Samstag, 30. Juni 2012

Onion goggles

Ich wusste ja gar nicht, welch' stylische Augenmode es für sensible Hobbyköche und -köchinnen gibt (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Menschen, die berufsbedingt in der Küche stehen bzw. ab und an Zwiebeln schneiden, sich nicht der Lächerlichkeit preisgeben, "onion goggles" zu tragen ?). Jedenfalls habe ich vorhin die zweite Runde meines Samstag-Nachmittag-Wochenende-Einkaufs erledigt und bin dabei kurz an einem der non-food-Regale hängen geblieben... nicht bei der 1-EUR-Ware, sondern dort, wo es jede Woche ein anderes Thema, eine andere "Einkaufswelt" gibt. Aktell: quietschbunte Küchenutensilien, und eben unter anderem diese onion-goggles, bei deren Anblick ich mich erst gewundert habe, wieso denn die Schwimmbrille beim Küchenzubehör hängt. Bis ich die Beschriftung las.
Onion goggles. Zwiebel(schneide)brille. Ahja.
Dann wurde mir aber bewusst: wer sich heutzutage ohne geeignete Schutzkleidung in der Gefahrenzone Küche aufhält, handelt grob fahrlässig wider seine eigene Gesundheit ! Deshalb eine Zwiebelbrille, klar. Handschuhe verstehen sich dann von selbst. Aber man sollte schon auf Nummer Sicher gehen, sprich: unter einem Abzug arbeiten wie im Chemielabor... man weiß ja nie... die reizenden Dämpfe (es heißt doch, es läge an den reizenden Zwiebeldämpfen, die man einatmet ?). Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen wären sicherlich auch keine schlechte Idee, falls einem angesichts dieser Gefahren für Leib und Leben schwummrig werden und das Messer aus der Hand gleiten sollte, um sich pfeilgerade durch den Vorderfuß zu bohren und diesen an den Boden zu heften.
Nun gut, man kann über Sinn und Erfordernis solcher Küchenhilfsmittel streiten - mir ist mein Geld dafür zu schade.

Nächste Station: das Wein- und Sektregal auf der Suche nach einem guten moussierenden Schlückchen aus der Region, einem Sekt b.A. (eines bestimmten Anbaugebietes). I(n diese)m Supermarkt wohl eher schwierig. Der Sekt sei hergestellt aus deutschem Wein, mehr gaben die rückseitigen Etiketten fast aller Flaschen nicht preis. Subba. Das hatte ich eigentlich auch erwartet. Vorsatz: beim nächsten Besuch einer Winzergenossenschaft in der Nähe die dort angebotenen Sekte verkosten und dann ggf. dort ein, zwei Flaschen mitnehmen. Für besondere Gelegenheiten darf's auch was Besonderes sein.

Aus dem klimatisierten Supermarkt raus, draußen immer noch schwül-heiße 32°C. Schnell nach Hause, Einkäufe verräumt, Auto untergestellt. Am Himmel zieht ein vergilbtes Blaugrau auf, die Landschaft draußen schaut aus wie auf diesen alten Fotos.... nennt man das nicht "sepiafarben" ? - Vielleicht kommt also doch noch das große Gewitter. Ich werde dann mal was lesen.Oder meine Gepäckliste für den Urlaub erstellen (noch 5 Wochen und 1 Tag !). Ach ja, nach einem Badeanzug / Tankini wollte ich noch schauen und meine Wünsche einer Bekannten zwecks gemeinsamer Bestellung mailen. Bin dann mal weg.

Sonntag, 17. Juni 2012

Und sonst so

Eigentlich gibt's ja nichts zu schreiben.
Eigentlich habe ich diese Woche schon überlegt, das Blog "einzustampfen", zu löschen (auch wenn es vermutlich dennoch irgendwo in den Tiefen des Netzes, oder auf irgendeinem Datenträger, weiter existieren wird ?).
Eigentlich ist und war alles, was hier so geschrieben steht, überflüssig.
Dann doch lieber ein persönliches, privates Tagebuch, das man niemandem zeigt und schon gar nicht aufdrängt - ist ein Blog nicht irgendwie eine Aufforderung, die man den "Vorbeisurfenden" zuruft: "schau mal her, was ich geschrieben habe" ?
Weiß gar nicht so recht, wieso ich überhaupt blogge.

Zum Einen aus folgendem ganz praktischen Grund: weil ich schneller schreiben kann, wenn ich tippe. Mit der Hand schreibend kann ich nicht ausreichend schnell meine wirbelnden Gedanken protokollieren. Während ich noch an einem Satz schreibe, bin ich gedanklich schon weit vorausgeeilt, muss mich dann wieder zurück besinnen.... das verwirrt und verstört mich. Deshalb lieber am PC. Und seine Gedanken in eine Textverarbeitungs-Software zu hacken, ist irgendwie... naja... doof  (hm, warum eigentlich ?).
Zum Anderen ist das Bloggen vielleicht der Ersatz für das entspannte Gespräch am Abend, am Wochenende, am Telefon, das man mit seinen Freunden und Vertrauten führt (im Gegensatz zum oberflächlichen und obligatorischen Smalltalk mit den vielen Menschen, die einem aus den verschiedensten Gründen und Anlässen unter der Woche begegnen). Wenn man diese Art vertrauter, inniger Kommunikation nicht hat / kennt, muss man sich andere Gelegenheiten, Kommunikationsmöglichkeiten schaffen, um nicht zu verstummen: ein Haustier, mit dem man sprechen kann, wenn's einem danach ist, ein Coach / Berater / Psychotherapeut, Spiritualität in Form von Meditationen oder Gebeten, "Kontakte" im Netz.oder eben ein Tagebuch bzw. Blog.
Ach papperlapapp, genug davon.

Ich freue mich darauf, morgen wieder arbeiten zu können. Arbeit lenkt ab, Arbeit beschäftigt, und überhaupt habe ich so viel Arbeit, dass ich mich über jede Stunde und jeden Tag freue, den ich im Büro nutzen kann. Nachdem ich nun seit Ostern fast jeden Samstag im Büro war, empfand ich den gestrigen Tag als unangenehmen Leerlauf - im Büro fand eine EDV-Umstellung statt, so dass nicht gearbeitet werden konnte. Dabei hätte ich den gestrigen Tag gut gebrauchen können, da mich eine am Donnerstag vormittag eingegangene Angelegenheit dann den gesamten restlichen Donnerstag und Freitag in Anspruch nahm, so dass die ganze andere Arbeit wieder liegen blieb. Allgemein würde ich den restlichen Donnerstag und Freitag und auch den Samstag als "Idiotentage" verbuchen wollen, das ist die Art von Tagen, an denen man nur idiotische Anfragen bekommt und sich auf Schritt und Tritt, auf der Arbeit, im Straßenverkehr, beim Einkaufen von Idioten umgeben fühlt.
Klingt arrogant, ist aber nur das subjektive Empfinden der Auswirkungen von murphy's law.
In der Schlange vor der Supermarktkasse z.B.: wenn dort eine Dame fortgeschrittenen Alters mit 'ner Flasche Bier und einem leicht angewelkten Salatkopf in der Hand vor einem steht, sichtlich unruhig ein "wo issen der jetzt scho widda hin" vor sich hin murmelnd, die gesuchte Person dann hinter der Kasse erblickend in ein gedämpftes Schreien und Schimpfen ausbrechend: "wieso bistn du schon drauße, komm her, komm jetzt sofort her, und bring noch e Päckle Spargelsuppe mit!", während die gesuchte Person sich durch das Labyrinth der Supermarktregale auf der Suche nach Fertigsuppe mit Spargelgeschmack macht weiterhin grummelnd "wo bleibter denn, wo bleibter denn, des kann doch nit wahr sei, mein Gott nääh", dann mit entschuldigend-gehetztem Blick an mich gerichtet "darf ich mei Sach mal bei ihne in den Wagen lech, i muss guck wo der bleibt" ihr Bier und den Salat, ohne meine Antwort abzuwarten,in meinen Wagen legend und hinweg eilend, doch kurz darauf zurück kehrend mit nun entschuldigend-erleichtertem Blick wieder ihre Waren ergreifend und sich bei mir nochmal entschuldigend, während von hinten die gesuchte Person - der ca. 40jährige, schon leicht ergraute, vom Bierbauchansatz abgesehen optisch gar nicht mal soooo unattraktive, solarium-gebräunte, brusthaarpräsentierende Sohn im werbegesponsorten Fußballtrikot mit weißer Shorts und Zehensandalen - mit der gewünschten Spargelsuppenbeute dahergelatscht kommt.
Während andere Kundschaft weiter vorne, eine vier(erwachsen)köpfige Familie den Aushilfskassierer verwirrt, indem sie einen Einkauf mit 3 diversen Zahlungs-, Rabatt- und sonstigen Karten tätigt und zu allem Überfluss dann noch fast die "Schlumpfpunkte" vergisst, die man momentan bekommt für einen gewissen Einkaufswert bekommt. Die Schlumpfpunkte lehne ich dankend ab - die Premium-Fußball-Sammelbilder hingegen nehme ich mit. Am Ausgang oder auf dem Parkplatz lasse ich meinen Blick dann über die anderen Kunden schweifen, ob ich eine(n) Mutti / Vati mit Nachwuchs sehe, der diese Bildchen auch in Händen trägt und biete denen meine Sammelbilder an. Kommt meistens ganz gut an ;-)

Wenn ich schon sonst niemandem Grund zur Freude bin, dann möchte ich zumindest gerne kleine Freuden bereiten.

P.S. Meine Statistik erwähnt zwei Seitenzugriffe per iPad - wer das wohl ist ? Ich kenne niemanden, der ein iPad sein Eigen nennt. Ach ja, und herzlich willkommen dem Besucher aus Indien ;-) - allen anderen natürlich auch !

Montag, 28. Mai 2012

Nix Wichtiges

Es gibt in diesem Moment, heute, zur Zeit nichts Wichtiges, Bedeutsames, Wissenswertes oder Interessantes, was ich zu verbloggen hätte. Was aber auch nicht weiter wichtig ist, weil mein Blog nicht mehr als eines dieser sowohl in den herkömmlichen als auch digitalen Medien belächelten "Befindlichkeitsblogs" ist, in dem irgendjemand schreibt, was er oder sie gefrühstückt hat, welche Wetterverhältnisse draußen vor der Tür herrschen und manchmal auch, ob der emotionale Horizont gerade wolkenlos und heiter ist, ob tiefgraue Wolkenberge aufziehen oder schon seit Tagen ein Tief seine Ausläufer in alle Ecken der Seele und Synapsen erstreckt und diese fest im Griff hat.

Heute ist mal wieder ein Tag, an dem alles passt. Der blaue Himmel ist fast wolkenlos, die durch die Rollo-Ritzen blitzende Sonne hat mich vor Acht geweckt. Ich bin ja sonst nicht so der Sommerwetter-Typ, aber heute: perfekt. Schnell angezogen und zum Bäcker gelaufen, dabei die erfrischende Kombination aus Morgensonne und noch kühler, unverbrauchter Luft genossen. Abgesehen vom Nachbarn, der oberhalb meiner Straße sein Auto putzt und dabei einen ganz schrecklichen Radiosender für alle anderen Nachbarn hörbar laufen lässt, ist es noch ziemlich still. Und sogar besagter Nachbar stört mich an einem Tag wie heute nicht.

An solchen Tagen gehe ich viel aufmerksamer durch die Straßen, habe ja auch mehr Zeit. Bemerke, welche Blumen schon abgeblüht sind bzw. welche Pflanzen sich gerade zu voller Blüte aufrüschen. Lese Ankündigungen und Plakate örtlicher Vereine und Interessengruppen in Schaufenstern. Ja, dörfliche Gemeinschaft mag einerseits spießig und kleinbürgerlich sein, andererseits braucht es hier keinen Bildungsgutschein, um Kindern mit knappen finanziellen Mitteln die Teilhabe an der Gemeinschaft zu gewährleisten (womit ich nicht in Abrede stellen will, dass es sinnvoll ist, die Teilnahme an anderen, kostenintensiveren Angeboten finanziell zu unterstützen). Wobei ich mich persönlich aus dem Ehrenamts-Engagement vorerst sehr massiv zurückgezogen habe - 20 Jahre sind genug, jetzt können und sollen andere ran, ich achte jetzt mal verstärkt auf mich.

Jetzt werden erst mal Mails beantwortet, deren Verfasser schon viel zu lange auf eine Rückantwort warten mussten. Für heute Nachmittag ist unverbindlich ein Besuch im Café geplant. Aber: alles kann, nichts muss. :-)

Freitag, 25. Mai 2012

Französischer Abend

Mittlerweile schon wieder etwas gesellschaftsfähiger habe ich heute Abend einem französischen Kabarettisten (in deutscher Sprache) gelauscht; anschließend Besuch im Flammkuchen-Bistro, wo meine Bekannte und ich uns jeweils gemeinsam zunächst einen pikanten Flammkuchen, dann noch einen süßen Flammkuchen teilten und den Abend mit einem Cappucino (naja, eine Schale Milchkaffee hätte nicht mehr reingepasst ;-)) abschlossen.

War dann doch ganz nett und entspannend, sogar der vorgeschaltete offizielle Teil vor dem Kabarett mit Sektempfang und Smalltalk. Und das mit den Flammkuchen muss ich unbedingt wiederholen, könnte mich dort glatt 4 Stunden aufhalten und durch die Karte essen :-)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Ruhe

Da reduziert man seine Hobbys und Verpflichtungen, um mehr Zeit zu haben, aber irgendwie rutschen ständig Termine nach. Oberflächlichkeiten. Einladungen zu Geburtstagsfeiern, bei denen man zwar die Hauptperson und seine Partnerin sehr schätzt, aber es einem vor dem ganzen Rest drum rum, vor den anderen Leuten graust. Gemeinsam essen gehen mit Bekannten und dabei einen ganzen Abend auf oberflächliches Gerede zu verschwenden, im schlimmsten Fall dem Geläster der anderen zu lauschen und weder Lust noch Kraft für Widerworte zu haben, sondern resigniert schweigen (noch habe ich nicht zugesagt...).
Irgendwie möchte ich gerade nur noch meine Ruhe haben.
Gewisse Menschen, die mir jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde wert gewesen wären, sind eh passé; sie waren die ihnen gewidmete Aufmerksamkeit, die Gedanken, die Zeit, die ihnen entgegen gebrachte Zuneigung und Wertschätzung, das in sie gesetzte Vertrauen wohl auch nicht wert. Man lernt nie aus.
 Ich möchte konzentriert meiner Arbeit nachgehen können und ansonsten nur noch meine Ruhe haben.