Nach einem zuweilen melancholisch angehauchten Wochenende habe ich mich heute wieder gut in den Wochentrott eingefädelt. Sogar so gut, dass ich am Abend richtig zufrieden mit meiner Arbeit im Büro war. Wäre sogar gerne noch länger geblieben, wollte mich aber endlich um einen neuen Lattenrost kümmern. Auf dem Weg erst noch einen Möbel-Discounter besucht (nicht den gelb-blauen) und für mein "Dinner" am Mittwoch Tisch-Sets besorgt, 4x ecru und 4x grau, das dürfte für's erste reichen und bietet Abwechslung. Anschließend, eine Viertelstunde vor Ladenschluss (19.00 Uhr), in das Möbelhaus im Nachbarort gestürmt, dort von der Info direkt an den Bettenverkäufer weitergereicht und kurze Sache gemacht: ca. 10min später war der Lattenrost (mit einer Lieferzeit von 4-5 Wochen - werden die handgeschnitzt ?!) bestellt. Hätte ich möglicherweise bei anderen Discount-Läden günstiger haben können, dafür ist die Lieferung bis ins Schlafzimmer im Preis inclusive und das ist mir der höhere Preis allemal wert.
Zum Abschluss neben ein paar Kleinigkeiten vom ALDI noch eine Flasche Cremant Rose für Mittwoch mitgenommen. Ich habe ja so eher keine Ahnung von Wein und hoffe, einen guten Kauf getätigt zu haben; nun kommen am Mittwoch endlich auch mal meine Champagnergläser zum Einsatz !
Apropos Champagner: meine erste und einzige Flasche Champagner, die mir meine Eltern kürzlich vom Urlaub in der Champagne mitbrachten, wird an meinem Geburtstag geleert. So langsam muss ich mir Gedanken machen, wen ich wann einladen will bzw. wen ich in den erlauchten Kreis der champagner-würdigen Gäste erheben werde ;-)
Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen,
ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.
Johann Wolfgang von Goethe
Und hin und wieder bloggen.
Montag, 27. September 2010
Sonntag, 26. September 2010
Celebrating the loneliness
Heute morgen gab es kein Frühstück, bei dem ich hätte bloggen können. Mit Rückenschmerzen und schlechter Laune aufgestanden; erstere vermutlich dem defekten Lattenrost geschuldet, den ich eigentlich schon seit fast zwei Wochen ersetzen will, zweitere bereits seit zwei Tagen anhaltend.
Habe dann erst mal in der Küche den am gestrigen Abend gebackenen Apfelkuchen aus der Form gelöst. Hätte den Kuchen vielleicht doch noch eine Viertelstunde länger im Ofen lassen sollen, obwohl er eh schon 15 min länger drin war als vorgesehen. Der Kuchen besteht aus einem Mürbteigboden, auf den man kleingeschnittene Äpfel gibt und anschließend einen aus 3 Bechern Sahne, Vanillepuddingpulver und Zucker aufgekochten Guss. Anschließend wandert die randvolle Kuchenform für (mindestens !) 1,5 Stunden in die Backröhre, was - bei meinem Kuchen - noch immer nicht gereicht hat. Der Kuchen zerfließt zwar nicht mehr und ist halbwegs stabil, auch der Boden ist mürbe und krümelig statt matschig, aber innen ist die Apfelfüllung doch etwas sehr weich für meinen Geschmack bzw. mein mouth-feeling. Beim nächsten Mal werde ich die Zuckermengen deutlich reduzieren, zumindest dann, wenn ich so reife und süße Äpfel verwende wie gestern, denn der Kuchen - ein Stück habe ich probiert - ist schon recht süß (und mächtig sowieso).
Kuchenbacken diente der Restobstverwertung, aber vor allem auch dem Zweck, mich abzulenken und zu beschäftigen. Die Melancholie hat übelst zugeschlagen; als ich gestern eine 24minütige Doku über ein Seminar für Stotterer im Internet gesehen habe bzw. die Geschichte von zwei Teilnehmern, kamen mir an diversen Stellen fast die Tränen. *seufz*
Eine Freundin, mit der ich am Sonntag Mittag desöfteren zum Kaffeetrinken gehe, ist bei Freunden zu Besuch, und meine Wochenend-Beschäftigung der letzten Wochen (Baustelle) ist aufgrund Fertigstellung hinfällig. Nun sitze ich hier vor dem PC, während mein Gemüt sich im Sinkflug befindet, um am Montagmorgen im Büro hart aufzuschlagen.
Habe dann erst mal in der Küche den am gestrigen Abend gebackenen Apfelkuchen aus der Form gelöst. Hätte den Kuchen vielleicht doch noch eine Viertelstunde länger im Ofen lassen sollen, obwohl er eh schon 15 min länger drin war als vorgesehen. Der Kuchen besteht aus einem Mürbteigboden, auf den man kleingeschnittene Äpfel gibt und anschließend einen aus 3 Bechern Sahne, Vanillepuddingpulver und Zucker aufgekochten Guss. Anschließend wandert die randvolle Kuchenform für (mindestens !) 1,5 Stunden in die Backröhre, was - bei meinem Kuchen - noch immer nicht gereicht hat. Der Kuchen zerfließt zwar nicht mehr und ist halbwegs stabil, auch der Boden ist mürbe und krümelig statt matschig, aber innen ist die Apfelfüllung doch etwas sehr weich für meinen Geschmack bzw. mein mouth-feeling. Beim nächsten Mal werde ich die Zuckermengen deutlich reduzieren, zumindest dann, wenn ich so reife und süße Äpfel verwende wie gestern, denn der Kuchen - ein Stück habe ich probiert - ist schon recht süß (und mächtig sowieso).
Kuchenbacken diente der Restobstverwertung, aber vor allem auch dem Zweck, mich abzulenken und zu beschäftigen. Die Melancholie hat übelst zugeschlagen; als ich gestern eine 24minütige Doku über ein Seminar für Stotterer im Internet gesehen habe bzw. die Geschichte von zwei Teilnehmern, kamen mir an diversen Stellen fast die Tränen. *seufz*
Eine Freundin, mit der ich am Sonntag Mittag desöfteren zum Kaffeetrinken gehe, ist bei Freunden zu Besuch, und meine Wochenend-Beschäftigung der letzten Wochen (Baustelle) ist aufgrund Fertigstellung hinfällig. Nun sitze ich hier vor dem PC, während mein Gemüt sich im Sinkflug befindet, um am Montagmorgen im Büro hart aufzuschlagen.
Sonntag, 29. August 2010
Sonntag, 29.August 2010
Kaum zu glauben, aber wahr: jetzt bin ich sonntags nicht nur schon vor 9.00 Uhr wach und frühstücke hier im Esszimmer - nein, im Flur steht heute schon die gepackte Tasche fürs Fitnessstudio, wo ich - wie man vielleicht vermuten könnte - nicht nur den "Nassbereich" (sprich Dusche und Sauna) nutzen, sondern um 10.30 Uhr beim Spinning mitfahren werde. Okay, okay, der Hauptgrund ist, dass mein Lieblingsspinningtrainer den Kurs gibt, aber dennoch - ich bin doch wirklich fleißig !
Was übrigens nicht ohne Folgen geblieben ist, wie ich gestern Abend auf der Waage feststellen konnte. Vielleicht schaffe ich es ja bis Ende September, dass sich die Anzeige mit einer zweistelligen Zahl (vor dem Komma *hahaha*) begnügt.
Allerdings hat dieses Training (gerade mein geliebtes Langhanteltraining) den fiesen Nachteil, dass gewisse Muskeln an Umfang zulegen. So kommt es dann, dass man in der Bekleidungsabteilung locker (!) die kleinere Blusengröße wählen könnte... wenn da nur die Oberarme nicht wären, die selbst in eine im Hinblick auf den restlichen Oberkörper zu große Bluse nicht wirklich reinpassen wollen, ohne den zarten Stoff nahezu zum Zerreißen zu bringen.
***
Gestern wieder den ganzen Tag auf'm Bau geholfen. Zunächst noch verhältnismäßig "saubere" Arbeiten erledigt (große Fensterfronten abgeklebt, Farbspritzer weggeputzt etc.), um mich dann zum Ende des Tages noch mal richtig mit weißer Farbe einzuferkeln. Argh. Vor lauter Arbeit die letzte Gelegenheit zum Duschen (Öffnungszeiten des Fitnessstudios...) verpasst; der geplante Weinfestbesuch fiel dem immer wieder einsetzenden Regen zum Opfer, stattdessen endete der Tag dann (was mir eh lieber war) wieder mit gemütlichem nächtlichen Grillen auf der Terrasse und Abendessen an der behelfsmäßig aus Spanplatten, Holzböcken und Farbeimern gezimmerten Tafel. Viel gelacht, aber auch rechtschaffen müde geworden bzw. gewesen.
Zuhause dann Großreinemachen zwecks Entfernung von getrockneter Wandfarbe, Sägespänen und Staub aus Haut & Haar.
***
Heute Nachmittag vielleicht der bereits vor zwei Wochen geplante Besuch von Cats&Dogs. Weiß nicht, ob das so meine Art von Film ist, lasse mich aber gerne überraschen, zumal ich letztes Wochenende (wir waren in 'Inception') erst wieder festgestellt hatte, dass ich viel zu selten ins Kino gehe. Mein TV hingegen fristet ein einsames Dasein im Wohnzimmer; ich komme ja noch nicht mal zum DVD-Schauen (davon liegen einige originalverpackt in der Schublade). Habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, ob ich mir zum Geburtstag nicht einfach mal eine Kino-Card ("Flatrate" für ein halbes oder ganzes Jahr) wünschen sollte.
Wenn ich die Vorstellungen am frühen Abend nutzen würde, könnte ich direkt im Anschluss an die Arbeit ins Kino gehen, dann fällt auch keine zusätzliche Fahrstrecke an. Andererseits... wenn ich schon mehr ins Kino gehen will, sollte ich vielleicht das kleine, liebevoll restaurierte ein-Saal-Kino zwei Ortschaften weiter bevorzugen, das vom Inhaber als Familienbetrieb geführt wird (die Tochter, die zuweilen an der Kasse sitzt, ist ein lebendes Filmlexikon) und schon mehrere Preise für seine regelmäßig stattfindenden Matineen und Film-Auslesen eingeheimst hat.
***
So, jetzt geht's erst mal zum Spinning - yippeh !!!
***
Hui-ui-ui, Sport am Morgen hat eine ganz andere Qualität als am Abend. Irgendwie habe ich mehr Power, wenn ich mich abends austoben und beruflichen Stress und Ärger abreagieren will. Aber wenn man dann etwas mehr als eine Stunde nach dem Aufstehen auf dem Bike sitzt und schon beim zweiten Track feststellt, dass das sicherlich kein Sonntagmorgen-Chillout-Spinning wird, sondern ordentlich zur Sache gehen wird... da sehnt man sich dann doch ein bisschen nach dem weichen Bett zurück :-) Aber egal, ich hab's durchgezogen und meiner Disziplin sei Dank nun einen Freibrief für Kaffee und was Süßes im weiteren Verlauf des Tages.
Zumal ich mich heute auch noch in der Wohnung ein bisschen sportlich betätigen werde: staubsaugen bzw. aufwaschen, Spinnweben an Decken und in Ecken entfernen (ich finde es ja sehr rücksichtsvoll von den achtbeinigen Mitbewohnern, dass sie sich nie blicken lassen, wenn ich zuhause bin, obwohl es - nach der regen Bau- oder besser gesagt Web- und Spinntätigkeit hier zu schätzen - mehr als eine Handvoll von ihnen geben muss.
Was übrigens nicht ohne Folgen geblieben ist, wie ich gestern Abend auf der Waage feststellen konnte. Vielleicht schaffe ich es ja bis Ende September, dass sich die Anzeige mit einer zweistelligen Zahl (vor dem Komma *hahaha*) begnügt.
Allerdings hat dieses Training (gerade mein geliebtes Langhanteltraining) den fiesen Nachteil, dass gewisse Muskeln an Umfang zulegen. So kommt es dann, dass man in der Bekleidungsabteilung locker (!) die kleinere Blusengröße wählen könnte... wenn da nur die Oberarme nicht wären, die selbst in eine im Hinblick auf den restlichen Oberkörper zu große Bluse nicht wirklich reinpassen wollen, ohne den zarten Stoff nahezu zum Zerreißen zu bringen.
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Gestern wieder den ganzen Tag auf'm Bau geholfen. Zunächst noch verhältnismäßig "saubere" Arbeiten erledigt (große Fensterfronten abgeklebt, Farbspritzer weggeputzt etc.), um mich dann zum Ende des Tages noch mal richtig mit weißer Farbe einzuferkeln. Argh. Vor lauter Arbeit die letzte Gelegenheit zum Duschen (Öffnungszeiten des Fitnessstudios...) verpasst; der geplante Weinfestbesuch fiel dem immer wieder einsetzenden Regen zum Opfer, stattdessen endete der Tag dann (was mir eh lieber war) wieder mit gemütlichem nächtlichen Grillen auf der Terrasse und Abendessen an der behelfsmäßig aus Spanplatten, Holzböcken und Farbeimern gezimmerten Tafel. Viel gelacht, aber auch rechtschaffen müde geworden bzw. gewesen.
Zuhause dann Großreinemachen zwecks Entfernung von getrockneter Wandfarbe, Sägespänen und Staub aus Haut & Haar.
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Heute Nachmittag vielleicht der bereits vor zwei Wochen geplante Besuch von Cats&Dogs. Weiß nicht, ob das so meine Art von Film ist, lasse mich aber gerne überraschen, zumal ich letztes Wochenende (wir waren in 'Inception') erst wieder festgestellt hatte, dass ich viel zu selten ins Kino gehe. Mein TV hingegen fristet ein einsames Dasein im Wohnzimmer; ich komme ja noch nicht mal zum DVD-Schauen (davon liegen einige originalverpackt in der Schublade). Habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, ob ich mir zum Geburtstag nicht einfach mal eine Kino-Card ("Flatrate" für ein halbes oder ganzes Jahr) wünschen sollte.
Wenn ich die Vorstellungen am frühen Abend nutzen würde, könnte ich direkt im Anschluss an die Arbeit ins Kino gehen, dann fällt auch keine zusätzliche Fahrstrecke an. Andererseits... wenn ich schon mehr ins Kino gehen will, sollte ich vielleicht das kleine, liebevoll restaurierte ein-Saal-Kino zwei Ortschaften weiter bevorzugen, das vom Inhaber als Familienbetrieb geführt wird (die Tochter, die zuweilen an der Kasse sitzt, ist ein lebendes Filmlexikon) und schon mehrere Preise für seine regelmäßig stattfindenden Matineen und Film-Auslesen eingeheimst hat.
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So, jetzt geht's erst mal zum Spinning - yippeh !!!
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Hui-ui-ui, Sport am Morgen hat eine ganz andere Qualität als am Abend. Irgendwie habe ich mehr Power, wenn ich mich abends austoben und beruflichen Stress und Ärger abreagieren will. Aber wenn man dann etwas mehr als eine Stunde nach dem Aufstehen auf dem Bike sitzt und schon beim zweiten Track feststellt, dass das sicherlich kein Sonntagmorgen-Chillout-Spinning wird, sondern ordentlich zur Sache gehen wird... da sehnt man sich dann doch ein bisschen nach dem weichen Bett zurück :-) Aber egal, ich hab's durchgezogen und meiner Disziplin sei Dank nun einen Freibrief für Kaffee und was Süßes im weiteren Verlauf des Tages.
Zumal ich mich heute auch noch in der Wohnung ein bisschen sportlich betätigen werde: staubsaugen bzw. aufwaschen, Spinnweben an Decken und in Ecken entfernen (ich finde es ja sehr rücksichtsvoll von den achtbeinigen Mitbewohnern, dass sie sich nie blicken lassen, wenn ich zuhause bin, obwohl es - nach der regen Bau- oder besser gesagt Web- und Spinntätigkeit hier zu schätzen - mehr als eine Handvoll von ihnen geben muss.
Montag, 23. August 2010
Und er dreht sich noch ...
Gestern Abend haben sich 9,50 EUR Eintritt ins Kino zzgl. 3,90 EUR für eine kleine Portion Popcorn endlich wieder mal gelohnt: wir schauten uns 'Inception' an. Zunächst spannte man uns ziemlich lange auf die Folter: lt. Programm sollte der Film um 19.40 Uhr beginnen, 10-15 Min Werbung sind üblich und akzeptabel. Als der Film dann um 20.10 Uhr endlich anlief, hatte ich mich schon einen Augenblick lang gefragt, ob es irgendeinen Zwischenfall gab (kann mich noch an den Kinobesuch anlässlich Jurassic Park II erinnern, als es Probleme mit dem Film gab und wir alle während der Wartezeit ein Eis spendiert bekamen...).
Vorgewarnt durch die Aussagen anderer Bekannter, die den Film schon gesehen hatten, und diverse Kritiken im Internet versuchte ich von Anfang an konzentriert die Handlung zu verfolgen und nicht den Überblick zu verlieren, was Realität und was Traum ist. Schließlich spielt der Film über weite Strecken im Traum und wenn man ans Ende des Films denkt, könnte es sogar sein, dass sich der ganze Film in einem Traum des Hauptdarstellers Dom(inic) Cobb (Leonardo di Caprio) abspielt.
Dieser hat die Herausforderung angenommen, die Technik der "Extraction", bei der sich die Person des "Extractors" Zugang zu den Träumen eines Menschen verschafft und sich darin wie in einem luziden Traum gezielt bewegen und handeln kann, in Form von "Inception" auf die Spitze zu treiben, nämlich einem anderen Menschen einen Gedanken zu implantieren, der sich im Bewusstsein dieses Menschen einnistet, entwickelt und sein Handeln beeinflusst. Der eigentliche Anlass für diese Inception - wirtschaftspolitische Interessen - geraten im Laufe des Films überwiegend in den Hintergrund, was aber auch nicht weiter schadet, wird doch der Zuschauer gleichzeitig Schritt für Schritt in Cobb's eigene Geschichte eingeweiht: denn Cobb hat Inception bereits praktiziert, und zwar bei seiner eigenen Ehefrau, die sich in den mit ihm zusammen erschaffenen Traumwelten verloren hatte und nicht mehr zwischen Realität und Traum unterscheiden konnte. Indem sie ihren Suizid so arrangiert hatte, dass Mordverdacht auf Cobb fiel, konnte dieser in der Folge nicht mehr in die Vereinigten Staaten einreisen und seine Kinder sehen, die fortan bei Cobb's Eltern lebten (wobei Cobb's Vater wiederum als Uni-Professor mit der Extraction vertraut zu sein scheint, weil er ihm für das Vorhaben der Inception auch eine neue Architektin für die Traumwelten empfiehlt, die junge Ariadne (Ellen Page). Ariadne wird Cobb später in der Traumwelt bei der Bewältigung seiner Schuldgefühle gegenüber seinen Kindern und seiner toten Frau (die als Projektion seines Unterbewusstseins versucht, Cobbs Vorhaben in der Traumwelt zu durchkreuzen und ihn so für immer bei sich in der Traunmwelt festzuhalten) zur Seite stehen - ich persönlich finde die Rolle der Ariadne zu mädchenhaft besetzt.
Es würde zu weit führen, den Verlauf des gesamten Films hier wiedergeben zu wollen - dafür gibt es schließlich genügend Rezensionen im Internet :-) - deshalb vielleicht noch ein Wort zum Schluss: jeder Extractor verfügt über ein höchstpersönliches "Totem", einem kleinen schweren Gegenstand, dessen Bedeutung nur ihm persönlich bekannt ist. Cobbs Totem ist ein kleiner schlichter Metallkreisel (der im Übrigen früher das Totem seiner verstorbenen Ehefrau Mal war ... ich habe mich gefragt, ob die Wahl des Namens "Mal" eine Anspielung auf die dunklen ("schlechten") Anteile des Unterbewusstseins sein sollte ?). Wenn er diesen Kreisel in Bewegung setzt und er kommt irgendwann wieder zum Stillstand und fällt um, weiß er, dass er sich wieder in der Realität befindet, andernfalls - wenn sich der Kreisel dreht und dreht - befindet er sich weiterhin im Traum. Am Ende des Films, als Cobb wieder in die Vereinigten Staaten zurückkehren kann und seine Kinder wiedertrifft, setzt er den Kreisel auf einem Holztisch in Bewegung, bevor er den Blick zu seinen Kindern wendet. Und die Kamera bzw. der Zuschauer sieht als letzte Einstellung den Kreisel, wie er sich dreht und dreht... kurz holpert und instabil wird und man sich schon freuen will, weil er gleich umkippt... was er aber dann doch nicht tut und sich weiterdreht - und dann wird die Leinwand schwarz. Dieses ungewisse Ende entlockte der gesamten Zuschauerschaft ein gequältes Aufstöhnen.
Alles in allem ein Film, der - wenn man versucht, der Handlung zu folgen - mich persönlich 2,5 Stunden lang (unterbrochen von 10min Pause) gedanklich gefesselt hat. Auch die Action kommt nicht zu kurz, wobei ich mich immer daran erinnern musste, dass es sich bei den vielen Angreifern, die auftauchten, um die "Abwehrkräfte" des eigenen Unterbewusstseins des Träumers handelte, das die Extraction bzw. Inception zu verhindern sucht.
Der Soundtrack von Hans Zimmer ist sehr düster, gewaltig, unheimlich. Hier ein interessanter Link, der eine (mögliche ?) Verbindung mit bzw. Inspiration durch das Lied "Non, je ne regrette rien" von Edith Piaf aufzeigt - dem Lied, das den Traumreisenden im Film die anstehende Rückkehr in die Wirklichkeit ankündigt.
Ich würde sagen: wem die Matrix-Trilogie gefallen hat, der wird auch an "Inception" (und dessen nächstem Teil, denn die oben erwähnte Schlussszene verlangt ja geradezu nach einer Fortsetzung...) Gefallen finden.
Vorgewarnt durch die Aussagen anderer Bekannter, die den Film schon gesehen hatten, und diverse Kritiken im Internet versuchte ich von Anfang an konzentriert die Handlung zu verfolgen und nicht den Überblick zu verlieren, was Realität und was Traum ist. Schließlich spielt der Film über weite Strecken im Traum und wenn man ans Ende des Films denkt, könnte es sogar sein, dass sich der ganze Film in einem Traum des Hauptdarstellers Dom(inic) Cobb (Leonardo di Caprio) abspielt.
Dieser hat die Herausforderung angenommen, die Technik der "Extraction", bei der sich die Person des "Extractors" Zugang zu den Träumen eines Menschen verschafft und sich darin wie in einem luziden Traum gezielt bewegen und handeln kann, in Form von "Inception" auf die Spitze zu treiben, nämlich einem anderen Menschen einen Gedanken zu implantieren, der sich im Bewusstsein dieses Menschen einnistet, entwickelt und sein Handeln beeinflusst. Der eigentliche Anlass für diese Inception - wirtschaftspolitische Interessen - geraten im Laufe des Films überwiegend in den Hintergrund, was aber auch nicht weiter schadet, wird doch der Zuschauer gleichzeitig Schritt für Schritt in Cobb's eigene Geschichte eingeweiht: denn Cobb hat Inception bereits praktiziert, und zwar bei seiner eigenen Ehefrau, die sich in den mit ihm zusammen erschaffenen Traumwelten verloren hatte und nicht mehr zwischen Realität und Traum unterscheiden konnte. Indem sie ihren Suizid so arrangiert hatte, dass Mordverdacht auf Cobb fiel, konnte dieser in der Folge nicht mehr in die Vereinigten Staaten einreisen und seine Kinder sehen, die fortan bei Cobb's Eltern lebten (wobei Cobb's Vater wiederum als Uni-Professor mit der Extraction vertraut zu sein scheint, weil er ihm für das Vorhaben der Inception auch eine neue Architektin für die Traumwelten empfiehlt, die junge Ariadne (Ellen Page). Ariadne wird Cobb später in der Traumwelt bei der Bewältigung seiner Schuldgefühle gegenüber seinen Kindern und seiner toten Frau (die als Projektion seines Unterbewusstseins versucht, Cobbs Vorhaben in der Traumwelt zu durchkreuzen und ihn so für immer bei sich in der Traunmwelt festzuhalten) zur Seite stehen - ich persönlich finde die Rolle der Ariadne zu mädchenhaft besetzt.
Es würde zu weit führen, den Verlauf des gesamten Films hier wiedergeben zu wollen - dafür gibt es schließlich genügend Rezensionen im Internet :-) - deshalb vielleicht noch ein Wort zum Schluss: jeder Extractor verfügt über ein höchstpersönliches "Totem", einem kleinen schweren Gegenstand, dessen Bedeutung nur ihm persönlich bekannt ist. Cobbs Totem ist ein kleiner schlichter Metallkreisel (der im Übrigen früher das Totem seiner verstorbenen Ehefrau Mal war ... ich habe mich gefragt, ob die Wahl des Namens "Mal" eine Anspielung auf die dunklen ("schlechten") Anteile des Unterbewusstseins sein sollte ?). Wenn er diesen Kreisel in Bewegung setzt und er kommt irgendwann wieder zum Stillstand und fällt um, weiß er, dass er sich wieder in der Realität befindet, andernfalls - wenn sich der Kreisel dreht und dreht - befindet er sich weiterhin im Traum. Am Ende des Films, als Cobb wieder in die Vereinigten Staaten zurückkehren kann und seine Kinder wiedertrifft, setzt er den Kreisel auf einem Holztisch in Bewegung, bevor er den Blick zu seinen Kindern wendet. Und die Kamera bzw. der Zuschauer sieht als letzte Einstellung den Kreisel, wie er sich dreht und dreht... kurz holpert und instabil wird und man sich schon freuen will, weil er gleich umkippt... was er aber dann doch nicht tut und sich weiterdreht - und dann wird die Leinwand schwarz. Dieses ungewisse Ende entlockte der gesamten Zuschauerschaft ein gequältes Aufstöhnen.
Alles in allem ein Film, der - wenn man versucht, der Handlung zu folgen - mich persönlich 2,5 Stunden lang (unterbrochen von 10min Pause) gedanklich gefesselt hat. Auch die Action kommt nicht zu kurz, wobei ich mich immer daran erinnern musste, dass es sich bei den vielen Angreifern, die auftauchten, um die "Abwehrkräfte" des eigenen Unterbewusstseins des Träumers handelte, das die Extraction bzw. Inception zu verhindern sucht.
Der Soundtrack von Hans Zimmer ist sehr düster, gewaltig, unheimlich. Hier ein interessanter Link, der eine (mögliche ?) Verbindung mit bzw. Inspiration durch das Lied "Non, je ne regrette rien" von Edith Piaf aufzeigt - dem Lied, das den Traumreisenden im Film die anstehende Rückkehr in die Wirklichkeit ankündigt.
Ich würde sagen: wem die Matrix-Trilogie gefallen hat, der wird auch an "Inception" (und dessen nächstem Teil, denn die oben erwähnte Schlussszene verlangt ja geradezu nach einer Fortsetzung...) Gefallen finden.
Sonntag, 22. August 2010
Sonntag, 22. August 2010
Irgendwie klappt das mit dem Frühaufstehen zur Zeit nicht so recht, aber immerhin, um 9.00 Uhr war ich raus aus dem Bett. Andererseits bin ich auch erst gegen 3.00 Uhr ins Bett gekommen, und das ist für meine aktuellen Verhältnisse schon sehr spät (früher war das für mich an Wochenenden ganz normal). Außerdem war ich gestern wieder den ganzen Tag im Baustellendienst.
Nachdem die Bauherren selbst verschlafen hatten und ich längere Zeit vor der Tür stand, bis auch die beiden eintrafen, lief die Arbeit zunächst etwas schleppend an - es fehlte etwas der rote Faden ;-)
So schliffen wir mal hier die Wände nochmal fein, grundierten dort eine Wand für den Anstrich, und begannen dann - als wir im Schein eines Baustrahlers feststellten, dass man die Wände noch nicht gerade eben nennen konnte - zu spachteln. Da ich mich binnen kurzer Zeit zu einer Meisterin meines Fachs entwickelte (mein Kommentar dazu: Frauen können das, weil es auch nix anderes ist, als eine Torte mit Sahne oder Creme zu verzieren, wo ich ebenfalls sehr perfektionistisch ans Werk gehe), bekam ich die Sonderaufgabe, die Decke zu verschönern, die einer meiner Vorgänger auf der Baustelle beim Tapeten-Ablösen mit argen Kratzern und Unebenheiten zurückgelassen und die der Trockenbauer offensichtlich... ähm... nun ja, übersehen hatte.
Nach dem Duschen dann Besuch im Biergarten.... wunderbares Wetter, man konnte bis elf in kurzen Ärmeln draußen sitzen und auch danach reichte ein dünnes Jäckchen, um nicht zu frieren. Das Essen ließ zunächst - aufgrund der Überfüllung und einer Gruppe von 30 Personen, die vor uns mit warmem Essen zu versorgen war - etwas auf sich warten, war aber recht gut. Preislich vielleicht etwas überzogen, aber in diesem Fall zahlt man eben den wunderbaren Blick auf den Fluss und die Stadt. Besonders hervorzuheben war der Service - bei der einen Bedienung hätte man meinen können, sie hätte einen Narren an unserem Tisch gefressen, weil sie nicht nur sehr häufig bei uns vorbeischaute und fragte, ob alles in Ordnung sei, sondern uns auch sehr ehrlich über die Wartezeit auf's Essen aufklärte und uns über den Stand der Dinge in der Küche bzw. die aktuelle Laune des Küchenpersonals auf dem Laufenden hielt, so dass uns die Wartezeit gar nicht so lange erschien.
Heute Abend werde ich mir mit einer Bekannten "Inception" anschauen - bin schon sehr gespannt auf diesen Film.
Wie ich vorhin im Radio hörte, ist wieder eine Steuersünder-CD in Baden-Württemberg aufgetaucht, dieses Mal 250 Firmen und eine Steuersumme von 800 Millionen Euro. Ordentlich, ordentlich. Mein schadenfreudiges Steuerzahler-Herz sagt: kaufen ! Andererseits: diesen Firmen wird man doch sowieso nicht beikommen, und falls man es versucht, kommt das Totschlag-Argument Nr. 1: wenn ihr uns nicht in Ruhe lasst, entlassen wir Leute oder verlegen unsere Produktion / Verwaltung / etc. in ein Billiglohn-Land (falls sie nicht sowieso schon dort angesiedelt sind). Und damit sind sie raus aus dem Schneider.
Nachdem die Bauherren selbst verschlafen hatten und ich längere Zeit vor der Tür stand, bis auch die beiden eintrafen, lief die Arbeit zunächst etwas schleppend an - es fehlte etwas der rote Faden ;-)
So schliffen wir mal hier die Wände nochmal fein, grundierten dort eine Wand für den Anstrich, und begannen dann - als wir im Schein eines Baustrahlers feststellten, dass man die Wände noch nicht gerade eben nennen konnte - zu spachteln. Da ich mich binnen kurzer Zeit zu einer Meisterin meines Fachs entwickelte (mein Kommentar dazu: Frauen können das, weil es auch nix anderes ist, als eine Torte mit Sahne oder Creme zu verzieren, wo ich ebenfalls sehr perfektionistisch ans Werk gehe), bekam ich die Sonderaufgabe, die Decke zu verschönern, die einer meiner Vorgänger auf der Baustelle beim Tapeten-Ablösen mit argen Kratzern und Unebenheiten zurückgelassen und die der Trockenbauer offensichtlich... ähm... nun ja, übersehen hatte.
Nach dem Duschen dann Besuch im Biergarten.... wunderbares Wetter, man konnte bis elf in kurzen Ärmeln draußen sitzen und auch danach reichte ein dünnes Jäckchen, um nicht zu frieren. Das Essen ließ zunächst - aufgrund der Überfüllung und einer Gruppe von 30 Personen, die vor uns mit warmem Essen zu versorgen war - etwas auf sich warten, war aber recht gut. Preislich vielleicht etwas überzogen, aber in diesem Fall zahlt man eben den wunderbaren Blick auf den Fluss und die Stadt. Besonders hervorzuheben war der Service - bei der einen Bedienung hätte man meinen können, sie hätte einen Narren an unserem Tisch gefressen, weil sie nicht nur sehr häufig bei uns vorbeischaute und fragte, ob alles in Ordnung sei, sondern uns auch sehr ehrlich über die Wartezeit auf's Essen aufklärte und uns über den Stand der Dinge in der Küche bzw. die aktuelle Laune des Küchenpersonals auf dem Laufenden hielt, so dass uns die Wartezeit gar nicht so lange erschien.
Heute Abend werde ich mir mit einer Bekannten "Inception" anschauen - bin schon sehr gespannt auf diesen Film.
Wie ich vorhin im Radio hörte, ist wieder eine Steuersünder-CD in Baden-Württemberg aufgetaucht, dieses Mal 250 Firmen und eine Steuersumme von 800 Millionen Euro. Ordentlich, ordentlich. Mein schadenfreudiges Steuerzahler-Herz sagt: kaufen ! Andererseits: diesen Firmen wird man doch sowieso nicht beikommen, und falls man es versucht, kommt das Totschlag-Argument Nr. 1: wenn ihr uns nicht in Ruhe lasst, entlassen wir Leute oder verlegen unsere Produktion / Verwaltung / etc. in ein Billiglohn-Land (falls sie nicht sowieso schon dort angesiedelt sind). Und damit sind sie raus aus dem Schneider.
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