instrumente durch die Stimmen sehr passend umgesetzt wird (der antreibende Rhythmus der Gitarre, das hohe Kreischen der Klarinette).Man kann diesen Musikstil ("Oberkrainer-Sound") mögen oder auch nicht, aber die Freude und Begeisterung am Singen kommt rüber und scheint sich insbesondere auch auf das Publikum zu übertragen, wenn ich die Hintergrundgeräusche und den anschließenden Applaus richtig deute ;-) (auch bei "Africa"). Im Übrigen finde ich es sehr sympathisch, wie der Dirigent mitgeht.

Jetzt kommt Perpetuum Jazzile endlich auch nach Deutschland. Vielleicht ergibt sich ja doch die Möglichkeit den Chor live zu sehen ...