Sonntag, 5. Oktober 2014

Zunächst mal: Überschrift gibt's heute nicht. Habe nämlich gerade festgestellt, dass ich einfach zu lange überlege und darauf warte, ob mir eine interessant klingende, zum Thema des Textes passende (dabei schreibe ich doch meist wild drauf los und habe kein konkretes Thema), möglichst kreative Überschrift einfällt. Oft fällt mir keine ein, was mich frustriert und ausbremst. Deshalb lasse ich es heute nicht daran scheitern, dass es keine Überschrift gibt. Gescheitert wäre das Bloggen heute allerdings fast daran, dass Blogger gerade spinnt oder mein Netbook sich weigert mit Blogger zu kooperieren - ich weiß es nicht. Erst hat das Eingabefenster vom Editor komplett gestreikt, lediglich in der Zeile für den Posttitel hat der Cursor reagiert und ich hatte schon vermutet, dass mein Netbook Gedanken lesen kann und nun bösartig darauf besteht, dass ich mir eine Überschrift einfallen lasse, bevor es mich weiterschreiben lässt. Aber nach mehreren Versuchen und Ändern diverser Einstellungen lässt der Editor mich schreiben. Letzer Blogpost im Juli, seither ist viel Zeit vergangen, aber nicht viel passiert. Eine Woche Urlaub, ganz nett, im Urlaub auch wohlgefühlt, aber nicht in den (Arbeits-)Alltag hinüber retten können. Spätestens am zweiten Arbeitstag war alles wie immer und der Urlaub weit weg. Seither, wie vor dem Urlaub, in die Arbeit vergraben, meistens ohne Mittagspause und wenn, dann bewusst so spät, dass es in den umliegenden Bäckereien schon ruhiger, der Strom der Schüler/-innen und Studenten/-innen abgeebbt ist. Mittagspausenverabredungen sind eher nicht so mein Fall - wenn ich rausgehe, möchte ich diese halbe Stunde ganz bewusst in absoluter Ruhe genießen, eine halbe Stunde, in der mich eben niemand anspricht, anruft, per Messenger kontaktiert, eine Mail schickt o.ä. Wer mich gut kennt, weiß um diese meine "Eigenart" und auch, dass ich für ein gemeinsames Abendessen mit Kollegen nach der Arbeit, neudeutsch after-work-dinner, (fast) immer zu haben bin (und wie der Zufall es so will, fallen diese spontanen Abende dann meistens auf die Tage, an denen ich sogar meine Sporttasche im Auto habe, weil ich endlich wieder mal zum Training gehen wollte...). Im Gegensatz zu den letzten Tagen - dichter Nebel am Morgen, der sich im Laufe des Vormittags für strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel lichtete - scheint es heute konsequent trüb und kühl zu bleiben. Für mich okay. Werde heute vielleicht in die Stadt fahren und mich mit einem Buch in ein Café setzen, bei dem ich für eine Freundin einen Geschenkgutschein holen möchte. Das Schöne an diesem Café ist nämlich, dass man dort häufig Gäste alleine sitzen sieht und folglich nicht "auffällt", wenn man alleine zu Gast ist - was ja in der Stadt generell nichts Ungewöhnliches ist, hier auf dem Land hingegen schon eher. Und außerdem sind die dort so herrlich entspannt (manchmal auch entsprechend langsam im Service ;-), dass man auch selbst etwas zur Ruhe kommt. Dort kann ich mir dann auch - organisatorische und somit vielleicht tendenziell positive - Gedanken über meinen Geburtstag machen. Das Netbook kommt jetzt erst mal ans Ladekabel, damit es heute Abend wieder frisch ist. Es muss nämlich zur Zeit den PC ersetzen - manchmal etwas mühselig, hat aber auch den Vorteil, dass man nicht der Versuchung erliegt noch hierhin und dorthin zu surfen, sondern lieber früher ins Bett geht :-)

2 Kommentare:

Paterfelis hat gesagt…

After-work-dinner?! Muß ich mir merken. Damit ich endlich wieder meine Umgebung verstehe. Wie heißt das eigentlich, wenn man in der Mittagszeit mit allen Kollegen auswärts essen geht? Ach menno, ich und meine Französischkenntnisse... ;-)

Alessa hat gesagt…

Leider kann ich Ihnen da nicht weiterhelfen, zumal ich zwar das große Latinum, aber keine erwähnenswerten Kenntnisse der französischen Sprache habe. Ich muss allerdings gestehen, dass ganz kurz das Wort "bagage" durch meine Gedanken gegeistert ist - was um Himmels willen nicht heißen soll, dass ich Ihre Kollegenschaft für eine solche halte! :-)Gemeinsames Essen in der Mittagspause kommt zwar bei uns hin und wieder auch vor - zwar nicht beim "Kleinen Chinamann", aber beim "Scharfen Thai" :-) - ist für mich aus oben genannten Gründen aber nicht die Pausenbeschäftigung erster Wahl, zumal ich nach den reichlichen Portionen dort am Nachmittag in einen semi-komatösen Zustand verfallen würde.