Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen. Johann Wolfgang von Goethe
Mein Abendessen fiel heute unter die Rubrik Gerichte á la Rumfort - was rum liegt und fort muss. Als da wären: 200g Tofu im Kühlschrank und je eine rote und eine gelbe Paprika, die unter fortschreitender Verschrumpelung litten. Den Tofu hatte ich in einer Packung mit 2 Blöcken Tofu á 200g gekauft, von denen ich den ersten bereits zwecks experimentellen Tofu-Selbstversuchs verbraucht und diesen überlebt hatte.
Ich würfelte also 200g Tofu und marinierte die Tofuwürfel in je 1 EL Öl, dunkler und heller Sojasauce, 1 TL Tomatenmark, einigen Tropfen Tabasco (oder auch mehr), 1 EL süß-saurer Sauce, 1 Knoblauchzehe und 1 Scheibchen Ingwer (jeweils fein gewürfelt), frisch gemahlenem Chili, gerebelten Wok-Kräutern, etwas roter Currypaste (oder Sambal oelek).
Während der Tofu ein "heißes Bad" nahm, würfelte ich außerdem 1 rote und 1 gelbe Paprikaschote (wobei die Farben der Schoten natürlich beliebig sind ;-) sowie 1 Schalotte, die ich in 1 EL Öl andünstete.
Dann den marinierten Tofu samt Marinade zum Gemüse in die Pfanne und dem ganzen Zeug ordentlich einheizen.
Nach ein paar Minuten 1 Handvoll Wok-Nudeln (Menge abhängig von Hunger) in die Pfanne geben und etwas Gemüsebrühe angießen, weitergaren lassen, bis die Nudeln weich sind, ggf. noch etwas Brühe (oder Sojasauce o.ä.) nachgießen.
Fertig - essen. Kann für 2 Personen reichen, wenn diese nicht allzu hungrig sind. ;-)
Da haben wir nun den 1. Januar 2012 - und ? Ist doch irgendwie ein ganz normaler Sonntag. Ich fand auch den Silvesterabend und die Nacht eher ruhig. The same procedure as every year um Mitternacht, das Läuten der Kirchenglocken, die Raketen und Leuchtkugeln und der wabernde, stinkende Nebel, der sich anschließend über das Dorf senkt. Aber nicht so viele Jugendliche, die durch's Dorf ziehen und Schabernack treiben, indem sie versuchen Briefkästen mit Chinaböllern zu sprengen oder ähnlichen Unsinn anstellen. Merkt man da schon, dass es immer weniger Kinder gibt ?!
Habe gerade eben im Internetprofil eines Bekannten ein schönes youtube-Video von einem U2-Live-Auftritt entdeckt und mich dann gleich mal etwas genauer mit der Bandgeschichte beschäftigt. Natürlich kenne ich Lieder von U2 und ich weiß, dass Bono der Sänger von U2 ist (der war schließlich ständig in der "Bravo" und in "Mädchen" abgebildet, als ich diese Presseerzeugnisse noch kaufte... ;-)). Weniger bekannt war mir, dass U2 auch sozial und politisch engagiert waren bzw. sind (auch wenn es wohl auch kritische Stimmen gibt, dass sie in Sachen Steuern nicht ganz so ehrbar handeln. Aber wenn Künstler Konzerte für den guten Zweck geben bzw. (einen Teil) ihre(r) Gage spenden, kann ich darüber hinweg sehen, dass sie ihre(n) Wohn- oder Firmensitz(e) ins Ausland verleg(t hab)en und ihrem Herkunftsland infolgedessen Steuern entgehen. Bei Steuergeldern weiß man schließlich leider nie so genau, wofür sie verwendet würden, und von Autobahnen oder Rüstung wird kein armer Mensch satt. Aber das nur am Rande.)
Zurück zum U2-Video: kein Wunder, dass Bono als charismatischer Frontmann und "Herz" der Gruppe bezeichnet wird, wenn man ihn in diesem Video sieht. Ganz ehrlich: wäre ich an der Stelle dieser jungen Frau gewesen, hätten mich anschließend die Sanitäter von der Bühne tragen müssen. Man sieht ja auch an einigen Stellen, wie schnell sie atmet, wie sie die Hände vor's Gesicht schlägt. Gänsehaut-Feeling pur. Hach. *auch haben will* Genug getippt - anschauen und neidisch werden !
Habe alles erledigt, was ich heute, an diesem Wochenende, in diesem Jahr noch erledigen wollte oder musste.
Gestern Anträge auf Altersvorsorge-Zulage und Wohnbauprämie für das Jahr 2009 weggefaxt, heute die Steuererklärung 2007 (ähem...) direkt beim Finanzamt eingeworfen. Sowas mache ich ja leider immer auf den letzten Drücker. Schon seltsam, da arbeitet man im Büro, müsste das bisschen Schreib- und Formularkram mit links erledigen, aber man schiebt es auf die lange Bank bis kurz vor Fristablauf. Die geänderte Gesetzeslage, was die Abgabefrist für Steuererklärungen angeht (deutlich längere Fristen), kommt mir und meinen prokrastinatorischen Tendenzen (leider !) entgegen.
Gerade eben bin ich noch mit dem Staubsauger durch die Wohnung gedüst, was den sowieso schon arg gestressten Kater (ich sag' nur: Silvesterböllerei) auf die Palme bzw. den Schrank getrieben hat. Dafür habe ich dem Kater jetzt ein "Bollwerk gegen die Böller" errichtet: jetzt schon gefüttert, weil er später eh nix mehr anrührt, in allen kater-bewohnten Zimmern die Rollos runtergelassen und ein paar zusätzliche Handtücher in seine Höhle gestopft, in die er sich spätestens dann zurückziehen wird, wenn die Kinder draußen anfangen zu zündeln und zu knallen, und die er nicht vor morgen Mittag 12.00 Uhr verlassen wird.
Mein Auto ist in der Scheune geparkt (denn wenn eine Rakete den Lack beschädigt, zahlt es mir keiner, aber wenn eine Rakete die Scheune in Brand steckt und sie mitsamt Auto abbrennt, zahlt die Brandversicherung *g*).
Ich werde mich nun gleich in die Badewanne versenken, ein bisschen "Glückliche Auszeit" im duftenden heißen Wasser nehmen, und wenn ich und meine Haare wieder trocken und das Bad sauber ist, wird die Küche, oder zumindest die Arbeitsfläche, aufgeräumt. Für heute Abend habe ich gebratene Nudeln mit in Sojasauce und viel "hot"-Zeugs mariniertem Tofu, Paprika, Chili und Knoblauch geplant. Danach spülen, PC, rumgammeln - und vielleicht schon vor Zwölf ins Bett gehen, denn Silvester gibt mir nichts, erst recht nicht alleine.
Ich glaube nicht daran, dass sich was ändert, wenn das Datum vom 31.12. auf den 01.01. bzw. die Uhr von 23:59:59 auf 00:00:00 springt. Veränderung liegt im Wesentlichen in einem selbst, sagt man doch so, oder ? Die Menschen mögen halt gerne ihre Rituale, okay. Die Menschen mögen ja eigentlich alles, was mit ordentlich Alkohol sowie viel und lecker Essen, heute zusätzlich noch Feuerwerk, verbunden ist. Okay, das Feuerwerk mag ich auch. Aber das schaue ich mir auch gerne oder sogar viel lieber bei anderen Anlässen an (nämlich dann, wenn es ausschließlich professionell geplant und gezündet wird), auf die Laienböllerei kann ich echt verzichten. "Brot statt Böller" - da antworte ich mit einem entschiedenen Jein. Ja, was diese unsinnigen und oft gefährlichen Böller betrifft, die nur Krach machen (und oftmals zur Sachbeschädigung genutzt werden). Nein, was das Feuerwerk an sich betrifft. Wenn alle, die sich für viel Geld Feuerwerksartikel in den Supermärkten kaufen, diesen Betrag (sagen wir mal nur) zur Hälfte spenden und die andere Hälfte als Kostenbeitrag für ein professionelles Feuerwerk durch einen Pyrotechnik-Firma entrichten würden, käme ordentlich Geld für einen guten Zweck zusammen, und man könnte sich darüber bei einem wirklich schönen Feuerwerk (das auch bei regnerischem Wetter wie heute funktioniert !) freuen.
Ansonsten war der Höhepunkt des vergangenen Jahres mein Urlaub auf Mallorca: zum ersten Mal seit über 10 Jahren länger als zwei oder drei Tage weg, per Flugzeug, für meine Verhältnisse richtig "weit" ;-) Im Urlaub gute Freunde noch besser kennen gelernt, und neue Bekanntschaften gemacht, die dank Facebook & Co. noch Bestand haben. Leider wird das vergangene Jahr aber stark von ein paar herben Enttäuschungen in den letzten Monaten geprägt, weshalb es mir schwer fällt, heiter mit dem alten Jahr abzuschließen.
In diesem Sinn hier mein "Goodbye 2011"-Song. Der komplette Inhalt bzw. die Intention des Songtextes ist in diesem Zusammenhang nicht von Bedeutung, sondern lediglich der Titel, denn das ist mein Fazit für das Jahr 2011 :-)
Ich wünsche allen, die von der Existenz dieses Blogs wissen, hier gelegentlich vorbei schauen und meine (zugegebenermaßen seltenen) Beiträge lesen,
Fröhliche, gemütliche Weihnachtstage mit viel Zeit für euch selbst, eure Lieben und alles das, was ihr gerne tut, und einen guten Start in ein glückliches Jahr 2012, das für uns alle Gesundheit und Wohlergehen bereit halten mag.
Ich für meinen Teil werde an den Weihnachtstagen, abgesehen von der Teilnahme an den üblichen "Veranstaltungen", häufig im Internet herumstöbern und -lesen, wobei ich u.a. die digitale Weihnachtsgeschichte via facebook und youtube gefunden habe. :-)
Wenn ich schon selbst nichts zu Papier (ins Blog) bringe, möchte ich an dieser Stelle aber via Anke Groener (lese ich immer wieder gern) auf einen Artikel aus dem Spiegel vom Juni 2011 verweisen, der gerade jetzt wieder aktuell ist, wo Heerscharen von Kunden zwecks Weihnachts- und Silvesterbevorratung systematisch die Werbeprospekte sämtlicher Supermarktketten und Discounter scannen und mit Lebensmitteln randvoll beladene Einkaufswagen aus den Supermärkten rollen, als gäbe es kein Morgen mehr (hey, selbst wenn nächstes Jahr wirklich die Welt untergeht: erst am 21.12.2012 !). Aber billig muss es sein (nicht preiswert), klar. Und ist es nicht unverschämt, dass die Tomaten so ganz und gar nicht aromatisch sind, wie soll man denn da Caprese für's Silvesterbuffet zaubern, bitteschön ?!
Außerdem kam ich über Anke Gröner zu diesem Text im Blog von Ragen.