Donnerstag, 26. Dezember 2019

Weihnachten 2019

Da freut man sich also ungefähr vier bis sechs Wochen lang sehnsüchtig auf die Weihnachtstage und schleppt sich in hoffnungsvoller Erwartung durch Arbeitstage voller Stress und Chaos und dann.... ereilt einen am... - ja, wie heißt der Tag des Heiligen Abends eigentlich? - am 24.12. eben ein unheiliges Halskratzen, welches binnen der folgenden beiden Feiertage in einer handfesten Erkältung kulminiert, infolge derer man seiner Stimme fast komplett verlustig wird.
Nachdem sich also schon im Vorfeld angedeutet hatte, dass mein Weihnachten dem schon erwähnten beruflichen Stress geschuldet eher auf Sparflamme ablaufen würde (kein Adventskranz, kein weihnachtlicher Schmuck in der Wohnung, kein Christbaum - noch nicht mal der künstliche Baum, der für solche Fälle bereit liegt, fand noch seinen Weg in meine Bude -, keine Karten für Freunde und Bekannte), ging nun der Rest auch noch den Bach runter: erst lag ich im Bett, weil müde und fröstelnd, und die restliche Zeit war ich auch nicht gesellschaftstauglich, weil nicht zu verbaler Kommunikation in der Lage und ggf. auch noch ansteckend (muss ja nicht sein, dass ich dann anderen die Feier-/Urlaubstage auch noch verderbe).

Auf der to-do-Liste stehen nun noch Steuererklärung 20xx (lange Verjährungsfristen sind super :-x ) sowie Korrespondenz mit Krankenkasse. Außerdem gibt es in der Wohnung genügend Ecken, wo sich Chaos breit gemacht hat und die mal grundlegend ausgemistet und neu geordnet werden müssten. Müssten. Sollten. Könnten.

Für Silvester ist so eine Art Tagesausflug vorgesehen, ca. 80km einfach, zusammen mit einer Bekannten, habe einen Tisch für gemeinsames Mittagessen bestellt reserviert, weiterer Tagesverlauf noch nicht so konkret geplant, je nach Wetter noch ein bisschen spazieren gehen und dann... mal schauen. Sie hat vorgeschlagen, dass wir anschließend bei ihr noch bis Mitternacht aushalten und gemeinsam auf's neue Jahr anstoßen (für mich eh ohne Alkohol, fahre dann ja wieder nach Hause), mir persönlich wird das dann schon fast ein bisschen lang und überhaupt hat Silvester / Neujahr für mich sowieso keine nennenswerte Bedeutung - ich glaube, ich schrieb das hier schon mal:
31.12., 23:59 Uhr >> 01.01., 0:00 Uhr. So einfach und unspektakulär ist das für mich.

Dienstag, 8. Januar 2019

Testlauf

Heute nach zwei Wochen süßen (fast) Nichts(oder eben wenig)tuns um 6.00 Uhr aus dem warmen, gemütlichen Bett herausgeschält.
Puh. Üble Sache.
Mir ist kalt, ich bin müde und überhaupt will ich weiter schlafen.
Aber es ist mein letzter Urlaubstag, ich habe heute einen Termin und hielt es für sinnvoll, mich heute schon mal der künftig wieder nötigen, noch früheren Aufstehzeit zu nähern, nachdem ich die letzten Tage eher so deutlich bis in den Vormittag hinein ausgeschlafen habe.
Man liest ja Verschiedenes zur Frage, ob man versäumten Schlaf nachholen oder sich so richtig ausschlafen könne, wenn / weil man sich müde und kaputt fühlt.
Nach zwei Wochen Urlaub und reichlich Schlaf kann ich sagen: nein, bei mir hat das nicht geklappt - ich fühle mich leider nicht besser als vor dem Urlaub. Isso. Vielleicht liegt's am Alter. Tja.

Der letzte Urlaubstag ist eh immer so ein unwirklicher. So richtig genießen lässt er sich nicht mehr, weil ja der Arbeitsalltag unmittelbar bevor steht. Und die Rückkehr an den Arbeitsplatz kommt mir meist wie ein unüberwindbares Hindernis vor, bevor man eben so langsam wieder in den (Arbeits-)Alltag zurück findet. Irgenwann geht's dann auch wieder, aber bis dann....

Vieles, was ich im Urlaub anpacken wollte, habe ich (wieder) nicht geschafft. Okay, die Steuer ist gemacht, die eine oder andere Besorgung - alles andere muss nun wieder warten, ob / bis der Alltag Lücken dafür lässt, was sich angesichts langer Arbeitszeiten (incl. gefühlt unendlicher Wegstrecke via ÖPNV) und Terminen am Abend hinziehen kann.

Jetzt erstmal eine Kleinigkeit frühstücken und ein bisschen bewegen, damit ich halbwegs zurechnungsfähig werde.

Samstag, 5. Januar 2019

Back again...

Da bin ich wieder, nach langer, sehr langer Zeit.

Mein letzter Eintrag war im Juni 2017 und dann gab es einige Änderungen und Neuerungen, u.a. beruflicher Art - nicht negativ, aber hat eben doch Zeit und Energie gekostet.
Als ich dann endlich mal wieder hätte schreiben / bloggen wollen, musste ich feststellen, dass mein Google-Konto offensichtlich gekapert worden war.
Zu diesem Zeitpunkt war ich allerdings auch noch mit anderen Dingen gut ausgelastet, so dass die Kontenwiederherstellung bin zum nächsten Urlaub - also jetzt - warten musste.
Und da bin ich wieder.
Ich hoffe, alle meine zwei bis drei Leser sind artig geblieben und es geht euch gut.

Aber jetzt erst mal wieder weg vom PC, hin zu den Pflichten am Wochenende - Aufräumen, Putzen, evtl. Bett neu beziehen, waschen, einkaufen.

CU (hoffentlich) soon.

Sonntag, 18. Juni 2017

Senile Bettflucht

Aufwachen. Sich auf die andere Seite drehen, Kissen etwas zurecht rücken. Dem Licht nach zu urteilen, das durch die Ritzen des Rollos fällt, ist es noch zu früh zum Aufstehen. Meinen Radiowecker, an dem ich sonst die Uhrzeit ablesen konnte, benutze ich nicht mehr, und wenn ich mich nun mühsam über die Bettkante hängen würde um mein ausrangiertes Phablet zu angeln, wäre ich endgültig wach. Aber es ist Sonntag und es stehen keine Termine an - also: ausschlafen, aber zackig! Nochmal zurechtruckeln, bis sich wieder alles bequem anfühlt und Augen schließen.
Hm. Funktioniert aber nicht. Nochmal drehen, Decke und Kissen zerknautschen. Hey, was soll das jetzt?
Okay. Aufstehen, mal eben ins Bad, dann wird sich schon zeigen, ob ich wirklich wach bin. Zurücktappen. Schon mal Tabletten nehmen, das Schilddrüsenhormon hat ja Starallüren und verlangt eine halbe Stunde Vorlaufzeit bis zum Frühstück, welches mittlerweile verlockend erscheint.
Feststellen, dass alle Fenster über Nacht offen und die Rollos (außer im Schlafzimmer) nicht geschlossen waren - macht nix, stabiles Wetter und jetzt angenehm frische Luft in der Wohnung!
Radio an - obwohl auch ich inzwischen ein Digitalradio mein Eigen nenne, höre ich in der Regel nur im Auto Radio, aber jetzt steht mir der Sinn nach der "guten alten Musik", also wähle ich einen Sender, der überwiegend Musik der 70er - (20)0er Jahre spielt.
Zähneputzen, Katzenwäsche, aktuelles Lieblingsparfum auflegen und vom Wohnzimmer aus den Sonnenaufgang betrachten - herrlich!
Ja, ich bin definitiv wach und es ist erst 6.30 Uhr - fängt jetzt diese senile Bettflucht an? ôô

Wenn der Tag so beginnt, habe ich auch Lust zu bloggen. ;-)

Dabei wird dieser Tag ja noch besser (vorausgesetzt, es wird nicht zu heiß)  - denn am Mittag werde ich zu einer Veranstaltung fahren, bei der ein Sternekoch samt Team in lockerem Ambiente Kleinigkeiten zum Verkosten zubereitet. Man kann wahlweise die Speisen einzeln kosten oder sich drei bzw. fünf Speisen zusammenstellen. Dürfte ja klar sein, wofür ich mich entscheide, ne? Anschließend werde ich noch einer kleinen Eisdiele (die für sich mit wenigen, dafür aber hausgemachten Eissorten wirbt) einen Besuch abstatten und mich in der angeschlossenen Pension erkundigen, ob ich Ende Juni für eine Nacht dort ein Zimmer bekommen kann, ein Mini-Urlaub gewissermaßen, mit dem ich ein dienstliches Seminar verlängern bzw. ausklingen lassen will.
Und auf dem Heimweg treffe ich mich dann noch  mit einer Freundin, die ich schon wieder zu lange nicht gesehen habe, auf einen Kaffee... und vielleicht noch ein Eis, je nachdem ob und wieviel Eis ich vorher schon verdrückt habe ;-)

Und jetzt ab in die Küche, kleines Frühstück, später dann zum Bäcker (der macht ja erst um 8.00 Uhr auf), der Restfamilie einen Besuch abstatten und mit frischen Brötchen überraschen und dann liegt sooo viel Tag vor mir - have a nice day!




Samstag, 31. Dezember 2016

Blog statt Böller

Wenn ich an diesem Silvesterabend noch etwas erledigen muss, dann ein Quartals- und Jahresabschlussposting schreiben.
Es ist gerade 18.00 Uhr und draußen zündet jemand fleißig Böller und Raketen. Da man in Thailand, Kambodscha, Indonesien etc. um ca. 18.00 MEZ ins neue Jahr startete, dürfte Südostasien keine 500m von meinem Fenster in der fränkischen Ödnis entfernt liegen. Das finde ich toll, da gehe ich doch morgen früh gleich mal zum Meer.

Ich feiere nicht. Oder jedenfalls gehe ich auf keine Party. Obwohl, nein, ich feiere auch nicht. Was Silvester / Neujahr angeht, bin ich recht nüchtern (sowohl was Alkohol als auch Vorsätze und das ganze restliche Jahreswechselgedöns anbelangt). Heute ist Samstag, der 31. Tag eines Monats, morgen ist Sonntag, der 1. Tag eines neuen Monats und ach ja, ganz hinten am Datum ändert sich auch eine Zahl. Die einzigen maßgeblichen Veränderungen im Zusammenhang mit einem Jahreswechsel, auf die ich ggf. achte, sind Gesetze, Richtwerte, Regelungen, die für mich vielleicht von Bedeutung sind.
Aber mich und / oder mein Leben ändern, etwas ander(e)s tun als zuvor und was man sich sonst so an Silvester vornimmt, das geht auch an jedem anderen Tag und ist vielleicht sogar erfolgversprechender, wenn ich etwas beginne / beende / ändere, weil ich es genau an diesem (anderen) konkreten Tag will und dazu bereit bin, statt dies in Abhängigkeit vom Jahreswechsel tun. Was wiederum nicht ausschließt, dass dieser konkrete Tag durchaus Silvester oder Neujahr sein kann. Aber eben jedem das Seine/Ihre, nicht wahr?

Nun bin ich nicht grundsätzlich ein Partymuffel, aber alle Silvesterfeiern, bei denen ich jemals war oder zu denen ich gehen könnte bzw. alle Bekannte / Freunde, mit denen ich zusammen den Silvesterabend verbringen könnte, feiern diesen Abend mit (nicht wenig) Alkohol sowie mitternächtlichem Umarmen und Gruppenkuscheln sowie Feuerwerkszündeln (was bedeutet, dass die ganze Horde nach draußen geht). Ich trinke wenig bis gar keinen Alkohol (zumal ich meist sowieso das Auto brauche, um an den Ort des Geschehens zu kommen), mag dieses alkoholdunstgeschwängerte Neujahrs-Geknutsche nicht (brrrrr!) und draußen ist es (besonders heute) a) kalt und b) ertrage ich die Knallerei einfach nicht mehr so wie früher.
Mit anderen Worten: für die herkömmliche Silvesterparty bin ich eine absolute Spaßbremse :-)

Also feiere ich meist nicht am Silvesterabend, sondern genieße die Tage um die Jahreswende auf andere Weise. So war ich gestern mit einer Kollegin im Café (extrem überfüllt, gefühlt waren sämtliche Jung-Eltern der Stadt mitsamt Nachwuchs dort, viele wuselnde & schreiende Kinder - aber auch sehr goldige kleine Würmchen), genoss das leckere Essen dort, und heute war ich im Elektronikfachmarkt und habe mir nachträglich selbst Weihnachtsgeschenk(e) gekauft. Wo andere Frauen in Bekleidungs- und Schuhgeschäften die Selbstkontrolle verlieren, könnte mir das eher in solchen Läden passieren. Okay, einen Drucker brauche ich, das Digitalradio wollte ich schon lange, aber dann musste ich wirklich mit großer Selbstbeherrschung einen großen Bogen um Laptops & Co. machen.
In den Läden war es heute auch viel entspannter als noch gestern Nachmittag / Abend, die meisten hatten wohl ihre Vorräte (den Einkaufswägen nach zu urteilen für ca. 3 Wochen ôô) schon eingekauft und heute waren dann nur noch diejenigen unterwegs, die es entspannt angehen lassen konnten, weil sie nicht für die logistische Versorgung einer Großfamilie oder Silvesterfeier verantwortlich sind.
Und da zu Hause eh niemand auf mich wartet und mir danach war, bin ich anschließend zum Mittagsbuffet des panasiatischen Grillrestaurants gegangen und habe dort verdammt leckeres Sushi, gebratene/-s Ente bzw. Huhn mit pfannengerührtem Gemüse, Frühlingsrollen, gebackene Wan-Tans, Samosas und frisches Obst zum Nachtisch genossen. Mmmhh.

Mein persönliches Jahresschlussfazit:
[*Publikum unterdrückt ein Gähnen*]

Jedes Jahr hat gute und schlechte Zeiten, auch wenn es in 2016 einige besonders dunkle Tage bzw. Zeiten gab (Kriege, Terroranschläge...). Aufgrund meiner fast schon gleichgültigen Einstellung zum Jahreswechsel (siehe Anfang) liegt mir jedoch dieses Lamento á la "2016 kann weg" und "2017 kann nur besser werden" fern. Man kann sich an jedem Morgen entschließen den Tag so gut es einem möglich ist zu gestalten, freundlich zu den Mitmenschen zu sein, nachhaltig zu handeln - und nein, ich gehöre eigentlich sowas von gar nicht zur Fraktion "positives Denken", "Tsjakkaa - du schaffst es!" & Co., eher im Gegenteil... ich kenne Einsamkeit, Traurigkeit, Grübeleien durchaus und Melancholie ist mein zweiter Vorname.
Dennoch hoffe ich auch für morgen, übermorgen und jeden weiteren Tag, dass Menschen nachdenken, zur Vernunft kommen (ggf. im Austausch und Diskurs mit anderen Personen bzw. Staaten), sich geistig / ethisch fortentwickeln, aufeinander zu gehen und ihre Auseinandersetzungen und Konflikte beenden - sei es im Kleinen oder im (ganz) Großen.

Ich bin mir bewusst, dass es mir sehr gut geht - ich lebe in einem freien, demokratischen Land, kann meine Meinung offen äußern, kann - im Rahmen der Gesetze - tun oder auch lassen was bzw. leben wie ich will, kann (könnte) verreisen, wie es mir gerade passt usw. usf.
Ich bin (ziemlich) gesund, und wenn ich es mal nicht bin, gibt es ein Gesundheitssystem, das zwar oft gescholten wird, aber in Deutschland immer noch fast allen Menschen offen steht und diese ausreichend versorgt.
Ich habe genügend zu essen, jederzeit frisches Wasser aus der Leitung, ein Dach über dem Kopf, ein gemütliches Bett und eine Heizung, die mich vergessen lässt, dass wir draußen gerade frostige Minusgrade haben.
Und ich habe einen Job, in dem sich im Laufe des Jahres größere Veränderungen ergaben und ich noch nicht weiß, wohin die Reise letztendlich geht. Jedenfalls verdiene ich aber genügend Geld, um es mir - nicht nur an diesem letzten Tag des Jahres 2016 - öfter mal gut gehen lassen zu können.

Weil das alles deutlich mehr ist, als viele andere Menschen haben, ist 2016 für mich persönlich ein genauso gutes Jahr gewesen wie alle anderen zuvor auch - und dafür bin ich dankbar.