Irgendwie klappt das mit dem Frühaufstehen zur Zeit nicht so recht, aber immerhin, um 9.00 Uhr war ich raus aus dem Bett. Andererseits bin ich auch erst gegen 3.00 Uhr ins Bett gekommen, und das ist für meine aktuellen Verhältnisse schon sehr spät (früher war das für mich an Wochenenden ganz normal). Außerdem war ich gestern wieder den ganzen Tag im Baustellendienst.
Nachdem die Bauherren selbst verschlafen hatten und ich längere Zeit vor der Tür stand, bis auch die beiden eintrafen, lief die Arbeit zunächst etwas schleppend an - es fehlte etwas der rote Faden ;-)
So schliffen wir mal hier die Wände nochmal fein, grundierten dort eine Wand für den Anstrich, und begannen dann - als wir im Schein eines Baustrahlers feststellten, dass man die Wände noch nicht gerade eben nennen konnte - zu spachteln. Da ich mich binnen kurzer Zeit zu einer Meisterin meines Fachs entwickelte (mein Kommentar dazu: Frauen können das, weil es auch nix anderes ist, als eine Torte mit Sahne oder Creme zu verzieren, wo ich ebenfalls sehr perfektionistisch ans Werk gehe), bekam ich die Sonderaufgabe, die Decke zu verschönern, die einer meiner Vorgänger auf der Baustelle beim Tapeten-Ablösen mit argen Kratzern und Unebenheiten zurückgelassen und die der Trockenbauer offensichtlich... ähm... nun ja, übersehen hatte.
Nach dem Duschen dann Besuch im Biergarten.... wunderbares Wetter, man konnte bis elf in kurzen Ärmeln draußen sitzen und auch danach reichte ein dünnes Jäckchen, um nicht zu frieren. Das Essen ließ zunächst - aufgrund der Überfüllung und einer Gruppe von 30 Personen, die vor uns mit warmem Essen zu versorgen war - etwas auf sich warten, war aber recht gut. Preislich vielleicht etwas überzogen, aber in diesem Fall zahlt man eben den wunderbaren Blick auf den Fluss und die Stadt. Besonders hervorzuheben war der Service - bei der einen Bedienung hätte man meinen können, sie hätte einen Narren an unserem Tisch gefressen, weil sie nicht nur sehr häufig bei uns vorbeischaute und fragte, ob alles in Ordnung sei, sondern uns auch sehr ehrlich über die Wartezeit auf's Essen aufklärte und uns über den Stand der Dinge in der Küche bzw. die aktuelle Laune des Küchenpersonals auf dem Laufenden hielt, so dass uns die Wartezeit gar nicht so lange erschien.
Heute Abend werde ich mir mit einer Bekannten "Inception" anschauen - bin schon sehr gespannt auf diesen Film.
Wie ich vorhin im Radio hörte, ist wieder eine Steuersünder-CD in Baden-Württemberg aufgetaucht, dieses Mal 250 Firmen und eine Steuersumme von 800 Millionen Euro. Ordentlich, ordentlich. Mein schadenfreudiges Steuerzahler-Herz sagt: kaufen ! Andererseits: diesen Firmen wird man doch sowieso nicht beikommen, und falls man es versucht, kommt das Totschlag-Argument Nr. 1: wenn ihr uns nicht in Ruhe lasst, entlassen wir Leute oder verlegen unsere Produktion / Verwaltung / etc. in ein Billiglohn-Land (falls sie nicht sowieso schon dort angesiedelt sind). Und damit sind sie raus aus dem Schneider.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen